Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
497.380
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Inkasso, Insolvenzrecht

07.07.2018 12:23 |
Preis: 60,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von


Zusammenfassung: Ausgabe hinterlegten Geldes bei mehreren Gläubigern

Einem Drittschuldner ( Kunde eines Handwerkers, Metallbauer) wird ein Pfändungs-und Überweisungsbeschluss zugestellt.
Der Auftrag wurde aber erst vergeben. Überdachkonstruktion aus Stahl, Eindeckung Plexiglas. Arbeiten wurden noch nicht durchgeführt.
Der Handwerker führt die Arbeiten soweit es möglich ist aus, erfüllt den Werkvertrag jedoch nur halb.
Die angebotenen Leistungen werden also unvollständig erbracht.
Der Pfüb verbietet dem Kunden eine weitere vereinbarte Abschlagzahlung für Wareneinkauf.(Dacheindeckung, Plexiglas).
Der Handwerker sieht sich gezwungen den Werkvertrag wegen Unerfüllbarkeit zu kündigen.
Wenig später stellt ein Gläubiger Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Gerichtsbeschluss im Anschluss, gemäß §21Abs 2 Nr.3 InsO, die Untersagung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen und sofortige Einstellung bereits eingeleiteter Zwangsvollstreckungsmaßnahmen wird anordnet.
Bei den ausgeführten Arbeiten ist eine erhebliche Gefahrengeneigtheit gegeben. Überdachkonstruktion mit
statischer Berechnung. Untergestell aus Stahl.
Dacheindeckungsarbeiten werden von einem dritten ausgeführt.
Der Handwerker, Metallbauer gibt nach Überprüfung sein Bauwerk frei, Unterkonstruktion, schließt seine ausgeführten Arbeiten also erst dann ab und stellt dem Kunden die Arbeiten in Rechnung.
Weil der Drittschuldner, Kunde, sich nicht sicher ist hinterlegt er das Geld bei Gericht.
Der Antrag auf Eröffnung eines Insoverfahrens wird mangels Masse abgelehnt.
Meine Frage nun:
Wenn steht das bei Gericht hinterlegte Geld zu. Dem Handwerker? Oder dem Gläubiger der den Pfändungs-und Überweisungsbeschluss eingereicht hat?


07.07.2018 | 14:06

Antwort

von


(83)
Hohenzollernring 57
50672 Köln
Tel: 0221 - 95279564
Web: http://www.wuebbe-rechtsanwalt.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Grundsätzlich steht derjenigen das hinterlegte Geld zu, für den es hinterlegt wurde.
Sind mehrere Gläubiger empfangsberechtigt, bestehen mehrere Möglichkeiten das Geld herauszuverlangen:
- Sämtliche potentielle Empfangsberechtigte einigen sich schriftlich darüber, an wen der hinterlegte Gegenstand herausgegeben werden soll.
- Die Berechtigung wird durch eine rechtskräftige Entscheidung festgestellt.
- Eine gegebenenfalls zuständige Behörde ersucht die Hinterlegungsstelle um Herausgabe.

Allen Herausgabeverlangen gleich ist, dass sie nur auf schriftlichem Antrag bei der Hinterlegungsstelle am zuständigen Amtsgericht erfolgen können.

Wenn also das hinterlegte Geld nicht nur für einen Gläubiger hinterlegt wurde, müssen sich beide Gläubiger einigen, bzw. jeder einen Antrag auf Herausgabe des Geldes an ihn stellen. Es entscheidet dann ein Gericht darüber, wem das Geld oder in welchem Umfang zusteht.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Wübbe

Nachfrage vom Fragesteller 08.07.2018 | 11:23

Gilt die Forderung des Handwerkers, Werklohn, die er gegen den Kunden hat als gepfändet. Sodas daraus resultierend er keinen Rechtsanspruch auf das hinterlegte Geld hätte.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.07.2018 | 14:58

Guten Tag!
Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich sehr gern wie folgt beantworten möchte.
Eine Forderungspfändung ist nur dann möglich, wenn ein Titel gegen die Forderung besteht. Eine Drittschuldnerpfändung müsste durch einen Gläubiger gesondert beantragt werden. Soweit dagegen kein Rechtsmittel eingelegt wird, besteht gegen den Drittschuldner durch den Gläubiger ein Anspruch auf Zahlung des dort genannten Anspruches. Somit wäre die Forderung "gepfändet". Das ist insoweit richtig.
Freundliche Grüße,
M. Wübbe
(Rechtsanwalt)


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
ANTWORT VON

(83)

Hohenzollernring 57
50672 Köln
Tel: 0221 - 95279564
Web: http://www.wuebbe-rechtsanwalt.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Insolvenzrecht, Strafrecht, Zivilrecht, Tierrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 63621 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr ausführlich, gut verständlich und vor allem eine hilfreiche Antwort da absolut nachvollziehbar. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr klare Antwort! Und gute Beratung für künftige Fälle. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr klare und kompetente Antwort. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER