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Inkassobetrug

30.05.2016 18:27 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.


Mein Kollege der kein Deutsch spricht, fuhr ohne Fahrschein mit der S-Bahn zum Flughafen.

--- Bei einer Kontrolle wurde er erwischt und zahlte 60 EUR in Bar. Leider dachte er nicht daran sich einen Beleg geben zu lassen.

--- Nun erreichten ihn 2 Briefe von der Firma Haas & Kollegen die im Auftrag der Firma DB VERTRIEB GmbH einen "Mahnbescheid" und einen "Vollstreckungsbescheid" schickten.

--- Wie kann man sich gegen diesen Betrug der Person der DB GmbH - die offensichtlich die 60 EUR in die eigene Tasche steckte - bzw gegen den "Vollstreckungsbescheid" der Firma Haas & Kollegen zur Wehr setzen?

--- Die komplette Strafe kostet nun 260 EUR. Der Termin zur finalen Zahlung ist leider schon abgelaufen. Und da mein Kollege kein Deutsch kann, hat er leider erst zu spaet verstanden dass er diesen Brief ernst nehmen muss.

--- In dem Vollstreckungsbescheid steht:
"Wir weisen Sie abschliessend noch einmal darauf hin, dass nach ungenutztem Fristablauf umgehend die Zwangsvollstreckung aus den titulierten Betraegen eingeleitet werden kann. Die dabei entstehenden nicht unerheblichen Kosen gehen zu Ihren Lasten."

=> Ueber jeglichen Rat waeren wir sehr dankbar.
=> Sollten wir uns einen Anwalt nehmen und dies anfechten?
=> Oder sollten wir einfach umgehend zahlen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sofern bereits auch die Frist zum Einspruch bzgl. des Vollstreckungsbescheids abgelaufen ist, ist die Rechtsposition Ihres Freundes als "sehr schwierig" zu beurteilen.

Da der Vollstreckungsbescheid sodann als rechtskräftiger Titel anzusehen ist (vergleichsweise dem eines Urteils), müssten Sie in einer Klage gegen den Vollstreckungsbescheid ggf. über eine Vollstreckungsabwehrklage erheben.

In dieser Klage müssten Sie dann vortragen, dass die zugrunde liegenden € 60,00 bereits bezahlt wurden. Die Beweislast liegt bei Ihrem Freund. Dieser müsste beweisen, dass der Kontrolleur die € 60,00 entgegen genommen hat, was kaum gelingen dürfte.

Durch das Vorgehen gegen den bestandskräftigen Vollstreckungsbescheid würden Kosten für einen eigenen Rechtsanwalt sowie Gerichtskosten anfallen. Im Falle des Unterliegens müssten auch die Kosten der Gegenseite getragen werden.

Bei einer vorausschauenden Kosten-Risikoeinschätzung wäre es ggf. wirtschaftlich sinnvoller, den eingeforderten Betrag umgehend zu bezahlen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 30.05.2016 | 22:08

Vielen ganz herzlichen Dank fuer Ihre kompetente Beratung.

Mein Kollege wird dann umgehend die Zahlung vornehmen & wir werden zusaetzlich die Firma Haas telefonisch oder per E-Mail in Kenntnis setzten um weitere Schritte (zB persoenlicher Besuch eines Vollstreckers) zu vermeiden. Oder sollten wir lieber "nur" zahlen und keinen Kontakt aufnehmen? Zudem frage ich mich ob man in dieser Situation einen Schufa Eintrag riskiert, wofuer man dann wiederum einen Eintrag zur Entfernung stellen muesste?

Herzlichen Dank und Beste Gruesse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.05.2016 | 07:06

Sie sollten einfach umgehend bezahlen. Ggf. können Sie die Bestätigung der Anweisung den Rechtsanwälten per E-Mail mitteilen und darauf verweisen, dass Sie davon ausgehen, dass die Sache erledigt ist.

Inwiefern bereits ein Schufa-Eintrag veranlasst wurde, kann ich nicht beurteilen. Diesbezüglich können Sie jedoch eine Anfrage bei der Schufa stellen.

Sofern ich Ihre Frage beantworten konnte, wäre ich über eine 5-Sterne-Bewertung dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

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