Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Inkasso/Rechtsanwalt

28.08.2012 20:22 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Guten Abend,

mein Sohn hat Schulden und da er kein Einkommen hat und zudem Schüler (Schulbescheinigung wurde dargelegt)ist, hab ich mich unter Vollmachtsvorlage bereit erklärt, die Schulden in Raten zu bezahlen und gleichzeitig auf die sogenannte Schadensminderungspflicht hingewiesen. Meine Frag, darf das Anwaltsbüro trotz Zahlungsunfähigkeitmeines Sohnes und Schadensminderungspflicht und meiner freiwilligen Bereitschaft zu zahlen eine Einigungsgebühr berechnen. Immerhin bleibt mein Sohn zahlungsunfähig auch wenn ich bezahle. Zudem war erst ein Inkassobüro beauftragt, welches innerhalb der Frist von mir ebenfalls einen Ratenzahlungsvorschlag bekommen hat. die Inkasso gab mir hierauf keine Antwort. Diese Kosten wurden ebenfalls vom RA in die Forderung aufgenommen. Kosten ausser der Erledigungsgebühr hat der Anwalt für sich nicht berechnet.Zudem war auf der Bestätigung nicht namentlich die Einigungsgebühr genannt und auch nicht die Höhe. Es war nur zu lesen Zinsen und Kosten wie Hauptforderung. Ich denke hier wollten beide daran verdienen. Darf denn eine Inkasso eine Einigungsgebühr berechnen, wenn nicht, wären die Kosten nicht so hoch wie jetzt über den Anwalt.

Vielen Dank im Voraus

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Ratsuchende,

der Rechtsanwalt darf als Verzugsschaden die für Ihn entstandenen Kosten geltend machen.

Die Einigungsgebühr ist in Nr. 1000 Vergütungsverzeichnis RVG geregelt.

Sie entsteht bei einer Einigung, die vorliegt, wenn eine Ratenzahlung vereinbart wird.

Auch ein Inkassounternehmen darf eine Einigungsgebühr berechnen, aber nicht mehr als ein Rechtsanwalt verlangen dürfte.

Zu hinterfragen wäre allenfalls, von welcher Hauptforderung der Anwalt ausgeht, da Sie schreiben, dass die Inkassokosten ebenfalls in die Forderung aufgenommen wurden.

Mit freundlichen Grüßen,

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Radeberger Str. 2K
01796 Pirna
Tel. 03501 / 516 30 30
E-Mail: RA@RA-Peter-Eichhorn.de

Nachfrage vom Fragesteller 28.08.2012 | 21:42

Der Rechtsanwalt hat eher einen Schaden , wenn nicht gezahlt wird. So hat er die Schulden eines Zahlungsunfähigen höher gemacht. Zudem war kein Wort davon gefallen, dass Einigungsgebühren anfallen. Zahlt man nicht kommen immer mehr Kosten, zahlt man kommen auch mehr Kosten. Wo ist da die Logik??? Für was gibt es eine Schadensminderungspflicht, wenn eh jeder macht wie er will und auch noch darf.

Hauptforderung 1.580,24

Kosten wie folgt:

Mahnkosten: 9,00
Auskunftskosten: 0,50
Inkassokosten: 172,90
Inkassokosten: 20,00
Kontoführungsgebühr: 2,10
Einigungsgebühr: 241,50 (ab Streitwert 2.500)
Einigungsgebühr: 20,00 ????

Hatte erst für ca. 5 Monate eine Rate von 25,00 gezahlt und dann erhöht auf 220,00 (wie ausgemacht) deshalb wohl die zweite Einigungsgebühr.

Vielen Dank für die Beantwortung Herr Rechtsanwalt Eichhorn

Nachfrage vom Fragesteller 28.08.2012 | 21:43

Der Rechtsanwalt hat eher einen Schaden , wenn nicht gezahlt wird. So hat er die Schulden eines Zahlungsunfähigen höher gemacht. Zudem war kein Wort davon gefallen, dass Einigungsgebühren anfallen. Zahlt man nicht kommen immer mehr Kosten, zahlt man kommen auch mehr Kosten. Wo ist da die Logik??? Für was gibt es eine Schadensminderungspflicht, wenn eh jeder macht wie er will und auch noch darf.

Hauptforderung 1.580,24

Kosten wie folgt:

Mahnkosten: 9,00
Auskunftskosten: 0,50
Inkassokosten: 172,90
Inkassokosten: 20,00
Kontoführungsgebühr: 2,10
Einigungsgebühr: 241,50 (ab Streitwert 2.500)
Einigungsgebühr: 20,00 ????

Hatte erst für ca. 5 Monate eine Rate von 25,00 gezahlt und dann erhöht auf 220,00 (wie ausgemacht) deshalb wohl die zweite Einigungsgebühr.

Vielen Dank für die Beantwortung Herr Rechtsanwalt Eichhorn

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.08.2012 | 00:36

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Einigungsgebühr ist durch die Einigung / Vertragsschluss (Ratenzahlungsvergleich) nach Eintritt des Verzugs entstanden, nicht durch das Zahlen. Ohne Ratenzahlungsvergleich wäre die Einigungsgebühr nicht entstanden.

Die Einigungsgebühr scheint in ihrer Höhe nicht gerechtigfertigt zu sein. Ausgehend von der Hauptforderung beträgt die Einigungsgebühr lediglich 199,50 €.
Die Mahnkosten sind überhöht, nicht gerechtfertigt ist die Abrechnung von zweimal 20 €, auch die Kontoführungsgebühr ist angreifbar.

Lassen Sie sich die einzelnen Posten und ihre Begründetheit erläutern.

Ohne Einblick in den Schriftverkehr und die Ratenzahlungsvereinbarung ist eine abschließende Bewertung nicht möglich.

Ihr Sohn sollte sich beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein holen und die Angelegenheit von einem Anwalt vor Ort prüfen lassen.

Hier völlig unbeachtet geblieben ist, ob die Hauptforderung überhaupt begründet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70866 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Sehr kompetent , sachlich und schnell. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr gut Beratung ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für Ihre sehr freundliche und kompetente Antwort. Ich weiß jetzt Bescheid und werde entsprechend handeln. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER