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Inkasso schickt Titel nicht zu

25.08.2014 17:52 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Sehr geehrte Damen und Herren,

gegenüber einer Autoversicherung bestand ein Titel aus dem Jahr 2008. Da dies damals vor Gericht ging war der Streitwert bis zum 17.07.2008 2712,13€ und ab dem 18.07.2008 400€.
Daher wurde ich verurteilt 400€ nebst 5% Zinsen seit dem 07.06.2006 zu zahlen.

Nun habe ich von der Infoscore vor kurzem ein Schreiben bekommen, wo sie nun 911,23€ einfordern. Da ich nicht bereit war nun die Summe zu begleichen ging es zum Gerichtsvollzieher. Dieser hat mich angeschrieben und die Summe von 400€ (Titel) + seine 22 € Gebühren einzufordern.
Diese 422€ habe ich unverzüglich bezahlt.

Nun möchte die Infoscore laut einem Telefonat noch die restlichen 500€ von mir haben, da sie mir sonst keinen Titel zusenden.
Es besteht lediglich über die 400€ ein Titel. Muss ich die restlichen 500€ nun bezahlen oder sind das Gebühren die einfach zu hoch sind?

Was kann ich nun tun?

Vielen Dank im voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Mister X

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:




Frage 1:
"Was kann ich nun tun?"


Unklar ist bereits, warum Ihnen der Gerichtsvollzieher den Titel nicht gleich nach der Bezahlung ausgehändigt hat.


Die Quittung über die Bezahlung der geforderten 422 € bewahren Sie daher bis zur Herausgabe des Titels sicher auf, damit Sie später nicht doppelt zahlen müssen.


Fordern Sie nun schriftlich und nachweisbar die Herausgabe des Titels unter Verweis auf § 371 BGB binnen einer Frist von 14 Tagen ab Zugang Ihres Schreibens vom Inkassobüro an.

Denn die Differenz von 511,23 € ist offenbar nicht Bestandteil des Titels. Dann aber haben Sie einen Anspruch auf Herausgabe des Titels.

Berufen sie sich in Bezug auf die Differenz von 511,23 € vorsorglich auf Verjährung.


Verlangen Sie sodann, dass man Ihnen die Differenz von 511,23 € rechnerisch darlegt, da Sie ansonsten die Forderung der 511,23 € an sich bestreiten.


Sobald Ihnen diese Berechnung vorliegt, lassen sie diese noch einmal anwaltlich prüfen, denn diese Forderung dürfte deutlich überhöht sein, da die Summe von 511,23 € ja höher ist als die Titelforderung nebst Zinsen.

Zudem dürfte alles bis August 2011 ohnehin verjährt sein, wenn die Verjährung nicht ausnahmsweise gehemmt worden wäre.

Dies muss Ihnen das Inkassobüro aber darlegen.

Sollte die erneute Prüfung tatsächlich eine berechtigte Restforderung des Inkassobüros ergeben, sollten Sie dann diese Summe zahlen und den Rest unter Hinweis auf den entsprechenden Verweigerungsgrund zurückweisen.






Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gerne auch für eine weitere Interessenwahrnehmung jederzeit zur Verfügung. Klicken Sie dazu auf mein Profilbild, um meine Kontaktdaten einsehen zu können.




Mit freundlichen Grüßen

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