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Inkasso Mahnbescheid wegen nicht zurückgegebener DVDs einer Videothek

22.12.2017 13:21 |
Preis: 25,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning


Folgendes Problem bei Mir.

Ich habe soeben ein Schreiben vom Anwalt eines Inkasso Unternehmens mit der Aufforderung den Betrag von 404,70 € bis zum 27.12.17 zu bezahlen. Als Grund sind nicht zurückgegebene DVD's bei einer Videothek, sollte der Betrag bis dahin nicht beglichen werden, wird mir mit Gerichtsverfahren gedroht.

Nun zum Problem an der Sache:
Die DVD's wurden lt. Schreiben am 24.05.2011 ausgeliehen und nicht mehr zurückgegeben. Ich bin jedoch im Juni 2010 aus Deutschland ausgewandert und wohne erst seit August 2017 wieder hier. Zwischen dieser Zeit war ich vielleicht 3-4 Mal zu Besuch in Deutschland, jedoch kann ich mich nicht erinnern dass ich in dieser Zeit DVDs aus der Videothek geliehen habe. Das Erste schreiben vom Inkasso Büro vor ca. 2 Monaten habe ich ignoriert aber nun kam das Schreiben vom Anwalt und ich weiß nicht wie Wichtig das ist bzw. muss ich diesen Betrag bezahlen? Ich habe nie eine Rechnung oder eine Mahnung von der Videothek bekommen, da ich ja zu dieser Zeit auch keine Deutsche Adresse hatte, einzig nur eine Mahnung vom Inkasso Büro und jetzt die Aufforderung vom Anwalt.

Meine Frage lautet also;
Soll ich Wiederspruch gegen diese Forderung einlegen? Da meiner Meinung nach, selbst wenn ich die DVDs nicht zurückgebracht hätte, müsste ja die Forderung bereits verjährt sein.. es sind immerhin über 6 Jahre her.

Danke im Voraus

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Die geltend gemachte Forderung stützt sich vermutlich auf eine unerlaubte Handlung, § 823 BGB. Ansprüche aus solchen unerlaubten Handlungen verjähren frühestens nach 10 Jahren, so dass Sie dem geltend gemachten Anspruch nicht eine eingetretene Verjährung entgegenhalten können. Aus diesem Grund sollten Sie dem Mahnbescheid aus Kostengründen nur dann widersprechen, wenn Sie sicher sein können, die DVDs seinerzeit nicht ausgeliehen zu haben.

Alternativ können Sie auch fristwahrend Widerspruch einlegen und gleichzeitig den Verleih um Nachweis des Entleihens der DVDs bitten. Die dann ermittelten Daten könnten Sie z.B., soweit vorhanden, mit eigenen Kalendereinträgen vergleichen, um festzustellen, ob Sie vielleicht ortsabwesend waren und die DVDs gar nicht hatten ausleihen können. Sollten Sie dann zu dem Ergebnis kommen, die Forderung sei berechtigt, könnten Sie den Widerspruch noch zurücknehmen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 22.12.2017 | 14:45

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

ich habe eben bei der Videothek angerufen und versucht einen Nachweis über das Entleihen der DVDs zu bekommen, aber man gab mir keine Auskunft, ich wurde einfach auf das Inkasso Unternehmen verwiesen.

Jetzt habe ich das Inkasso Büro angeschrieben mit der Bitte um einen Nachweis des Entleihens und eine Aufstellung wie sich der Betrag zusammensetzt.
Ich habe außerdem eine Kopie meines Reisepasses hinzugefügt wo ersichtlich ist, dass ich Deutschland bereits 2010 verlassen habe. Des weiteren finde ich im Reisepass keine Reisestempel die zu der Zeit des Entleihens übereinstimmen (24.05.2011), also kann ich diese DVDs gar nicht geliehen haben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.12.2017 | 21:58

Hallo und vielen Dank für das Feedback. Den Nachweis über ein etwaiges Entleihen kann Ihnen das Inkassounternehmen wohl nicht bringen; das kann wohl nur die Videothek leisten. Wenn diese sich sperrt, kann das ein Zeichen dafür sein, dass entsprechende Nachweise nicht mehr existieren - was einen Widerspruch gegen den Mahnbescheid empfehlen lässt.

Eine Frage noch, nachdem ich das bei meiner ersten Antwort leider fehlerhaft als vorausgesetzt angenommen hatte: Wurde im Ihnen zugestellten Mahnantrag als Rechtsgrund der Forderung eine "unerlaubte Handlung" angegeben? Falls nicht, was wurde dann als Forderungsgrund angegeben?

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Henning
Rechtsanwalt

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