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Inkasso wegen nicht bezahltem Verlängerungsabbo

| 23.09.2015 12:02 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


13:15

Guten Tag.

Am Wochenende wurde mir von meinen Eltern ein Schreiben der Intrum Justitia, Darmstadt, ein Inkassounternehmen, geschickt.

Das Schreiben ging an meine alte Adresse.

Darin war zu lesen, dass die Intrum Justitia die Forderung des Kunden Be2 auf 244,75 Euro aufgekauft habe.
Diese Forderung wurde gegen mich erhoben, wegen eines nicht bezahlten Dienstleistungsvertrages, der spätestens seit dem 31.07.2015 Bestand hätte.

179,40 aus der Hauptforderung,

Mit den Zinsen ( Betrag 0,35 Euro ) auf die Hauptfoederung von 5,00 Prozentpunkte über Basis aus 179,40 Euro vom 30.08.2015 bis 16.09.2015

Unverzinsliche Kosten , Betrag 65 Euro, Inkassohonorar 45 Euro, Mahnspesen 11 Euro, 20 % Auslagenpauschale , als betrag 9 Euro, ergäbe insgesamt eine Forderung von 244,75 Euro.

Das schreiben wurde am 16.09. erstellt, bekommen habe ich es von meinen Eltern über e-Mail am 18.09.

Ich bin regelmäßig dort, und habe nie eine Mahnung gesehen.

Fakt ist, Anfang des Jahres bekam ich eine neue Kreditkarte.

Ich trat noch am selben Tag mit der be2 sarl aus Luxembourg per e-mail in Kontakt. Ich wollte aufgeklärt werden.

Motagabend bekam ich eine Antwort: Man wisse nicht wer ich sei, und bräuchte entsprechende Anmeldedaten von mir.

Ich reagierte zweimal mit Forderungen und Fragen meinerseits auf diese Mail.
Auch habe ich der Intrum direkt widersprochen. Widerspruch auf Ihre Betragsforderung, mit der Anmerkung keinen Dienstlewistungsvertrag geschlossen zu haben, und der Forderung, spätestens 14 tage, nach Erhalt des Schreibens, mir Gegenbeweise zu liefern.
Ich verlangte jedoch sofort eine Bestätigung. Dies bisher nur per E-mail.
Bisher noch keine Reaktion der Intrum. auch auf ein zweites Aufforderungsschreiben per e-mail meinerseits nicht.
Nur be2 reagierte gestern Abend.

Man könne das sehr wohl belegen. Ich hätte am 31.01.2013 eine Premiummitgliedschaft auf sechs Monate abgeschlossen, und diese bis dato nicht gekündigt. In den AGBs und meiner damaligen Vertragsantwort-Mail sei aber auf die Verlängerung, die automatische Verlängerung nach sechs Monaten hingewiesen worden.
Man habe mir Mahnungen geschickt, nachdem bei erneuter Verlängerung die Zahlungen ausgeblieben seien.

Ich forderte direkt, in einer E-Mail Beweise und genaue Vertragsdaten.

Wie gesagt, Anfang des Jahres bekam ich eine neue Kreditkarte.

Die mir von be2 genannte e-Mail-Adresse existierte wahrscheinlich 2013 noch, aber heute schon lange nicht mehr.

Vielleicht hatte ich damals noch die Adresse als Neben-oder gar noch offiziellen hauptwohnsitz,, die Be2 und Intrum anscheinend bekannt ist. ich wohnte aber damals schon nicht mehr in meinem Heimatort.
Keine Ahnung, warum ich dann diese Adresse angegeben haben sollte.

Jedenfalls war mir gar nicht mehr bewußt, dass ich mal bei Be2 Premiumkunde gewesen sein sollte. Und auch Mahnungen habe ich nie gesehen.

Bisher gibt es nur Indizien aber keinen Beweis.

Intrum Justitia muss meinen Widerspruch am Montag über e-mail erhalten haben.
Muß ich dort wirklich noch ein Schreiben hinsenden?

Gedroht wurde mir übrigens nicht, jedoch eine Zahlungsfrist bis zum 26.09. gestellt.

Be2 bot mir an, bei sofortiger Begleichung aus meinem Vertrag gelöst zu werden.

Ich hatte früher schon Äger mit solchen Unternehmen, konnte aber bis heute alles als haltlos zurückweisen. Nun dachte ich, hier möchte wieder jemand ohne Berechtigung an Geld kommen.

Bin mir aber in diesem Fall leider nicht zu 100% sicher. Oder nicht mehr.

Wie sollte ich nun weiter verfahren?
23.09.2015 | 12:45

Antwort

von


(280)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Vorliegend wird es natürlich darauf ankommen, ob zwischen Ihnen und dem Unternehmen Be2 tatsächlich ein Vertragsverhältnis zustande gekommen ist oder nicht. Dies lässt sich anhand Ihrer Ausführungen nicht abschließend klären.

