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Inkasso behält Titel und will weiter kassieren

| 27.01.2014 17:39 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Vor einigen Jahren konnte ich meine Versicherungsbeiträge bei der Württembergischen Vers. nicht mehr bezahlen und es erging MB und dann VB (2007).
Hauptforderung + Zinsen + NK = 250.- €
Die Rechtsabteilung der Württembergischen bot mir daraufhin eine Ratenzahlung mit 50.- €/monatl. an.
Das konnte ich leider nur 2 Monate durchhalten aufgrund finanzieller Schieflage.
Im Dez. 2008 erhielt ich ein Schreiben von der Creditreform Inkasso den VB in Höhe von inzw. 170.- € (inkl. Zinsen) in monatl. Raten von 20.- € zu zahlen.
Das habe ich dann sehr unregelmässig erfüllen können.
Als dann 2011 (nach meiner Rechnung) noch ca. 60.- € offen haben müsste, rief ich bei der Creditreform an, um den genauen Stand (inkl. Zinsen) zu erfahren, da ich jetzt den Rest überweisen wollte. Da teilte mir die zuständige Dame mit, dass aktuell noch 185.- € zu zahlen sei, da in dieser Summe auch noch 130.- € Inkassokosten enthalten sind.
Ich teilte ihr mit, dass ich nicht bereit sei, diese Kosten zu übernehmen, da mir diese Kostenübernahme vorher nicht mitgeteilt wurde und ausserdem eine Vollstreckung des VB nur ca. 25.- € an Kosten verursacht hätte. Dieser Vollstreckungsversuch wurde nur nie gemacht. Der VB ging von der Rechtsabteilung der Versicherung direkt an die Creditreform.
Ich bot ihr an zu der noch offenen Hauptforderung des VB 25.- € mit zu überweisen, die eine Vollstreckung gekostet hätte.
Das lehnte sie ab. Daraufhin überwies ich nur die noch offene Forderung des VB als Schlusszahlung und forderte die Herausgabe des Titels, da die Gläubigerin die Schadensminderungspflicht nicht beachtet hätte und statt die (für mich) günstige Variante der Vollstreckung, die teure Variante des Inkasso gewählt habe.
Natürlich habe ich bis heute den Titel nicht ausgehändigt bekommen, sondern nur weitere Zahlungsaufforderungen der Creditreform mit einer offenen Forderung von inzwischen 175.- €. Die ignoriere ich zwar inzwischen, doch habe ich die Befürchtung, dass sie irgendwann den VB vollstrecken könnten, obwohl er bezahlt ist, da sie es evtl. irgendwie schaffen, ihre Kosten darin unterzubringen.
Wie kann ich weiter vorgehen, um an den bezahlten VB zu kommen, ohne die, nach meiner Meinung, ungerechtfertigten hohen Kosten zu zahlen?
Noch eine Anmerkung: Mir wurde vorher nie mitgeteilt, dass durch die angebotene Ratenzahlung weitere Kosten entstehen, bzw. wie hoch diese werden. Auch habe ich nie in irgendeiner Form mitgeteilt, dass ich solche Kosten tragen würde.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1)

Sobald Sie die Schuld aus dem Vollstreckungsbescheid erfüllt haben, können Sie diesen von dem Inhaber herausverlangen. Wenn ich Sie richtig verstehe, wurde nur die Ausgangsforderung mit dem VB tituliert und nicht die Forderung des Inkassounternehmens. Wenn dies so ist, können Sie den VB also bereits dann herausverlangen, wenn die titulierte Forderung beglichen ist. Beachten Sie aber, dass Sie das Herausgabeverlangen erst dann gerichtlich durchsetzen können, wenn bereits Vollstreckungsmaßnahmen unternommen werden oder zumindest konkret drohen. Den noch offenen Geldbetrag sollten Sie daher an das Unternehmen überweisen und gleichzeitig mit Verweis auf die Restzahlung den VB herausverlangen.

2)

Hinsichtlich der Höhe der Kosten gilt in der Tat, dass das Inkassounternehmen nicht mehr verlangen darf als es ein Anwalt dürfte. Wie hoch diese Kosten sind, kann an dieser Stelle nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Da Zwangsvollstreckungsmaßnahmen nicht erfolgten, kann die hierfür anfallende Gebühr nicht verlangt werden. Hierfür können demnach keine Kosten angefallen sein.

Dann bliebe noch die Einigungsgebühr. Ob diese wegen der Ratenzahlung verlangt werden kann, hängt davon ab, ob Sie sich schriftlich hierzu verpflichtet haben. Da Sie sagen, dass Ihnen der Anfall weiterer Kosten nie mitgeteilt wurde, gehe ich hiervon jedoch nicht aus. An dieser Stelle sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Meinungen, ob überhaupt eine Einigungsgebühr verlangt werden kann, unter den Juristen unterschiedlich beurteilt wird. Die besseren Argumente liegen meines Erachtens auf Seiten derjenigen, die die Voraussetzungen für eine Einigungsgebühr als nicht gegeben ansehen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.01.2014 | 19:40

Zu 1: Ich habe den Betrag des VB bezahlt - aber an die Creditreform. Und die Creditreform sagt, dass ich ihnen auch die Inkassogebühren bezahlen soll. Ich habe die Creditreform aufgefordert, mir den VB zu übersenden. Sie gehen nicht darauf ein und schicken weiter Mahnungen, die langsam anwachsen.
Verstehe ich Sie richtig, dass ich den bezahlten VB vom Gläubiger zurückfordern soll, und nicht von der Creditreform, an die ich die Raten bezahlt habe?
Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.01.2014 | 20:17

Sehr geehrter Fragesteller,


Nochmals zur Klarstellung: Aus dem VB kann nur die titulierte Forderung vollstreckt werden. Tituliert sind aber nicht die Gebühren des Inkassounternehmens. Es reicht also, wenn sie die ursprüngliche vom VB umfasste Forderung bezahlen.

Wenn dies geschehen ist, können Sie den VB herausverlangen von dem Gläubiger herausverlangen. Sollte die Forderung nicht gänzlich an das Inkassounternehmen abgetreten worden sein, ist der Gläubiger immer noch die Versicherung.

Wenn das Inkassounternehmen die Herausgabe weiterhin verweigert, müssen Sie Ihren Anspruch gerichtlich durchsetzen.

Die eigenen Gebühren des Inkassounternehmens können nur durch ein weiteres Mahn- bzw. Gerichtsverfahren tituliert werden. Ob ihm das gelingen würde, ist aus den oben bereits ausgeführten Gründen jedoch zweifelhaft.

Praktisch am sinnvollsten ist es, bei Stellen anzuschreiben.

Ich mache darauf aufmerksam, dass die Hinweise auf der Annahme beruhen, dass die vom VB umfassten Forderungen vollständig bezahlt wurden und Sie keine Ratenzahlungsvereinbarungen unterschrieben haben. Ein Anspruch auf Zahlung der Gebühren besteht in diesem Falle nicht (s.o.).

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben. Sollten weitere Probleme auftreten, so stehe ich Ihnen im Rahmen der Mandatserteilung auch weiterhin gerne zur Verfügung


Mit freundlichen Grüßen,


A. Meyer

Bewertung des Fragestellers 29.01.2014 | 10:10

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