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Inkasso Forderung von 2005

| 25.08.2019 16:01 |
Preis: 43,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Verjährung von Vollstreckungskosten und Zinsen

Hallo,
Ich habe eine Inkasso Forderung von 2005 bekommen. Die Hauptforderung wurde tituliert. Das heißt, das dies 30 Jahre gültig ist. Meine Frage bezieht sich auf die Nebenkosten; Zinsen GVZ Einigungsgebühren usw. Zwischen 2005 und 2007 sind damals Zwangsvollstreckungsmassnahmen erfolgt wie zb Vermögensauskuft und EV.
Ab 2008 kam dann nichts mehr bis Heute.

Meine Frage wäre jetzt, durch Zwangsvollstreckungs Maßnahmen beginnt die Verjährung ja erneut. Soviel ich weiß. Aber sind die entstanden Kosten zwischen 2005 und 2007 jetzt mit in den Titel drin, so das die dann auch 30 Jahre Gültigkeit haben oder nicht.

Normalerweise könnte ich jetzt alle Nebenstehende Kosten von 2005 bis 2016 als verjährt anrechnen.
Aber wenn die kosten von 2005 bis 2007 jetzt 30 Jahre Gültigkeit haben müsste ich mit der Verjährung ja erst ab 2007 rechnen bis 2016....

Ich hoffe ich konnte meine Frage sehr verständlich formulieren. Ich möchte mich nicht vor der Schuld drücken. Zahlen möchte ich. Aber eben nicht das was verjährt ist.

Sollte die Inkasso Firma dann jetzt eine Zwangsvollstreckung beantragen, könnte ich dann rechtmäßig eine Vollstreckungsabwehrklage machen. Sofern ich meine Schuld bezahlt habe.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Vollstreckungskosten selbst sind nicht tituliert, sondern eine Folge der Vollstreckungsmaßnahme. Danach verjähren Kosten und Zinsen, die nicht tituliert wurden, im Rahmen der regelmäßige Verjährungsfrist von 3 Jahren (§ 195 BGB ).

Die Verjährungsfrist beginnt auch hier mit dem Schluss des Kalenderjahres in dem der Anspruch entsanden ist. D.h. die Verjährung beginnt in dem Jahr in dem die Vollstreckungskosten angefallen sind.

Zur Vermeidung einer Verjährung werden regelmäßig die Zahlung auf diese Kosten und Zinsen verrechnet und die titulierte Hauptforderung zuletzt bedient.

Erfolgen keine verrechenbare Zahlungen muss der Gläubiger die angefallen Kosten ebenfalls titulieren, um die regelmäßige Verjährung nach drei Jahren zum Schluss eines Kalenderjahres zu vermeiden.

Zur weiteren Vorgehensweise sollten Sie daher das Inkassounternehmen auffordern, die verjährten Kosten und Zinsen aus der Forderungsufstellung herauszunehmen. Dadurch reduziert sich die Forderung meist erheblich, insbesondere durch den Wegfall verjährter Zinsen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 27.08.2019 | 00:21

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