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Inkassoauftrag ohne Rechnung/Auftrag

09.07.2010 12:20 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Sehr geehrte Damen und Herren,

Mir wurden Anfang Mai von Probenexpress.de 43,32 Euro abgebucht. Da ich mit diesem Verein keinen Vertrag habe, veranlasste ich eine Rücklastschrift.

Letzte Woche kam jetzt ein Inkassoauftrag von einem Inkassobüro an meine alte Adresse, wo ich seit mind. 5 Jahren nicht mehr wohne (aber mein Bruder wohnt dort jetzt). Die wollen jetzt 100,93 Euro von mir.

Ich schrieb der Firma eine Mail, in dem ich bis 05.07.10 einen Nachweis forderte, wieso ich überhaupt etwas bezahlen muss und forderte sie auf, den Inkassoauftrag zurückzuziehen, da auf der Homepage in den AGB (§ 6) steht, dass bei Rücklastschrift erstmal 10 Euro fällig werden.

Ich bekam dann zwei Mails von Probenexpress, in der einen wird meine Kündigung?!!! zum 26.02.2011 bestätigt.

Die zweite Mail ist eine Bestätigung, dass ich am 27.20.2004 das Paket 3 mit 2-jähriger Laufzeit gebucht habe, mit jährlicher Verlängerung.
Im Mail steht meine damalige korrekte Adresse, mit korrekter e-mail, BLZ, Kto-Nr. usw.
Und zusätzlich: falsche e-mail-Adresse.

Ich habe glaub ich, damals so einen Vertrag abgeschlossen, aber ewig nichts gehört und nie irgendwelche Leistungen dafür erhalten. Ob irgendwie mal was abgebucht wurde, kann ich jetzt auf Anhieb nicht sagen, da ich wg. zwei Umzügen auch wahrscheinlich die Kontoauszüge nicht mehr habe.

Nun wären meine Fragen:
1. Die Sache ist doch sicherlich verjährt, außerdem hatte er meine korrekte Adresse, da hätte ich doch auf dem Postweg eine Rechnung oder ähnliches bekommen müssen, wenn angeblich meine e-mail-Adresse falsch war.

2. Soll ich warten, bis von der Fa. Collect die Vollstreckung kommt (würde ich allerdings gern vermeiden), und dann Widerspruch einlegen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

nach den Geschäftsbedingungen des Vertrages verlängert sich dieser, wenn er nicht rechtzeitig gekündigt wird. Zur Frage der Verjährung kommt es daher darauf an, für welche Zeiträume die Bezahlung verlangt wird. Ansprüche bis Ende 2006 können bereits verjährt sein. Ansprüche ab 2007 sind bei Annahme der allgemeinen dreijährigen Verjährungsfrist noch nicht verjährt.

Sie sollten in keinem Fall abwarten, bis gegen Sie vollstreckt wird, sondern aktiv Einwendungen erheben. Prüfen Sie, ob ggf. Ihre Daten missbraucht worden sind, was aus der falschen email-Adresse geschlossen werden könnte. Berufen Sie sich darauf, dass Sie bislang tatsächlich keine Leistungen erhalten haben. Weiter lässt das Angebot den Verdacht zu, dass Leistung (wenn Sie denn erbracht wird) und Gegenleistung nicht in einem angemessenen Verhältnis stehen könnten.

Eine schriftliche Rechnung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Wenn bestimmte Zahlungszeitpunkte vereinbart waren, genügt das Verstreichenlassen, damit Sie in Verzug geraten. Die Rechtsverfolgung durch das Inkassobüro wäre in diesem Fall legitim, allerdings sollten die Kosten kritisch überprüft werden. Erfolg verspricht meines Erachtens aber das Vorgehen gegen die Hauptforderung an sich; damit fallen dann auch die Nebenforderungen weg.

Ich hoffe, Ihnen erste Anhaltspunkte gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.07.2010 | 13:22

Sehr geehrter Herr Kaussen,
Vielen Dank für die schnelle Bearbeitung.

Das Problem ist, dass ich ja nicht genau weiß, für welchen Zeitraum die Forderung verlangt wird.
Wenn drei oder vier Jahre nichts abgebucht wird und dann plötzlich wieder, kann das doch nicht rechtens sein.
Kann auch sein, dass ich zwischenzeitlich den Vertrag bereits gekündigt hatte, kann ich leider nicht mehr nachvollziehen bzw. mich nicht erinnern.
Leider habe ich wahrscheinlich diesbezüglich keine Unterlagen mehr über früheren Schriftverkehr.

Meine richtige E-Mail-Adresse ist unter meinen damaligen Adressdaten völlig richtig erfaßt, es steht nur zusätzlich da: falsche e-mail Adresse und eine falsche email-Adresse.

Außerdem müsste ich doch erst mal in Verzug gesetzt werden (Punkt 6 AGB).

Wäre es hilfreich, Ihnen die Inkassorechnung per Fax bzw. die E-Mails zukommen zu lassen.

Übrigens ist Gerichtsstand Wien, da die Fa. von Österreich aus tätig ist.

Ich werde aber auf jeden Fall nochmal bei Probenexpress.de nachhaken bzw. mich mit dem Inkassobüro in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.07.2010 | 14:49

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Zeitraum für den gezahlt werden soll, kann beim Inkassobüro erfragt werden.

Wenn Sie den Vertrag bereits gekündigt oder widerrufen haben, muss dies von Ihnen nachgewiesen werden. Verlorene Unterlagen gehen zu Ihren Lasten.

Eine Prüfung der Unterlagen kann ich gerne vornehmen. Bitte beachten Sie aber, dass dadurch weitere Kosten nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) entstehen.

Mit freundlichen Grüßen

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