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Inkasso Creditreform Hagen


| 26.10.2006 17:08 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen



Hallo,

vor 6 Wochen bekam ich ein Schreiben von der "Creditreform Hagen", einem Inkassobüro.

Betreff: Vollstreckungsbescheid vom 05.01.1990 !!!

(Seit 15 Jahren hatte ich nichts mehr von denen gehört)

In dem Schreiben wurde ich aufgefordert, für einen rechtskräftigen Titel insg. 720,- Euro zu bezahlen.
In meinem Antwortschreiben lehnte ich die Forderung "mangels Vorlage der Vollmacht gemäß §§174, 410BGB ab."

Daraufhin bekam ich wieder ein Schreiben von der Creditreform mit einer Kopie (also nicht dem Original) einer Abtretungsurkunde.
Und diesmal teilten Sie mir mit, dass ich nicht mehr die 720,- Euro sondern nur noch 180,- euro zu zahlen hätte, da ich ja doch schon ~ 450,- D-Mark (225,- Euro) im Jahr 1990 bezahlt hätte. Dies Versehen täte denen zwar leid- aber zahlen müsste ich.

Darufhin bat ich widerum um das Original der Abtretungsurkunde da ich sonst keine Zahlungen leisten könnte.

Dann bekam ich ein Schreiben mit einer Kopie des Vollstreckungsbescheides von 1990 und einer letzten Zahlfrist bis zum 30.10.2006, da man sonst einen Gerichtsvollzieher beauftragen würde.

Was soll ich jetzt tun???

Die Fakten:

Vollstreckungsbescheid v. 5.1.1990
Hauptforderung 477,62 D-Mark
Kosten 43,30 D-Mark

Gesamt 520,92 D-Mark

von mir bezahlt: 3 Raten zu je 150,- D-Mark in 1990

Freundliche Grüße
Sehr geeherter Ratsuchender,

soweit tatsächlich ein wirksamer Vollstreckungsbescheid gegen Sie vorliegt und die erhobene Restforderung von Ihnen nachvollziehbar ist, sollten Sie es nicht zu weiteren Vollstreckungsmaßnahmen kommen lassen und den noch offenen Betrag ausgleichen.

Das die Forderung zum jetzigen Zeitpunkt nur noch schwer prüfbar ist und eventuelle Nachweise bisheriger Tilgung nicht mehr auffindbar sind, geht leider zu Ihren Lasten.

Mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.10.2006 | 12:44

Hallo Herr Kaussen,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Leider, so erhoffte ich, würde ich mich einer so hohen Zahlung entziehen können, da der Vollstreckungsbescheid von 1990 ist und das Inkasssobüro sich seit dieser Zeit nicht mehr gemeldet hat. Sind die denn nicht verpflichtet, sich in einem gewissen Zeitrahmen zu melden, sodass nicht so exorbitant hohe Gebühren und Zinsen anfallen?
Ich meine, es fehlte eine Restsumme von 77,- D-Mark (38,- Euro)und nun soll ich fast 360,- D-Mark (180,- Euro), also fast das 5-fache,zahlen!

Wie kann man das außerdem erklären, dass die Credireform erst weit über 700,- Euro wollten und plötzlich "nur" noch 180,- Euro.
Ist das nicht ein Täuschungversuch den ich für mich ausnutzen kann?

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.10.2006 | 16:39

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ein Vollstreckungsbescheid verjährt erst nach 30 Jahren. Der jeweilige Gläubiger kann sich also lange Zeit lassen, die titulierte Forderung einzufordern.

Allerdings verjähren die Zinsen auf die Hauptforderung in dem von Ihnen geschilderten Fall jeweils nach 3 Jahren, wenn die Verjährung nicht durch z.B. Zwangsvollstreckungsmaßnahmen unterbrochen wird. Sie sollten daher in jedem Fall hinsichtlich möglicher Zinsforderungen die Einrede der Verjährung erheben.

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"Leider ging der Anwalt nicht auf spezifische Fragen ein, wie jene, ob ich denn nun das Original der Abtretungsurkunde verlangen darf/muss oder ob es sich um einen Täuschungsversuch des Inkassobüros handelt oder nicht und wenn ja, ob ich das nicht für meine Zwecke ausnutzen kann???
Nun fehlen mir diese Informationen und ich muss, wohl oder übel, löhnen, da ich nicht noch mehr Kosten aufgehalst bekommen möchte. "