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Inkasso-Forderung

| 08.03.2015 15:10 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.


Zusammenfassung: Verjährung einer Darlehensforderung

Sehr geehrte Damen und Herren,
entsprechend Ihrem Angebot zur Rechtsberatung wende ich mich
sehr gern an Sie, mit der Bitte im nachfolgenden Fall einen anwaltlichen Rat zu erteilen.

Nun zum Sachverhalt, der nach meiner Meinung einer Verjährung zugeordnet werden könnte.
Von einem Inkassounternehmen habe ich am 27.02.2015 eine Zahlungsaufforderung
erhalten. Schon hier versucht dieses Unternehmen einen hohen Zeitdruck aufzubauen,
da man zu allen Entscheidungen sehr kurze Fristen (7 Tage) vorgibt.
Das Inkassounternehmen meldet Ansprüche aus einem Darlehensvertrag vom 15.01.1999 an.
Die Auflistung des Inkassounternehmen stellt sich so dar:
Hauptforderung:
Mahnkosten der Auftraggeberin:
Inkassovergütung: (evtl. angefallene Ermittlungskosten)
Weiterer Verzugsschaden:
Gesamtbetrag:
Nach meiner Aufforderung mir entsprechende Unterlagen zu übergeben
wurde mir ein Kreditvertrag von einer Bank mit Datum 11.01.1999 und ein Kaufvertrag
für einen gebrauchten PKW mit Datum 11.01.1999 und 13.01.1999 zugesandt.
Nach 16 Jahren stellt dieses Inkassounternehmen nun eine Forderung dazu auf.
Natürlich kann ich diese Verträge aus dem Jahr 1999 nicht kommentieren.
Bis zum 27.02.2015 erfolgte nie eine Zahlungsaufforderung, eine Mahnung oder andere
Aufforderungen.
Nach meinen jetzigen Überprüfungen hat die Bank aus dem Jahr 1999 nicht lange existiert und
ihre Daten oder Unterlagen an eine andere Bank weiter gegeben. Diese hat dieses wahrscheinlich
wiederholt bis diese Daten im Jahr 2013 von diesem Inkassounternehmen preiswert aufgekauft wurden.
Ich vermute hier im geschilderten Fall eine eingetretene Verjährung und gehe durch die Vorgehensweise dieses Inkassounternehmen davon aus, dass auch dieses Unternehmen dieses weiß .
Aus diesem Grund versucht man mich durch schnelle und kurzfristige Fristen zu Zahlungszusagen und anderen Aussagen zu drängen.
Bitte teilen Sie mir mit wie sich die Sachlage in diesem Fall laut Ihren anwaltlichen Kenntnissen darstellt.
Wenn es sich um eine Verjährung handeln sollte, kann oder sollte ich jetzt diesem Inkassounternehmen mitteilen dass ich die Einrede der Verjährung nach § … erhebe ?
Welche Aussagen sollte ich machen und welche sollte ich auf keinem Fall diesem Unternehmen gegenüber machen.
Und was kann ich machen, wenn dieser Fall nicht der Verjährung unterliegt ?
Für Ihre Bemühungen und Ihre Rückantwort bedanke ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1. Bitte teilen Sie mir mit wie sich die Sachlage in diesem Fall laut Ihren anwaltlichen Kenntnissen darstellt.

Ob die Forderung verjährt ist oder nicht, hängt davon ab, wann jeweilige Ratenzahlungen fällig wurde. Das Jahr, in dem der Darlehensvertrag abgeschlossen wurde, spielt keine Rolle. Die Regelverjährung beträgt 3 Jahre. Wenn die letzte Rate z. B. im Jahre 2011 zu zahlen wäre, wäre die Forderung (aber nur in der Höhe dieser Rate) zum Ablauf des Tages 31.12.14 verjährt. D.h. falls es die Zahlungen gibt, die im 2012 und später fällig waren, ist die Forderung insoweit nicht verjährt.


2. Wenn es sich um eine Verjährung handeln sollte, kann oder sollte ich jetzt diesem Inkassounternehmen mitteilen dass ich die Einrede der Verjährung nach § … erhebe ?


Auf jeden Fall. Sonst meldet das Inkassounternehmen Sie zu Schufa ein. Beispieltext: „ Gegen Ihre Forderung erhebe ich die Einrede der Verjährung nach § 214 Abs. 1 BGB und werde sie nicht begleichen".


3. Welche Aussagen sollte ich machen und welche sollte ich auf keinem Fall diesem Unternehmen gegenüber machen.

Wenn die Verjährung eingetreten ist, brauchen Sie außer der Einrede der Verjährung keine Angaben zu machen.

4.Und was kann ich machen, wenn dieser Fall nicht der Verjährung unterliegt?

In dem Fall würde ich empfehlen, die Unterlagen vom Inkassounternehmen anzufordern, aus denen ersichtlich ist, dass die Forderung der Bank tatsächlich an das Inkassounternehmen abgetreten wurde (Abtretungserklärung usw). Sollte das der Fall sein, müssen Sie leider zahlen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 08.03.2015 | 17:51

Werte Frau Rechtsanwältin,

besten Dank für Ihre schnelle und konkrete Antwort.
Um meine Anfrage zu Ihrer Antwort nochmals abzusichern teile ich
einen wichtigen Teil noch nach.
Der Kreditvertrag/Kaufvertrag hat das Datum 11.01.1999.
Ab 15.02.1999 sind im Vertrag 59 Folgeraten (Monate) eingetragen.
Immer zum 15. eines Monats.
Nach meiner Rechnung wäre damit die letzte Rate im Januar 2004
fällig gewesen.
Damit müsste laut Ihrer Aussage eine Verjährung zumindest ab 2007
zutreffen.
Nochmals besten Dank für Ihre Bemühungen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.03.2015 | 18:05

... ja, völlig richtig

freundliche Grüße

Bewertung des Fragestellers 08.03.2015 | 18:25

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Stellungnahme vom Anwalt:
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