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Inkasso steht vor der Tür

| 11.05.2012 22:09 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Vorweg möchte ich bemerken, dass mein Einsatz auf Grund meiner finanziellen Situation so niedrig gesetzt ist. Ich bitte um Verständnis.

Hallo. Es liegt eine Forderung einer AKB Leasing gegen mich vor. Auf Grund meiner Krankheit war und bin ich leider nicht Zahlungsfähig. Ich bin geringverdiener (800 Brutto) und ledig. Vor fünf Jahren war der Gerichtsvollzieher bei mir und hat gesehen, dass ich der Forderung nicht nachkommen kann. Ich habe beim Gerichtsvollzieher unterschrieben und er sagte, das ich nun 5 Jahre Ruhe von der Inkasso hätte. Nun sind die 5 Jahre um und die Inkasso hat wieder ihren Auftritt. Ich bin immer noch zahlungsunfähig, kann auf Grund meiner Krankheit nicht so viel Arbeiten und hatte das Glück, dass ich ein paar Stunden bei meiner Schwester arbeiten kann, um vom Jobcenter unabhängig zu sein. Ich hatte der Inkasso meine Gehaltsbescheinigung zukommen lassen und ihnen mitgeteilt, dass ich nicht zahlen kann. Dann hatte sich das Inkassobüro 6 Monate nicht gemeldet und stand gestern vor der Tür meines Arbeitsplatzes und wollte, dass ich eine Ratenzahlung unterschreibe. Da ich nicht so gut deutsch kann, bat ich dem Herrn vom Inkassobüro heut, Freitag, nochmal wieder zu kommen, damit eine Freund, der Deutscher ist, dabei sein kann. Der sitztz übrigens jetzt gerade mit mir auch hier vor dem PC. Als er heute wiederkam, war er erst freunlich und wollte gleich mit der Ratenzahlung inclusive einer Zinnsfestbetrags-Klausel oder so ähnlich beginnen und eine Unterschrift haben. Ich habe ihm gesagt, dass ich am kommenden Mittwoch zur Schuldnerberatung gehen möchte und er möchte mir bitte diesen Ratenzahlungsvertrag bitte da lassen, damit ich ihn mit zur Beratung nehmen kann. Er sagte, dass er den nur ausdruckt, wenn ich unterschreibe. Ich habe verweigert und gesagt, dass ich erst zur Beratung gehen werde. Er stand auf und sagte, dass er auf jeden Fall am Mittwochabend, nachdem ich bei der Schuldnerberatung war, wieder auftauchen wird. Das ganze wird mir jetzt zu viel, ich fühle mich verängstig und weiß nicht wie ich jetzt dagegen vorgehen soll.

Da ich geringverdiener bin (800 EUR brutto) benötig ich wohl einen Beratungsschein und das kann wohl noch ein paar Tagen vom Antrag bis zur Ausstellung dauern.

Kann eine Schuldnerberatungsstelle das Inkassobüro erstmal ruhigstellen, damit mir etwas mehr Zeit bleibt?

Ich fühle mich von den Hausbesuchen bedrängt und neige zur Depression.


Bitte helfen Sie mir!!!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:





Frage:
"Kann eine Schuldnerberatungsstelle das Inkassobüro erstmal ruhigstellen, damit mir etwas mehr Zeit bleibt?"


Es ist absolut richtig, dass Sie sich mit Ihrer Angelegenheit an eine Schuldnerberatungsstelle wenden und nichts unterschrieben haben.

Derartige Vereinbarungen tilgen Ihre Schulden in der Regel nämlich nicht, sondern bedienen nur laufende Zinsen und Inkassokosten. Die Unterschrift hätte Ihnen also rein gar nichts gebracht, da langfristig keine Schuldentilgung erfolgt wäre.

Bei dem von Ihnen geschilderten Einnahmen ist ohnehin nichts pfändbar. Hier muss man zunächst schauen wie hoch die Forderung ist. Danach erst muss man schauen wie konkret zu reagieren ist. Die Forderung ist ja offenbar unbestritten bzw. tituliert.

Bezüglich der Sie besonders belastenden "Hausbesuche" besteht die Möglichkeit, dem Inkassobüro schriftlich Ihre Situation darzustellen und zur Unterlassung derartiger Besuche aufzufordern. Weitere Besuche sollten daraufhin nicht mehr zu erwarten sein.





Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.


Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gegebenenfalls für eine weitere Interessenwahrnehmung gern zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 11.05.2012 | 23:13

Also kann ich mir jetzt, natürlich so schnell wie möglich, die Zeit nehmen und erstmal am Di. o. Mi. die Beratungsstelle im Rathaus aufsuchen und diese können dem Inkassobüro erstmal einen Riegel vor die Tür stellen? Die Schuldnerberatungsstelle wird wohl auch erstmal "nur" kurz beraten, oder wird dort gleich auf das Problem eingegangen und die setzen sich mit dem Inkassobüro auch in Verbindung zwecks Klärung?

Wenn der Aussendienstmitarbeiter dann gleich am Mittwochabend wieder auftaucht? Macht mir Angst.

Ja, die Forderung wurde betitelt (1998 - ja, selbst auf so langer Zeit kann man zahlungsunfäghig sein) und beläuft sich auf 3500 Euro.

Wieso kommen die, obwohl ich schon z.B. anhand meiner Verdienstbescheinigung Zahlungsunfähigkeit nachweisen konnte?

Eigenglich wollte ich ja den Ratenzahlungsvertrag mit zur Beratungsstelle nehmen und dort prüfen lassen, aber der Mitarbeiter wollte ihn mir nicht geben geschweige denn erstmal zeigen.

Kann ich vom Gesezt her erstmal in Ruhe alle Hebel in Gang sezten (Beratungsstelle, RA etc.) oder wartet schon der Galgen? Dieses Stellen benötigen ja auch ihre Zeit.

Wenn der Aussendienstmitarbeiter dann gleich am Mittwochabend wieder auftaucht? Macht mir Angst.


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.05.2012 | 23:46

Nachfrage 1:
"Kann ich vom Gesezt her erstmal in Ruhe alle Hebel in Gang sezten (Beratungsstelle, RA etc.) oder wartet schon der Galgen?"


Es wartet weder der Galgen noch kann der Inkassomitarbeiter das Geld aus Ihnen herausschütteln. Sie sind längst nicht der einzige Bürger mit Schulden in Deutschland - wobei Ihre Schulden mit 3500 € erfreulich gering sind.



Nachfrage 2:
"Wieso kommen die, obwohl ich schon z.B. anhand meiner Verdienstbescheinigung Zahlungsunfähigkeit nachweisen konnte?"


Es gilt das Motto "Steter Tropfen höhlt den Stein". Rein rechtlich ist von Ihnen nichts zu holen, da Sie unter den pfändungsfreibeträgen liegen. Daher versucht man Ihnen eine freiwillige Zahlung abzuverlangen.



Nachfrage 3:
"Die Schuldnerberatungsstelle wird wohl auch erstmal "nur" kurz beraten, oder wird dort gleich auf das Problem eingegangen und die setzen sich mit dem Inkassobüro auch in Verbindung zwecks Klärung?"


Je nach Schuldnerberatungsstelle und Gemütslage des Sachbearbeiters wird man sich auch mit dem Inkassobüro in Verbindung setzen, wenn Sie Ihre Belastungssituation durch die angekündigten Hausbesuche schildern.

Bewertung des Fragestellers 11.05.2012 | 23:53

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