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Inkasso Unternehmen fragt per Email nach Adresse

27.07.2015 21:45 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Anforderung der Meldeadresse durch ein Inkassounternehmen per Email.

Hallo,

heute Abend erhalte ich Email ähnlich zu der unten von einem Inkasso Unternehmen, das im Auftrag einer Kabel/Telekomfirma agiert. Wie soll ich darauf reagieren? Aus meiner Sicht stellt das Vorgehen einen klaren Verstoß gegen §11a RDG dar, da keinerlei Infos zu Forderungsgrund, Angaben zu deren Art, Höhe und Entstehungsgrund vorhanden sind.

Ich habe die Kabelfirma angerufen und die haben bestätigt, dass es eine Forderung abgetreten wurde. Wir sind vor einem Jahr in ein neues Bundesland gezogen und haben daher eine neue Adresse. Mal abgesehen von der Email, ist das Vorgehen der Kabelfirma höchst fragwürdig, da zumindest nie über die Email versucht wurde eine etwaige Rechnung einzufordern.

Vielen Dank
------------------

Sehr geehrte Frau xxxx,

leider können wir Sie auf dem postalischen Weg nicht erreichen.

Wir, die yyy GmbH, sind von der Firma zzz mit der Beitreibung einer offenen Forderung beauftragt worden.

Um die vorliegende Rechtsangelegenheit schnellstmöglich klären zu können, bitten wir Sie, sich dringend unter den unten angegebenen Kontaktdaten mit uns in Verbindung zu setzen.

Bitte teilen Sie uns innerhalb der nächsten drei Tage Ihre aktuelle Anschrift mit, da wir sonst leider gezwungen sind eine Adressermittlung durchzuführen, wodurch für Sie weitere Kosten entstehen würden.

Ihr Aktenzeichen: xxx

Mit freundlichen Grüßen

27.07.2015 | 23:32

Antwort

von


(1466)
Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
Tel: 0176/61732353
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. § 11a RDG findet hier keine Anwendung, da noch keine Forderung mit dieser Email geltend gemacht wird.

2. Allerdings sind Sie in der Tat nicht verpflichtet auf eine solche Anfrage irgendwelche Daten zu übermitteln. Fordern Sie daher zunächst eine Vollmacht bzw. den Abtretungsvertrag an sowie einen Nachweis über die vermeintliche Forderung.

3. Teilen Sie mit, dass Sie sich nach Prüfung der angeforderten Unterlagen schriftlich an den vermeintlichen Vertragspartner bzw. das Inkassounternehmen wenden werden

4. Die Geltendmachung der Rechnung des Unternehmens erfolgt grundsätzlich schriftlich, soweit vertraglich nichts anderes vereinbart ist. Hatte das Unternehmen jedoch Ihre Emailadresse aus den Vertragsunterlagen, ist es dem Unternehmen zuzumuten Sie per Email zu kontaktieren. Gleichwohl sind Sie auch vertraglich verpflichtet bei einem Adresswechsel dem Unternehmen Ihre Folgeanschrift mitzuteilen.

Haben Sie Ihre neue Adresse mitgeteilt, besteht nunmehr kein Auskunftsanspruch, folglich auch kein Verzug, der Inkassogebühren rechtfertigt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Rückfrage vom Fragesteller 30.07.2015 | 21:41

Sehr geehrter Herr Schröter,

vielen Dank für Ihre Antwort. Eine Nachfrage: Wie soll ich mit der 3-Tage Frist und den angedrohten Kosten für eine Adressermittlung umgehen?

Beste Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.07.2015 | 11:05

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Die Frist ist zu kurz bemessen. Auch die Kosten einer Adressermittlung müssen Sie nicht erstatten, solange das Inkassounternehmen keinen Vollmachtsnachweis erbracht hat und die vermeintliche Forderung nachgewiesen hat.

Fordern Sie daher per Email einen Nachweis der Vollmacht und eine Forderungsaufstellung nebst Nachweis an, da Sie ansonsten von einer Spammail ausgehen müssen.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
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