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Inkasso-Forderung ungerechtfertigt -angreifbar?

| 16.08.2013 10:37 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


11:56

Zusammenfassung: Bei überraschenden Vollstreckungsmaßnahmen kann es sich lohnen, die ordnungsgemäße Zustellung des Vollstreckungstitels zu prüfen (siehe Ratgeber: „Der fehlerhaft zugestellte Vollstreckungsbescheid" (http://www.123recht.net/article.asp?a=131622)

Sehr geehrte Damen und Herren,

es liegt mir seit einiger Zeit eine Inkassoforderung vor für welche es schon 2001 einen Vollstreckungsbescheid gab, zu dieser Zeit trennte ich von meiner Ex- Frau und hatte leider keine Gelegenheit gegen Mahnbescheid noch gegen einen Vollstreckungsbescheid vorzugehen, da mir diese persönlich nie zugingen.
Jetzt 2012 hörte ich zum ersten mal wieder vom Inkasso- Unternehmen über einen GV und über die Forderung der HUTCHISON Telecom, bei welcher ich nie Kunde war!

Entsprechend habe ich dem Inkassounternehmen mitgeteilt dass ich den Forderungen im vollen Umfang widerspreche und das Unternehmen gebeten mir vom Mandanten Kopien der Rechnungen und wie auch eine Vertragskopie zukommen zu lassen! Als Antwort bekam ich folgenden Satz „ Weder Rechnungen, noch ein Vertrag ist greifbar" mit anderen Worten „gibt es nicht"
Weiter habe ich festgestellt dass im Vollstreckungsbescheid die HUTCHISON Telecom vermerkt ist, die es in dieser Form nicht mehr gibt, die Forderung über das Inkasso aber über die „The Phone House GmbH" eingefordert wird. Hier gab es im Jahre 2003 eine Übernahme der HUTCHISON durch „The Phone House GmbH"

Da das Inkasso einen Titel hat und jederzeit berechtigt ist zu vollstrecken und ich leider nie die Möglichkeit hatte rechtzeitig Widerspruch einzulegen, wie stehen die Chancen jetzt noch dieser ungerechtfertigten Forderung zu wiedersprechen z.B. über eine Vollstreckungsgegenklage???

Ich bin mir auch sicher dass meine Ex- Frau kein Vertragsverhältnis zu HUTCHISON hatte, falls die Frage kommen sollte!

Freue mich auf Antwort.

Grüße

16.08.2013 | 11:28

Antwort

von


(488)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
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Sehr geehrter Fragesteller!

Eine Vollstreckungsgegenklage hilft in Ihrem Fall leider nicht. Auch kann die Rechtsnachfolgerin der Hutchinson Telecom grundsätzlich aus deren Titeln vollstrecken.

Sie haben jedoch die Möglichkeit, noch Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid einzulegen, wenn Ihnen dieser seinerzeit nicht wirksam zugestellt worden ist und Sie auch sonst keine Kenntnis von dem Vollstreckungsbescheid erlangt hatten.

In diesem Fall beginnt die 2-wöchige Frist, innerhalb der Einspruch eingelegt werden kann, nämlich erst mit der tatsächlichen Kenntnisnahme (§ 189 ZPO).

Lassen Sie sich also – falls noch nicht geschehen – vom Gerichtsvollzieher eine Kopie des Vollstreckungsbescheides geben und legen Sie Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid ein, wobei Sie auf die unwirksame Zustellung hinweisen.

Ratsam ist es, sich dabei anwaltlicher Hilfe zu bedienen. Ich stehe insofern gern zur Verfügung.

Ich erlaube mir darauf hinzuweisen, daß ich in ähnlichen Fällen bereits mehrfach Vollstreckungsbescheide erfolgreich angefochten habe, obwohl die Einspruchsfrist „eigentlich" bereits seit Jahren abgelaufen war (vgl. auch meinen Ratgeber: „Der fehlerhaft zugestellte Vollstreckungsbescheid" hier auf diesem Portal http://www.123recht.net/article.asp?a=131622).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Vasel, Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 16.08.2013 | 11:36

recht herzlichen Dank für Ihre Antwort, d.h. dann wohl ich muss zahlen, wenn die Einspruchsfrist abgelaufen ist, ob die Forderung gerechtfertigt ist oder nicht ann also haltlose Forderungen stellen und wenn niemand wiederspricht muss gezhalt werden ob es vertragliche Grundlagen gibt oder nicht spielt in unserem Rechtsstaat keine Rolle?! ...Und die Inkassogebühren wie auch Zinsen etc. welche zur einer haltlosen Forderung geören sind auch zu zahlen?!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.08.2013 | 11:56

Sehr geehrter Fragesteller,

möglicherweise habe ich mich mißverständlich ausgedrückt:

Sie müssen nur dann zahlen, wenn Ihnen der Vollstreckungsbescheid bekannt war und Sie die 2-wöchige Einspruchsfrist versäumt haben, ansonsten können Sie noch – und wahrscheinlich erfolgreich - Einspruch einlegen.

In diesem Fall müssen Sie Inkassokosten in der Höhe zahlen, wie sie ein Rechtsanwalt verlangen könnte (hängt von der Höhe der Forderung ab, bei 1.100 € Gesamtforderung z. B. betrugen die RA-Kosten in der Zwangsvollstreckung bis 31.07.2013 36,41 €, seit 01.08.2013 49,27 €).

Die Zinsen verjähren nach 3 Jahren, wenn der Gerichtsvollzieher erstmals 2012 bei Ihnen war, sind die Zinsen bis 31.12.2008 verjährt, die Verjährungseinrede müssen Sie gegenüber dem Gerichtsvollzieher erheben.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.08.2013 | 12:04

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