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Inkasso trotz Zahlung mit EC

| 10.02.2015 11:19 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein Problem mit einer Inkassoforderung, obwohl der Händler die Summe erhalten hat.

Ich habe am 22.11.14 ein T-Shirt für 20€ gekauft und mit EC-Karte bezahlt. Leider habe ich am Tag danach festgestellt, dass mein Konto nicht gedeckt war.
Da ich diese Situation schon zweimal hatte, als ich bei REWE eingekauft habe und REWE dann die Abbuchung eine Woche später erneut getätigt hat, dachte ich, das sei der normale Weg, der Händler würde erneut abbuchen und habe ihn nicht kontaktiert.

Am 26.1.15 erhielt ich ein Schreiben von einer Inkassogesellschaft, die jetzt 57,08€ fordern.

Ich habe natürlich umgehend der Händler gefragt, der ein guter Freund von mir ist, warum er sich nicht bei mir gemeldet hat. Er war sehr erstaunt und zeigte mir in seinen Kontoauszügen, dass er das Geld bereits zwei Tage später, also am 24.11.14, auf seinem Konto hatte. Er benutzt für EC-Zahlungen ein Gerät von Sumup, das er in sein iPhone steckt.

Die Inkassoforderung lautet wie folgt:

1) 20€ Hauptforderung an den Händler
2) 8€ Bankrücklastkosten
3) 11€ Ermittlungskosten
4) 0,08€ Zinsen seit Verzug
5) 15€ Inkassokosten
6) 3€ Auslagen gemäß 7002 VV RVG

Ich verstehe 2) nicht, denn meine Bank hat mir für den gescheiterten Versuch vom 22.11 sowieso 7€ berechnet, warum sollte ich das jetzt nochmal an die Inkasso bezahlen? Die führen ja mein Konto nicht.
Und was ist 3)?
Was muss ich jetzt bezahlen? Ich habe ja auch überhaupt keine Mahnung oder Zahlungsaufforderung bekommen. Ich bin Student und kann nicht des lieben Friedens willen Forderungen bezahlen, die vielleicht gar nicht gültig sind.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Beste Grüße,
Anna




Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Das Zahlungssystem von Sumup funktioniert so, dass der Händler sein Geld sofort bekommt; das Unternehmen zahlt also den Kaufpreis an den Händler aus, auch wenn bei Ihnen die Lastschrift zurückgeht.

Mit dem erfolglosen Zahlungsversuch per EC-Karte waren Sie im Verzug, Sie sind deshalb leider verpflichtet, die Inkassokosten als Verzugsschaden zu ersetzen.

Zu den von Ihnen angesprochenen Positionen:

Die Bank berechnet sowohl Ihnen als auch dem Händler Kosten für die Rückgabe der Lastschrift. Die 8 € dürfen damit, wenn sie entstanden sind, Ihnen in Rechnung gestellt werden.

Die Kosten gem. 7002 VV RVG ist eine Auslagenpauschale, die mit 20 % der Inkassokosten pauschal berechnet werden darf.

Die Ermittlungskosten sind vermutlich für die Ermittlung Ihrer Anschrift. Ob diese in der geltend gemachten Höhe angefallen sind, kann ich nicht überprüfen. Alle anderen Positionen sind jedoch gerechtfertigt.

Ich kann Ihnen zu meinem Bedauern daher nur empfehlen, den Betrag zu zahlen. Wenn das Inkassounternehmen die gerichtliche Geltendmachung betreibt, wird es für Sie deutlich teurer.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-

Bewertung des Fragestellers 10.02.2015 | 12:37

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