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Inkasso, Mahnbescheid

17.02.2015 13:04 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Meine Exfrau schuldet mir einem Betrag, worueber es auch einen Darlehnsverag gibt, wir haben damals vereinbart das sie mir das Geld bezahlt sobald ihre Mutter verstirbt und sie erbt! Das ganze ist auch so im Vertrag festgehalten.
Mein Problem ist folgendes; meine Exfrau ist depresiv, hatte auch eine Betreuerin und geht weder ans Telefon noch hat sie ein Namensschild an ihrere Haustuer.
In 2014, konnte ich mit Glueck Kontakt aufnehmen und sie dazu bewegen mir einen kleinen Teil zu ueberweisen. Da ich aber seidem erfolglos blieb, habe ich mir im Internet ein Anwaltsbuero herausgesucht und kontraktiert um meine Forderung einzutreiben.
Meine Ideei Mahnbescheid, wenn kein Einspruch dann Vollstreckungsbescheid, gerichtsvollzieher und halt vollstrecken, denn Kapital ist da. (Das Erbe war recht gut und das meiste befindet sich angelegt auf Bankkonten)
Der erste Versuch den Mahnbescheid zuzustellen kam zurueck Person unter dieser Adresse unbekannt!
Daraufhin um das ganze ofiziel zu bestaetigen, Auskunft vom Einwohnermeldeamt: Person unbekannt verzogen.
Da ich mir aber sicher bin das sie nicht umgezogen ist und unter dieser Adresse wohnt, haben wir eine erweiterte Adressauskunft gemacht, die auch positiv war.
Also erneuter Versuch den Mahnbescheid zu zustellen, eventuell durch Gerichtsvollzieher.
Darufhin teilte mir das Anwaltsbuero mit, man koenne einen Mahnbescheid weder oeffentlich oder per gericht zu stellen lassen.
Sein Rat Klage einzureichen, dann haette man einen Volllstreckbaren Titel, aber dann waere es hal trotzdem mit der Vollstreckung schwierig, weil meine Ex halt nicht auffindbar ist.
Ehrlich gesagt bin ich nicht bereit auf mein Geld zu verzichten nur weil sie kein Namensschild an der Tuer hat und somit fuer die Post halt nich existiert.
Vielleicht hat sie sich ja auch beim Einwohnermeldeamt abgemeldet, das weiss ich nicht, aber Fakt ist, das sie nachwievor unter der Ardesse wohnt und Strom bezahlt, wahrscheinlich auch Krankenkasse und Bankkonten hat. Also alles andere als untergetaucht!

Kann mir jemand einen Tip geben wie ich de Mahnbescheid zustellen kann?
Habe schon mit dem Gedanken gespielt das Ordnungsamt ein zu schalten, denn wenn sie nicht gemeldet ist dann ist das zumindest eine Ordnungswidrigkeit, aber hilft mir das weiter?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte.

Dass Sie nicht auf Ihr Geld verzichten möchten, kann ich sehr gut verstehen und das müssen Sie auch nicht. Da der vollumfängliche Sachverhalt mit ggfs. relevanten Details hier unbekannt ist, kann ich Ihnen lediglich grundsätzliche Ausführungen geben, für die ich im Folgenden voraussetze, dass Ihre Ex-Frau zum damaligen Zeitpunkt des Darlehensvertragsschlusses nicht etwa geschäftsunfähig war, die Forderung aus dem geschlossenen Darlehensvertrag besteht und auch bereits fällig ist. Insoweit scheinen Sie ja auch anwaltlich vertreten zu sein.

Eine Öffentliche Zustellung im Sinne des § 185 ZPO ist bei Mahnbescheiden nicht möglich, daher muss Ihnen stets eine zustellfähige Anschrift Ihrer Ex-Frau als Schuldnerin vorliegen. Eine Öffentliche Zustellung des späteren Vollstreckungsbescheids ist allerdings möglich.

Mit einer Klageerhebung dürften Sie meines Erachtens auf dasselbe Problem der Zustellung stoßen, da auch die Klage der beklagten Partei zugestellt werden muss. Besprechen Sie dies erneut mit Ihrem Anwaltsbüro.

Nun zu weiteren Zustellmöglichkeiten.

Sofern sich Ihre Ex-Frau beispielsweise bei einem Bekannten aufhält, könnte eine „c/o-Zustellung" in Betracht kommen.

Soweit es sich bei der Ihrerseits angesprochenen „Betreuerin" um eine Betreuung im Sinne des Gesetzes handelt, so ist diese Betreuerin grundsätzlich auch gesetzliche Vertreterin Ihrer Ex-Frau, so dass ein Mahnbescheid auch an die Betreuerin zugestellt werden kann. Allerdings schreiben Sie, dass Ihre Ex-Frau eine Betreuerin „hatte".

Falls Ihre Ex-Frau einer beruflichen Tätigkeit nachgeht und Arbeitnehmerin ist, kommt auch die Zustellung beim Arbeitgeber in Betracht.

Sie schreiben, dass eine Anfrage beim Einwohnermeldeamt positiv verlief. Weiter schreiben Sie, dass Ihre Ex-Frau Rechnungen bezahlt, so dass ich davon ausgehe, dass sie unter irgendeiner Adresse auch Post empfängt. Ihr Anwaltsbüro kann daher die aktuelle Anschrift auch bei der Post anfragen. Dazu sollte ein entsprechender Antrag bei der Post gestellt werden. Dies führt meist effektiver zum gewünschten Ergebnis als eine Anfrage beim Einwohnermeldeamt.

Eine seltenere und etwas kniffeligere Möglichkeit ist auch die Zustellung durch den Wachtmeister des Amtsgerichts. Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass sich Ihre Ex-Frau zu einer ganz bestimmten Uhrzeit an einem ganz bestimmten Ort aufhält, also bei ihrer gegenständlichen Adresse. Dann kann ein Mahnbescheid grundsätzlich auch dort zugestellt werden, soweit Ihre Ex-Frau dann auch tatsächlich dort anzutreffen ist.

Was Ihre Idee einer Anzeige beim Ordnungsamt anbelangt, so halte ich dies durchaus für sinnvoll. Ob es Ihnen letztendlich weiterhelfen wird, lässt sich in diesem Rahmen nicht beurteilen.

Wichtig ist, dass Sie bezüglich Ihres Anspruches aus dem Darlehen die Verjährungsfrist beachten und die Verjährung durch Zustellung eines Mahnbescheides hemmen, § 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB.

Erörtern Sie die hier aufgezeigten Möglichkeiten mit Ihrem Anwaltsbüro. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche und verbleibe mit einem Dank für das mir entgegengebrachte Vertrauen

mit freundlichen Grüßen

Oliver Daniel Özkara
Rechtsanwalt

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