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Inkasso durch Lindorff (Alt-Kredit Dresdner Bank 2002) Widerruf z. 20.6. sinnvoll?

| 18.06.2016 16:28 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


19:28

Zusammenfassung:

Kündigung Darlehen

aus einem Verbraucherdarlehn bei der Dresdner Bank wurde zum 16.12.2002 die Hauptforderung (€ 14.952,83) durch deren Zentrales Inkassobüro fällig gestellt. Bis 2007 tilgte ich €3.172,21, so dass € 11.780,62 seit 30.4.2007 als Hauptforderung der DB offen stehen. Incl. Verzugsschaden erhielt ich von der DB-Inkasso per 1.2.2008 eine „Forderungsmitteilung" über insgesamt € 16.424,53.
Seither gab es keinen Schriftverkehr mehr.
Erst am 8.6.2016 informierte mich die Commerzbank Group Intensive Care (CB) über den Verkauf der o.g. Forderung an die Lindorff Holding (LH). Zu keiner Zeit wußte ich, daß eine Abtretung und Kontenführung seitens der CB. zustande kam. Keine Mahnung, keine Information, keine Möglichkeit zu einer evtl. Einigung (Vergleich) o.ä. Die LH fordert nun incl. Zinsen und NK € 22.412,12 per 10.6.2016 ein.
Da ich weder einen Kreditvertrag mit der Commerzbank abgeschlossen, noch Kenntnis von einer Abtretung erhalten habe und mir nur das Schreiben der DB (2008) vorliegt, habe ich am 16.6. der LH meinen damit begründeten Einspruch/Wiederspruch gegen jegliche Forderung geschickt und auch damit begründet, daß es zu keiner Zeit einen Eintrag unter dieser Vertragsnummer bei der Schufa gab. Eine Reaktion steht natürlich noch aus.
Fragen:
1. Ist es im speziellen Fall zielführend, bei der DB noch vor dem 21.6.2016 diesen Altvertrag zu widerrufen, ohne daraus Nachteile zu erfahren bzw. schlafende Hunde zu wecken
2. Welche Chancen habe ich, die 3 jhrg. Verjährungsfrist durchsetzen zu können
3. Wie sollte ich nun strategisch korrekt vorgehen?
Ausgangslage: Ohne Einkommen im Alter von 76 Jahren müßte ich erneut die EV abgeben, wenn der Fall nicht in meinem Sinn (Verjährung o.ä.) zum Abschluss kommt. Ich werde wohl Antrag auf Beratungshilfe bzw. Verfahrenskostenhilfe bei der Stadt München stellen müssen.
Besten Dank für Ihre Bemühungen

18.06.2016 | 17:07

Antwort

von


(707)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich sollte unbedingt geprüft werden, ob ein Widerruf möglich ist, diese Chance würde ich mir nicht entgehen lassen.
Sie haben dann die Möglichkeit der Neufinanzierung - bei dem derzeitigen Zinsniveau wäre das eine Möglichkeit - allerdings sehe ich ein Problem aufgrund Ihres Alters bei einer Neukreditvergabe.

Aber prüfen würde ich es auf alle Fälle.

Des weiteren beginnt bei Zahlungen nach § 212 BGB die Verjährung erneut.

Wenn Sie allerdings nicht gemahnt worden sind (eine Kündigung ist noch keine Mahnung), beträgt die Verjährung 3 Jahre (Urteil des OLG Frankfurt am Main (23 U 68/12 ))
"Rückzahlungsforderungen von Banken aus Darlehen unterliegen der 3-jährigen Verjährungsfrist (§§ 195 , 199 BGB ), wenn die Bank nach Kündigung bzw. Fälligstellung nicht gemahnt hat."

Ich würde daher wie folgt vorgehen:
1. den Widerruf prüfen
2. Anwalt beauftragen, die Verjährung zu überprüfen

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 18.06.2016 | 18:35

Im Wesentlichen war das auch meine Einschätzung; ich wandte mich aber ganz gezielt deshalb an Sie, um die Kriterien bzgl. der 3 Jahresfrist-Verjährung/Hemmung im speziellen Fall zu erfahren,
1. ob bzw. ab wann die 10 jhrg. Hemmung wirksam wurde aus dem Dresdner-Bank Vertrag. (Wenn diese ab 2002 läuft, wäre ja alles nach 2015 verjährt gewesen)
2. Besteht überhaupt ein Vertrag zwischen mir und der Commerzbank, da ich nicht von einer Abtretung in Kenntnis gesetzt und nie gemahnt wurde, und ich somit nicht aktiv werden konnte (Vergleich o.ä.)

Bevor ich das Thema Widerruf (mit all seinen evtl. neg. Auswirkungen und Chancen)
(noch rechtzeitig???) prüfen kann, sind die Fristen-Thematik und die Aussichten vorrangig.
Danke für Ihr Verständnis für diese entscheidende Nachfrage.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.06.2016 | 19:28

Grundsätzlich beginnt die Hemmung ab Fälligstellung aufgrund der Änderung des neuen Schuldrechts. Selbst wenn Sie die 10 Jahre anwenden würden, wäre in der Regel eine Verjährung 2015 eingetreten - ABER: Sie haben getilgt, sodass die Verjährung neu beginnt. Daher wäre es hier durchaus kritisch, ob tatsächlich eine Verjährung eingetreten ist.
Es gilt §497 Abs. 3 BGB . Damit beträgt die Hemmung maximal 10 Jahre ab Verzug.
Das Problem bei Ihnen ist aber eben, dass Sie eben bis 2007 getilgt haben.
Ich sehe daher hier Probleme.
Es wäre zumindest ein Risiko, sich auf die Verjährung zu berufen.

Ich würde zwar die Prüfung des Widerrufsjokers prüfen lassen, aber damit muss Ihnen klar sein, dass wenn doch ein Verjährung vorliegen würde, Sie ein verjährtes Darlehen neu finanzieren und quasi die Schulden wieder neu aufleben lassen. Des weiteren ist eben auch die Problematik, ob Sie überhaupt bei dem Einkommen und Alter bei einer anderen Bank ein Darlehen bekommen würden. Oder Sie nehmen eben die Chance war und versuchen, sich auf die Verjährung zu berufen und hoffen, dass das erfolgreich bei Gericht durchgehen würde.

Die Abtretung Ihrer Forderung dürfte jedenfalls wirksam sein, eine Information des Schuldners ist nicht erforderlich (sog. stille Zession).
Sie können sich daher wohl nicht auf die fehlerhafte Abtretung berufen.

Bewertung des Fragestellers 20.06.2016 | 09:29

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