Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Inkasso erhebt Gebühren ohne vorangegangener Mahnung und ignorierter Kündigung

| 25. April 2020 13:09 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


17:47

Ich habe am 03.01.2020 über das Unternehmen Volders, meinen Vertrag mit „Ihr Sonnenstudio" in Rotenburg gekündigt. Die Kündigung ging sowohl als Fax als auch per Einschreiben an das Sonnenstudio (Belege liegen vor). Es kam weder die Bestätigung der Kündigung, noch eine Mahnung. Da keinerlei Nachricht vom Unternehmen kam, habe ich die Beiträge zurückgehalten. Ende März2020 kam dann Post vom Inkassobüro mit einer offenen Forderung von 171,39€ (Gesamtforderung per 23.04.2020). Daraufhin habe ich einen Widerspruch mit der Information der Kündigung und Nichterhalt von einer Mahnung, an das Inkassobüro geschickt. Laut Inkassobüro wären angeblich Mahnungen rausgegangen, diese wurden angeblich an eine völlig falsche Adresse geschickt, worüber es aber keinen Nachweis gibt.
Über Volders habe ich die Sendungsnummer der von mir beantragten Kündigung angefordert und diese dann auch an das Inkassobüro weitergeleitet.
Heute kam ein erneutes Schreiben vom Inkassobüro, in dem steht, dass die Studiobetreiberin kein Kündigungsschreiben vorliegen habe, laut Sendungsverfolgung wurde diese aber definitiv dort zugestellt. Die Forderung bleibt somit laut Inkassobüro bestehen und fordert weiterhin die Gesamtforderung von 171,39€.
Ich habe bis heute weder die Bestätigung der Kündigung noch eine Mahnung zugestellt bekommen.
Wie soll ich mich nun verhalten, denn alle Belege von mir wurden ordnungsgemäß abgeschickt und zugestellt. Hiermit bitte ich um Hilfe beim weiteren Vorgehen.

25. April 2020 | 14:21

Antwort

von


(1225)
Radeberger Str. 2K
01796 Pirna
Tel: 03501/5163032
Web: https://RA-Peter-Eichhorn.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Ratsuchende,

lassen Sie mich Ihre Frage nach dem weiteren Vorgehen wie folgt beantworten.

Sonnenstudio und Inkassounternehmen können sich nicht lediglich darauf berufen, dass keine Kündigung vorliegen würde.

Zwar sind Sie für den Zugang des Kündigungsschreibens beweispflichtig und

der Beleg eines Einschreibens beweist noch nicht den Zugang der Kündigung, sondern nur den Zugang des/eines Briefumschlages. Die Gegenseite scheint aber nicht zu behaupten, nur einen leeren Umschlag oder eine leeres Blatt Papier erhalten zu haben. Zudem könnte ein Mitarbeiter des FIrma Volders bestätigen, dass er die Kündigung vor Versendung des Einschreibens in den Umschlag gesteckt hat.

Auch ein Fax-Sendebericht mit OK-Vermerk beweist - nach aktueller höchstrichterlicher Rechtslage - nicht den Zugang der Kündigung.

Im Wege der "sekundären Beweislast" reicht es aber auf der Gegenseite nicht aus, nur den Empfang zu bestreiten. Es muss dann vorgetragen werden, dass das Fax zu einer bestimmten Zeit nicht zugegangen ist.

Mangels Kenntnis des Sonnenstudiovertrages kann ich Ihnen allerdings nicht sagen, ob wegen eventueller Kündigungsfristen, nicht doch noch Beträge von Ihnen zu zahlen sind und ob Sie nicht auch ohne Mahnung in Verzug geraten konnten.


> Im Moment sollten Sie die Forderung des Inkassounternehmen (soweit es sich nicht um Beträge innerhalb einer Kündigungsfrist handelt) unter Verweis auf die Kündigung (erneut) zurückweisen (schriftlich und per Mail) und die damalige Kündigung und die Belege von Volders und dem Briefzusteller in Kopie mitschicken.

> Erklären Sie vorsorglich / "hilfsweise" die Kündigung erneut.

> Weitere Meldungen / Nachrichten Ihrerseits sind dann nicht mehr erforderlich. Erst wenn Sie einen gelben Umschlag (vom Gericht) erhalten, müssten Sie tätig werden.

(Sollte es zu einem Rechtsstreit kommen und Sie verlieren, weil das Gericht den Zugang der Kündigung nicht als bewiesen ansieht, müssten Sie den Forderung und die Kosten des Verfahrens tragen.)

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 25. April 2020 | 17:21

Danke für die Antwort, Sie haben geschrieben, ich kann/soll vorsorglich erneut die Kündigung erklären, wie ist das gemeint, soll ich die erneute Kündigung rückwirkend aussprechen, denn wenn ich jetzt die erneute Kündigung mit dem, beispielsweise heutigem Datum versende, wird der Vertrag vermutlich erst zum nächsten Jahr beendet werden und dies bedeutet, ich müsste, nur weil die angeblich keine Kündigung bekommen haben, für ein weiteres Jahr Beiträge zahlen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25. April 2020 | 17:47

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Wenn die Kündigung die Firma tatsächlich nicht erreicht hätte, müssten Sie weiter zahlen.

Mein Hinweis auf die nochmalige hilfsweise Kündigung jetzt mit aktuellem Datum soll sicherstellen, dass - wenn der Nachweis der Kündigung im Januar nicht gelingen sollte - zumindest zum nächsten Kündigungstermin das Vertragsverhältnis endet.

Hilfsweise bedeutig, für den Fall, dass die Januarkündigung bei der Gegenseite nicht angekommen wäre oder Sie das nicht beweisen könnten.

Wenn der Vertrag aber sowieso noch bis zum nächsten Jahr liefe, so ist die nochmalige Kündigung zum jetzigen Zeitpunkt nicht nötig. Sie sollten sich aber notieren, wann Sie spätestens kündigen müssten, wenn der Vertrag fortbestünde.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 27. April 2020 | 10:28

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Es wurde sehr schnell und soweit verständlich geantwortet, leider sind zu der Antwort vom Anwalt aber noch Fragen offen, da man nur 1x eine Frage stellen kann. Eine weitere Frage ist leider nicht möglich, was ich sehr schade finde.

"
Stellungnahme vom Anwalt:

Sie können mir auch direkt eine E-Mail mit Ihrer (Nach-)Frage schicken.

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Peter Eichhorn »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27. April 2020
4,8/5,0

Es wurde sehr schnell und soweit verständlich geantwortet, leider sind zu der Antwort vom Anwalt aber noch Fragen offen, da man nur 1x eine Frage stellen kann. Eine weitere Frage ist leider nicht möglich, was ich sehr schade finde.


ANTWORT VON

(1225)

Radeberger Str. 2K
01796 Pirna
Tel: 03501/5163032
Web: https://RA-Peter-Eichhorn.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Vertragsrecht, allgemein, Verwaltungsrecht, Mietrecht, Kaufrecht, Arbeitsrecht, Erbrecht, Verkehrsrecht, Zivilrecht, Strafrecht