Fest steht, dass es Sache Ihrer angeblichen Gläubiger ist, darzulegen aus welchem Rechtsgrund heraus Sie in Anspruch genommen werden sollen. Wenn es hier um einen vertraglichen Anspruch geht, so hat die Gläubigerseite diesen Vertragsschluss im Streitfalle auch darzulegen und zu beweisen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind ob Sie einen Vertrag geschlossen haben und den Vorgang auch anhand Ihrer Unterlagen nicht mit hinreichender Sicherheit nachvollziehen können, würde ich Ihnen auch grundsätzlich davon abraten aus Verdacht eine Zahlung vorzunehmen.

Wenn die Ansprüche gegen Sie jedoch berechtigt sind, so ist zu erwarten, dass das Inkassounternehmen nach fruchtlosem Fristablauf einen Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides stellen. Wird Ihnen dieser Mahnbescheid zugestellt, haben Sie die Möglichkeit hiergegen Widerspruch zu erheben. In diesem Falle würde das streitige (Gerichts-)verfahren eingeleitet. Spätestens zu diesem Zeitpunkt muss die Gläubigerseite nun den geltend gemachten Anspruch darlegen und unter Beweis stellen. Wird der Klage stattgegeben entstehen Ihnen freilich Mehrkosten durch Gerichts- und ggf. Anwaltsgebühren.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

Nachfrage vom Fragesteller 23.09.2015 | 12:56

Vielen dank für Ihre schnelle Antwort.

Ein tatsächlich zustande gekommenes Vertragsverhältnis kann ich nicht mehr nachvollziehen.

Kann die Gegenseite, ohne mir das Gegenteil zu beweisen, das ganze Verfahren bis zur gerichtlichen klärung hinauszögern, wenn ich doch Widerspruch eingelegt habe, und auf die Klärung beharre.

Ich habe lediglich geschrieben, ich widerspreche der Forderung und verlange eine Darlegung der Gegenseite.
Was ich nicht geschrieben habe, aber was ich tun würde, wäre zahlen - sofern man mir beweist, dass es rechtens ist.

Kommen die Inkassogebühren an die aktuelle Rechtslage heran, und reicht ein Widerspruch meinerseits, per e-mail?

Und muss man mir erst vor Gericht beweisen, dass ich Vertragspartner bin?

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.09.2015 | 13:15

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Kann die Gegenseite, ohne mir das Gegenteil zu beweisen, das ganze Verfahren bis zur gerichtlichen klärung hinauszögern, wenn ich doch Widerspruch eingelegt habe, und auf die Klärung beharre.

Der Gegenseite steht es freilich frei, ob, und falls ja wann die Forderung gerichtlich geltend gemacht wird. Insofern besteht für die Gegenseite durchaus die Möglichkeit die Sache "hinauszuzögern".

Ein Widerspruch gegen eine bloße Zahlungsaufforderung hat übrigens, im Gegensatz zu einem Widerspruch gegen einen Mahnbescheid, keine rechtlichen Folgen. Auch verpflichtet ein Widerspruch die Gegenseite nicht die anspruchsbegründenden Tatsachen darzulegen. Ohne eine nachvollziehbare Darlegung der angeblichen Anspruchsgrundlage besteht meines Erachtens jedoch auch kein Anlass eine Zahlung vorzunehmen.

2.
Kommen die Inkassogebühren an die aktuelle Rechtslage heran, und reicht ein Widerspruch meinerseits, per e-mail?

Die Höhe der geltend gemachten Inkassogebühren dürfte, bei berechtigter Forderung, rechtlich nicht zu beanstanden sein. Ein Inkassounternehmen darf maximal das verlangen, was ein zur Forderungsdurchsetzung beauftragter Rechtsanwalt in Rechnung stellen könnte. Bei der hier geltend gemachten Hauptforderung, entspricht eine Nebenforderung von bis EUR 83,54 den gesetzlichen Vorgaben.

Ein Widerspruch ändert bei berechtigter Hauptforderung nichts an der Ersatzfähigkeit der Nebenforderung (Inkassogebühren, Zinsen, Mahnkosten). Auf die Form des Widerspruchs kommt es hierbei nicht an.

3.
Und muss man mir erst vor Gericht beweisen, dass ich Vertragspartner bin?

Eine Verpflichtung besteht insoweit nicht. Auch vor Gericht wäre die Gegenseite nicht dazu "verpflichtet" den geltend gemachten Anspruch darzulegen und zu beweisen. Die Klägerseite trägt jedoch die sog. Darlegungs- und Beweislast. Kommt sie dieser nicht zur Überzeugung des Gerichts nach, hat die Klage keine Aussicht auf Erfolg und würde kostenpflichtig abgewiesen werden.

Ich hoffe, Ihre Nachfragen verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Dipl.iur. Mikio A. Frischhut
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 23.09.2015 | 13:14

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Sehr gut. Ich hatte noch einige Verständnisfragen, aber die Antwort kam schnell, und war sehr ausführlich!


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