Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Inkasso nach Zahlung

| 01.04.2021 20:22 |
Preis: 30,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


21:29

Hallo guten Abend,
Ich versäumte eine Rechnung von MVZ zu bezahlen, erhielt keine Mahnung, sondern eine direkt eine letzte Mahnung (Datum 11.3.21) mit der Aufforderung Zahlung von Euro 35,- bis zum 18.3.21
Gezahlt wurde direkt nach Erhalt am 15.3.21 an MVZ

Nun erhielt ich ein Schreiben von Med Inkasso Euro 130,64 zu bezahlen, da die Zahlung nicht eingegangen sei. Bezahlt wurde von meinen Eltern mit dem Vermerk der Rechnungsnummer und meinem vor- und Nachnamen. // Meine Ma hat allerdings die nullen vor der Re-nr weggelassen 21-2020 anstatt 21-002020

Ich habe dem Inkasso den Überweisungsbeleg übermittelt und mitgeteilt, das die Angelegenheit als erledigt betrachte und um Bestätigung bitte.

Das inkasso unternehmen schrieb nachstehendes zurück:

Die Rücksprache mit der MVZ GmbH hat ergeben, dass Ihre Zahlung aufgrund der von Ihnen falsch angegebenen Rechnungsnummer nicht zugeordent werden konnte.

Unsere Mandantin ist jedoch bereit aus Kulanz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, einen Teil der durch unsere Beauftragung entstanden Kosten zu übernehmen und Ihnen die Zinsen zu erlassen.

Demnach dürfen wir die Angelegenheit durch Zahlung eines Betrags in Höhe von 58,05 EUR als erledigt betrachten (45,00 EUR Anteil Inkassogebühren, 8,55 EUR Umsatzsteuer, 4,50 EUR Auslagen Schuldnerverzeichnisanfrage).

An dieses Vergleichsangebot sieht unsere Mandantin sich bis zum 12.04.2021 gebunden. Sofern Ihre Zahlung fristgerecht bei uns eingeht, ist damit die Forderung vollständig ausgeglichen. Andernfalls müssen Sie mit der gerichtlichen Geltendmachung der gesamten Erstattungsforderung rechnen.


Ich bin der Meinung, das das Inkasso falsch liegt, die Zahlung durchaus zuzuordnen war. Liege ich da richtig? Was schreibe ich dem Inkasso?

01.04.2021 | 21:02

Antwort

von


(99)
Wilhelmstrasse 16
52428 Jülich
Tel: 0246197420
Web: http://www.ratimrecht.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass die Forderung des medizinischen Versorgungszentrum berechtigt war. Ob Sie rechtmäßig zur Zahlung aufgefordert worden sind, kann ich mangels Kenntnis der Gesamtumstände und Rechnung nicht beurteilen.

Wenn ich davon ausgehe, dann können Kosten eines Inkassounternehmens nach Paragraf 286 BGB unter dem Gesichtspunkt des Verzuges vom Gläubiger verlangt werden.

Dies natürlich nicht, wenn Sie die Forderung erfüllt haben. Hierzu zählt nach Paragraf 362 BGB die vollständige und richtige Zahlung. Der Umstand, dass Ihre Eltern hier ggf . eine Rechnungsnummer falsch zugeordnet haben, führt leider nicht zur rechtzeitigen und vollständigen Erfüllung. Es ist leider Ihre Aufgabe, hier "richtig" zu zahlen und nicht Aufgabe des Gläubigers, Nachforschungen zu betreiben.

Man kann also leider davon ausgehen, dass Ihre nicht zuzuordnende Zahlung nicht zur Erfüllung geführt hat und damit ein Verzug Ihrerseits bestand, so dass die Einschaltung eines Dritten durch das MVZ zur Durchsetzung der Forderung grundsätzlich nicht zu beanstanden ist.

Inkassogebühren dürfen von Inkassounternehmen nicht einfach willkürlich erhoben werden, da hier der Grundsatz gilt, dass der Gläubiger im Rahmen der Schadensminderungspflicht keine unnötigen Kosten produzieren darf. Sie sind in ihrer Höhe vom Umfang der Hauptforderung abhängig und dürfen nach § 4 Abs. 5 des Rechtsdienstleistungsgesetztes (RDGEG) die Kosten, welche ein Anwalt für die Forderungseintreibung nehmen würde, nicht übersteigen.

Das Inkassounternehmen muss sich demzufolge also bei der Berechnung der Inkassogebühren an der Rechtsanwaltsgebührentabelle orientieren. Der Gebührensatzrahmen reicht hierbei von 0,5 bis 2,5. Die Regelgebühr beträgt 1,3. Das heißt: In Angelegenheiten von durchschnittlichem Umfang und durchschnittlicher Schwierigkeit darf ein Inkassobüro lediglich eine Gebühr von 1,3 fordern. Bei den jeweiligen Gebühren handelt es sich um feststehende Sätze.

Die hier geltend gemachte Forderung hält sich an diesen Rahmen, wobei ich allenfalls die 4,50 Euro für die Schuldnerverzeichnisanfrage für fragwürdig halte, ansonsten aber leider wenig Erfolgsaussichten sehe.

Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Antwort geben zu können.

Für Rückfragen stehe ich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Klein


Rechtsanwalt Thomas Klein
Fachanwalt für Familienrecht, Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Steuerrecht

Rückfrage vom Fragesteller 01.04.2021 | 21:18

Danke für die schnelle Rückmeldung, die Rechnung in Höhe von 30 war ja berechtigt, gezahlt wurde ja auch mit Mahnkosten 35,- (bis 18.3.) wie gefordert.
Ein unternehmen muss es doch auch mittels des namens zuordnen können... oder nicht - sind vorlaufende 0 Nummern nicht egal?
Nur weil mvz nicht zuordnen konnte und inkasso beauftragt hat, muss ich zahlen??

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.04.2021 | 21:29

Sehr geehrte Fragestellerin,

Hinsichtlich der Frage, ob Sie die Forderung i.S.d Paragrafen 362 BGB erfüllt haben, steht die Rechtsprechung auf Seiten des Gläubigers. Zwar gebe ich Ihnen Recht dahingehend, dass der Gläubiger die Zahlungseingänge überprüfen muss. Bleiben aber Zweifel, so geht dies zu Ihren Lasten. Ein gerichtliches Verfahren hier zu riskieren, ist für Sie mit hohen Risiken behaftet.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Klein

Bewertung des Fragestellers 01.04.2021 | 21:54

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Danke für die schnelle Beantwortung

"
Stellungnahme vom Anwalt:

Vielen Dank

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Thomas Klein »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 01.04.2021
5/5,0

Danke für die schnelle Beantwortung


ANTWORT VON

(99)

Wilhelmstrasse 16
52428 Jülich
Tel: 0246197420
Web: http://www.ratimrecht.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Familienrecht, Fachanwalt Verkehrsrecht, Fachanwalt Steuerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht, Kaufrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht