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Inkasso Probleme...


| 27.11.2010 12:30 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa



Sehr geerte Damen und Herren

Ich wohnte damals mit einer Frau zusammen die es anscheinend nicht für nötig hielt mir gewisse Sachen mitzuteilen.

So habe ich am 4.11.2010 von der Creditreform erfahren das eine Altschuld (Nebenkostenabrechnung) der damaligen Mietsegelschaft vorliegt.

Laut des Inkasobüros existiert ein Gerichtlicher Titel über 30 Jahre Gültigkeit, den die Frau (Name) 11.05.2004 in Empfang genommen und Unterschrieben hat, ohne mein Wissen oder mich davon in Kenntnis zu setzen.

Das Inkasso unternehmen hat mich angeblich jetzt erst ausfindig gemacht und jetzt soll ich die Gesamt schuld alleine Bezahlen und wenn ich nicht zahle dann Pfänden sie mir mein Konto und oder mein Lohn.

1 Frage: wie kann ich mich dagegen währen? Ich bin Zahlung's willig aber wenn dann nur die Hälfte der gesamt schuld, den die Frau Steht als Schuldnerin mit drin.

2. Gibt es Verjährungsfristen und wenn ja wie sehen die aus? Den soviel wie ich mal gehört hab soll es keine 30Jahre Titel mehr geben?.

Die Frage 2 deswegen weil im Kleingedruckten des Inkassoschreibens steht das ich auf die Einrede der Verjährung verzichte und vor allem die Gesamtschuld anerkenne.. was ich mit Sicherheit NICHT Unterschreiben werde.

MFG ...

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Frage.

Ihren Ausführungen entnehme ich, dass ein gerichtlicher Titel sowohl gegen Sie als auch gegen die Dame, mit der Sie damals zusammen gewohnt haben, vorliegt. Da Sie offensichtlich als Gesamtschuldner in Anspruch genommen werden, kann der Gläubiger, hier die Creditreform als Bevollmächtigte, von Ihnen leider die gesamte Forderung verlangen. Im Innenverhältnis ist Ihnen Ihre damalige Lebensgefährtin ausgleichpflichtig und zwar zur Hälfte der Forderung.

Liegt eine gerichtlicher Titel vor, ich nehme an, dass es sich hierbei um einen Vollstreckungsbescheid handelt, so beträgt in der Tat die Verjährung der Forderung aus dem Titel gem. § 197 Abs. 1 Nr. 3 BGB 30 Jahre. Hier hat sich überhaupt nichts geändert. Die titulierte Forderung würde somit 2034 verjähren.

In der Sache selbst sollten Sie unverzüglich eine Kopie des Titels von der Creditreform anfordern mit dem Hinweis, dass Ihnen der gerichtliche Titel völlig unbekannt ist und Ihnen nie zugestellt wurde und gleichzeitig die Einrede der Verjährung erheben. Da keine Zustellung des Titels erfolgte, haben Sie die Möglichkeit gegen den Titel einen Rechtsbehelf einzulegen, bei einem Vollstreckungsbescheid wäre dies der Einspruch. Der Einspruch wird bei dem Gericht eingelegt, das die Forderung tituliert hat. Dies sollten Sie auf jeden Fall tun und zwar umgehend, sobald Ihnen das Gericht und das Aktenzeichen bekannt ist. Hier gilt es jetzt ganz schnell zu handeln.

Können Sie alsdann im Einspruchsverfahren nachweisen, dass Sie erstmals Kenntnis von dem Titel mit Übersendung der Kopie seitens der Creditreform erhielten bzw. Ihre damalige Lebensgefährtin Ihnen gegenüber die Zustellung des Titels vorenthielt, ist die gesamte Forderung zwischenzeitlich verjährt, denn insoweit gilt die dreijährige Verjährungsfrist gem. § 195 BGB ab Entstehung des Anspruches bzw. Rechnungserteilung.

Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieser Internetplattform eine erste rechtlcihe Orientierung gegeben zu haben und stehe bei Unklarheit gerne für eine Nachfrage zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß
Peter Dratwa
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 27.11.2010 | 14:15


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"
Sehr geerter Herr Peter Dratwa

ich danke ihnen sehr für ihre Rasche und sehr Hilfreiche Antwort.

Ich werde zunächst das Inkasso unternehmen anschreiben um den Titel anzufordern. Weiterhin werde ich anschließend beim Gericht ein Widerspruchsverfahren einleiten.

MFG ..."