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Inkasso ohne Mahnung


| 13.07.2007 17:47 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Ich habe am 29.06.2007 eine Zahlungsaufforderung eines Inkassobüros erhalten, welche für ein großes Warenhaus tätig sein wollen.
Angeblich wurde ich durch dieses Warenhaus in Verzug gesetzt.
Leider habe ich zu keinem Zeitpunkt eine schriftliche Zahlungsaufforderung oder Mahnung erhalten.
Nun fordert dieses Inkassobüro die Hauptforderung nebst Mahnauslagen des Gläubigers, Verzugszinsen bis Abtretung, Inkassovergütung und Kontoführungsgebühr.
Diese Forderung sollte ich bis zum 11.07.2007 überweisen.
Da es mir finanziell nicht möglich ist, habe ich vermtl. einen Fehler gemacht und dem Inkassobüro daseiliegende Schuldanerkenntnis und Teilzahlungsangebot ausgefüllt zurückgesandt. Desweiteren habe ich dem Inkassobüro auch mitgeteilt, das ich seitens des Warenhauses nie gemahnt oder in Verzug gesetzt worden sei.
Das Inkassobüro teilte mir dann kurze Zeit später per Schriftsatz mit, dass das Teilzahlungsangebot angenommen wurde und am 10.07.2007 erstmals der vereinbarte Teilbetrag abgebucht werde. Dies ist bis zum heutigen Tag nicht geschehen.
Bei Nachforschungen habe ich bei 123recht.net gesehen, dass offensichtlich gegen dieses Inkassobüro Ermittlungen seitens der Justiz laufen würden. Dies kann ich aber nicht weiter verfolgen.
Wie soll ich mich nun verhalten?
Über eine kurze Antwort würde ich mich freuen.

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Sehr geehrter Rechtssuchender,
Sie haben tatsächlich wohl einen Fehler gemacht, wenn Sie das Schuldanerkenntnis gegengezeichnet haben. Sie müssen sofort eine Schreiben an das Inkassobüro übersenden und das Schuldanerkenntnis nebst Ratenzahlungsvereinbarung wegen Drohung und Irrtums über die Relevanz dieser Erklärung und Inhaltsirrtum anfechten. Wortlaut: "Hiermit fechte ich das erklärte Schuldanerkenntnis nebst Ratenzahlungsvereinbarung wegen Drohung und arglistiger Täuschung (§ 123 BGB) und wegen Irrtums über den Inhalt der Erklärung(§ 119 BGB) an und fordere Sie auf mir die Nichtigkeit der Erklärung zu bestätigen"... Daten sollten Sie natürlich ergänzen.
Grundsätzlich muss der angebliche Gläubiger erstmal die Forderung und gegebenfalls Mahnung etc. nachweisen, gleiches gilt für die Zustellung dieser.
Außerdem ist meist die Höhe der Forderung und besonders die Höhe der zusätzlichen Inkassokosten zu beanstanden. Letztere dürfen nicht höher sein, als die Gebühren, welche ein Rechtsanwalt für eine außergerichtliche Vertretung des Gläubigers verlangen darf.
Bei weiteren Fragen sollten Sie sich dringend an einen Kollegen vor Ort wenden. Sie können vorher beim örtlichen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen. Dieser deckt einen Teil der Kosten.
Ich hoffe diese ersten Infos helfen Ihnen weiter.
Mit freundlichen Grüßen
Steffen Rogge
Rechtsanwalt
RA Balan Stockmann & Partner

Nachfrage vom Fragesteller 13.07.2007 | 19:15

Welche Daten sind gemeint?

Nachfrage vom Fragesteller 13.07.2007 | 19:20

Welche Daten sind gemeint?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.07.2007 | 16:25

Sehr geehrter Rechtsuchender,
das Schreiben muss natürlich folgende Daten enthalten:
Datum, Adressen, Az. des Inkassobüros und/oder des Schuldners.
Gemeint waren Ihre persönliche Daten...
Mit feundlichen Grüßen
Steffen Rogge
Rechtsanwalt

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