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Inkasso Bad Hmburger / Vollstreckungsbescheid aus 1998


| 16.11.2013 15:59 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen



Hallo,

ich habe vor ca. 14 Tagen ein Schreiben der Bad Hamburger Inkasso Gmbh erhalten mit der Aufforderung 9.325,23 Euro zu zahlen incl. Zahlkatre über den Betrag.

Bei einem Anruf im dortigen Servicecenter haben ich erfahren, dass man mir schon mehrmals angeschrieben hat. Die von mir angeforderte Zahlungsaufstellung habe ich jetzt erhalten, incl.einer Kopie des Vollstreckungsbecheid vom 26.03.1998 11.023,41 DM ( incl. Zinsen bis 11.02.98)

Wen ich diesen DM Betrag in Euro umrechne erhalte ich einen Betrag von 5.653 Euro. Die Aufstellung des inkasso Büro gibt aber eine Hauptforderung (verzinslich?) von 4.220,48 Euro (valuta 28.04.2013)an. Es werden 3.652,26 Euro manuell ausgerechnete Zinsen angeben und Zinsen, Inkassokosten, Kontoführungsgebühren bis zum 23.10.2013 von 1.299 Euro aufgeführt.

Die titulierte Forderung durch die damalige Bank ist berechtigt !

Der Titel ist bisher nicht zur Vollstreckung gekommen. Welche Zinsen sind verjährt ? Wie kommt man zur einer Hauptforderung von 4.220,48 Euro ? Soll ich nichts anerkennen ?

Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte. Bitte haben Sie zunächst Verständnis dafür, dass durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits die rechtliche Beurteilung anders ausfallen kann. Eine Beratung innerhalb dieses Forums stellt nur eine erste rechtliche Orientierung dar und kann den Gang zu einem Rechtsanwalt vor Ort im Zweifel nicht ersetzen.

Gemäß § 195 BGB beträgt die Verjährungsfrist für Zinsen als Nebenanspruch, soweit diese nicht tituliert sind, drei Jahre. Die Zinsen bis zum 11.02.98, die tituliert sind, sind demnach nicht verjährt. Die dann folgenden Zinsen, bis zum 31.12.2009, hingegen dürften verjährt sein. Zinsen ab dem 1.1.2010 verjähren zum Ende dieses Jahres.

Ohne die entsprechenden Unterlagen gesehen zu haben kann ich leider nicht beantworten, wie diese Hauptforderung in Höhe von EUR 4.220,48 zustande gekommen ist. Ich stimme Ihnen insoweit zu, als dass die von Ihnen vorgenommene Umrechnung von DM in EUR zutreffend ist. Da hier jedoch weniger tituliert ist, ist das für Sie jedoch vorteilhaft.

Hinsichtlich der Inkassokosten kann die Forderung überhöht sein. Hier haben die Gerichte oft ganz andere Vorstellungen was „berechtigt" ist, verglichen mit den Inkassounternehmen.

Ich würde anregen mit dem Inkassounternehmen in Kontakt zu treten und mit dem Hinweis auf teilweise verjährte Forderungen eine gütliche Einigung herbei zu führen. „Nichts anzuerkennen" ist jedenfalls im Hinblick auf die titulierte Forderung nicht erfolgversprechend.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen einen hilfreichen rechtlichen Überblick verschafft und die aufgeworfenen Fragen damit zufriedenstellend beantwortet zu haben. Bitte beachten Sie, dass es sich hier lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung handelt.
Bewertung des Fragestellers 16.11.2013 | 18:25


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