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Inkasso - Forderung nach 9 Jahren


| 01.01.2018 20:22 |
Preis: 43,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.



Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2006 nahm ich über ein Belgisches Kreditinstitut einen Kredit von 20000 Euro auf.
Dieser wurde 3 Jahre auch regelmäßig getilgt. Durch eine finanzielle Notlage setzte ich die Ratenzahlung aus.
2009 kontaktierte mich ein Hamburger Inkassobüro und verangte die Rückzahlung des Restbetrages.
Ich bot dem Inkassounternehmen einen vergleich von 30 % an, der auch angenommen wurde.
Ich leistete sofort die Zahlung und bekam auch ein Erledigungsschreiben.
Leider habe ich keinerlei Unterlagen mehr von dem Kredit, Lastschrieft und Unterlagen vom Inkassounternehmen.

Jetzt im Dezember 2017 bekam ich wieder Post von einem anderen Inkassounternehmen das mich zur Zahlung von dem Restbetrag von 11000 Euro zuzüglich 9500 Euro Zinsen und Gebühren auffordert.

Es gab nie einen gerichtliche Mahnung und es besteht kein Titel gegen mich.

Meine Frage: Sind die Vorderungen verjährt und bin ich nach dieser langen Zeit noch zur Zahlung verpflichtet??
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Auch Darlehensforderungen sowie Zinsen aus Darlehen verjähren innerhalb der regelmäßigen Verjährungsfrist von 3 Jahren, vgl. §§ 195, 199 BGB.

Problematisch ist die Sach- und Rechtslage deshalb, weil Sie keine Unterlagen mehr haben. Wurde das Darlehen nämlich nicht gekündigt (und "nur" die Tilgungs- und Zinszahlungen nicht mehr geleistet), kann im Falle einer Kündigung die offene Darlehensforderung noch einforderbar sein. Hier kommt es auch auf die Regelungen im Darlehensvertrag an. Zinsen könnten nur 3 Jahre rückwirkend eingefordert werden (Verjährung).

Wenn Sie auch die Bestätigung bzgl. der Erledigung aus dem Jahre 2009 nicht mehr haben, könnten Sie noch Kontoauszüge aus diesem Zeitraum anfordern. Ggf. haben Sie als Überweisungszweck damals eine Bezeichnung wie "Vergleichszahlung" etc. benannt. Dies könnten Sie dann als Nachweis vorlegen.

Ggü. der aktuellen Zahlungsforderung des Inkassounternehmens können Sie sich schriftlich zunächst auf Verjährung berufen. Weiter können Sie mitteilen, dass die Sache wegen Verglelich aus dem Jahre 2009 erledigt wurde. Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie einen Rechtsanwalt mit der Abwehr des geltend gemachten Anspruchs beauftragen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 02.01.2018 | 21:00

Guten Abend,

nach langer Suche habe ich ein Bestätigungsschreiben von dem ersten Inkassobüro gefunden.
Orginal. Zitat :
Wir bestätigen Ihnen hiermit, das von dieser Seite in der zur oben genannten Aktennummer vorliegenden Forderungsangelegenheit keine weiteren Rechte mehr gegen Sie geltend gemacht werden.
Die Verzugsfolgen früherer Mahnungen des Gläubigers bleiben hiervon unberührt.

Würde dieses Schreiben meine Lage verbessern?
Bezieht sich die jetzige Forderung evtl auf die Zinsen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.01.2018 | 21:29

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

mit diesem Schreiben können Sie nachweisen, dass sich die Sache (damals) erledigt hat.

Ein Zahlungsanspruch besteht somit nicht mehr. Eine Übersendung sollte nur in Kopie erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 04.01.2018 | 11:27


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