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Inkasso fordert offene Banksaldo vom 30.05.04


18.09.2007 13:20 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht



Hallo,
ich habe zum 30.05.04 mein Girokonto bei der Postbank gekündigt. Bin zu Citibank gewechselt mit der Bitte den offenstehenden Dispositionskredit zu begleichen. Habe einen Formular für die Ablöse bei der Citibank ausgefüllt und somit war der Fall für mich erledigt. Nun bekomme ich seit Mitte August von einer Inkasso Firma eine Aufforderung diesen offenen Betrag und natürlich jede Menge Verzugszinsen, Gebühren und sonst irgendwelche Auslagen zu begleichen, sonst Gericht. Nach dem ich mich dazu geäußert habe, indem ich mitteilte, dass ich nicht bereit bin alles zu bezahlen, da ich noch nie eine Mahnung oder dergleichen all die Jahre von der Postbank bekommen habe. Selbst nach einem Wohnungswechsel war meine neue Anschrift damals der Postbank bekannt, wurde ich überhaupt nicht darauf aufmerksam gemacht, dass noch eine offene Summe zu begleichen ist.
Die Antwort von Inkasso war kurz und knapp. Man hat mir den Auszug von dem Ablöseformular der Citibank zugeschickt, indem gekennzeichnet war, dass die Ablösesumme nicht ausgefüllt war und dass ich bitte das Geld überweisen soll.
Auch hierzu habe ich mich erneut bei der Inkasso schriftlich gemeldet und mitgeteilt, dass ich bereit bin die Summe in Raten abzubezahlen, allerdings ohne weitern Kosten, denn diese sind nicht durch mich verursacht worden. Bis jetzt noch keine Antwort erhalten.
Ich bin der Meinung, dass mein Fall noch nicht verjährt ist laut der gesetzl. Regelung.
Nun weiß ich nicht, ob ich tatsächlich für diese Unkosten aufkommen muss oder ich doch noch eine Chance habe meine Unschuld zu beweisen.
Vielen Dank!

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beanworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Richtigerweise ist die Forderung gegen Sie noch nicht verjährt.

Die Verzugszinsen könnten dann entfallen, wenn noch kein Verzug eingetreten ist. Dies könnte vorliegend der Fall sein, sofern Ihre Leistung infolge eines Umstandes nicht erfolgt ist, den Sie nicht zu verteten gehabt haben, § 286 IV BGB.
Ob ein solcher Umstand vorliegt ist anhand des Einzelfalls zu ermitteln und kann im Rahmen dieser Online- Anfrage nicht abschließend beantwortet werden.
Entscheidend werden die damaligen Vereinbarungen mit der Citybank über die Ablösevereinbarung sein.

Aber selbst wenn der Verzug gegeben sein sollte, sind die Inkassokosten nicht in beliebiger Höhe zu tragen. Nach überwiegender Rechtsprechung, beschränkt sich der Erstattungsanspruch darauf, was ein Anwalt für die außergerichtliche Geltendmachung verlangen kann. Dieser Erstattungsanspruch wird - ohne Kennntnis der Unterlagen - weit unter den geforderten Inkassokosten liegen.
Als Beispiel kann ich Ihnen mitteilen, dass sich die Rechtsanwaltskosten bei einem Forderungsbetrag von 4 000,- € auf 402,82 € brutto belaufen würden. Anhand dieses Beispiels können Sie eventuell die geltend gemachten Kosten einordnen.
Insofern sollte speziell die Höhe der geltendgemachten Kosten überprüft werden.


Ich empfehle Ihnen dringend, die Forderung des Inkassobüros durch einen Kollegen anhand der Unterlagen prüfen zu lassen. .

Sofern Sie nicht über die finanziellen Mittel zur Beauftragung eines Rechtsanwalts haben, können Sie beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen, so dass die Kosten des beauftragten Rechtsanwaltes bis auf eine Pauschale von 10 € vom Staat übernommen werden.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Günthner
Rechtsanwalt




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