Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
484.435
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Inhalt Benachrichtigung der Erben durch die Behörden


25.10.2015 11:58 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Verpflichtung des Nachlassgerichts zur Testamentseröffnung auch an Pflichtteilsberechtigte


Sehr geehrte Damen und Herren!
Meine Frage bezieht sich auf die Inhalte der behördliche Benachrichtigung der Erben im Falle eines Todesfalls bei dem ein Testament vorliegt.

Sachverhalt:
Bei einem Verstorbenen liegt ein Testament vor, bei dem mehrere Erben aus der Familie und dem Freundeskreis mit Vermögenswerten bedacht werden. Das leibliche Kind soll jedoch nur den gesetzlichen Pflichtteil erhalten.

Zielsetzung:
Der Testamentsvollstrecker möchte nun vermeiden, dass das lediglich mit dem Pflichtteil bedachte Kind durch behördliche Institutionen (Nachlassgericht, Standesamt, o.Ä.) Detail-Informationen über die Verteilung des Gesamt-Erbes erhält. Neben dem Schutz der ehemaligen Privatsphäre des Verstorbenen spielt dabei auch der Wunsch, eine große Enttäuschung zu vermeiden eine Rolle.
Bei den zu vermeidenden Informationen geht es insbesondere um:
1. die Namen der anderen Erben
2. die Höhe der an die anderen Erben verfügten Vermögenswerte
3. die Vermeidung der Information dass es sich bei dem dem Kind zugedachten Geldbetrag lediglich um den Pflichtteil handelt, wobei andre Familienmitglieder höhere Beträge erhalten sollen

Sofern dem Kind lediglich die Höhe seines Erbes, ohne die Information über die Höhe und die restliche Verteilung des Gesamt-Erbes bekannt gemacht werden, wäre das hingegen kein Problem.

Die Frage lautet nun:
Wie kann man vermeiden, dass ein Pflichterbe über die Einzelheiten einer testamentarischen Verfügungen durch das Nachlassgericht (oder eine andere offizielle Instanz) informiert wird?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zu meinem Bedauern können Sie das leider nicht vermeiden, da dieses zur gesetzlich festgelegten Pflicht des Nachlassgerichts gehört - das zum Einem, und zum Anderen der Pflichtteilsberechtigte selbst gegenüber dem Nachlassgericht und den Erben/anderen Pflichtteilsberechtigen ein (einklagbares Recht auf Auskunft und Rechenschaft etc. hat.

Im Einzelnen:
Ist jemand verstorben und befindet sich ein Testament dieser Person in öffentlicher Verwahrung (z. B. Notar) oder wird das Testament von einem Beteiligten bei Gericht abgeliefert (wozu man grundsätzlich verpflichtet ist, eben ein Testament abzuliefern), so hat das Nachlassgericht dieses Testament „zu eröffnen", § 348 FamFG (Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit).

Das gilt für alle Betroffenen, Erben, Pflichtteilsberechtigte, Vermächtnisnehmer, Nacherben usw.

Eine Abweichung lässt das Gesetz nicht zu - alles andere wäre eine Amtspflichtverletzung oder mehr.

Zudem gilt:
§ 2314 BGB - Auskunftspflicht des Erben:

"(1) Ist der Pflichtteilsberechtigte nicht Erbe, so hat ihm der Erbe auf Verlangen über den Bestand des Nachlasses Auskunft zu erteilen. Der Pflichtteilsberechtigte kann verlangen, dass er bei der Aufnahme des ihm nach § 260 vorzulegenden Verzeichnisses der Nachlassgegenstände zugezogen und dass der Wert der Nachlassgegenstände ermittelt wird. Er kann auch verlangen, dass das Verzeichnis durch die zuständige Behörde oder durch einen zuständigen Beamten oder Notar aufgenommen wird.
(2) Die Kosten fallen dem Nachlass zur Last."

Ich kann Ihnen leider da keine bessere Antwort liefern.

Ich hoffe, Ihre Frage dennoch verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 61064 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Mein Erstnutzer-Eindruck : kompetent und schnell - unbedingt weiterzuempfehlen. Eine der sinnvollsten Internetseiten die ich kenne. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Unsere Fragen wurden konkret beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Hat uns sehr geholfen Können so mit guten Voraussetzungen im einem Rechtsstreit gehen. Vielen Dank und gerne wieder Sehr zu empfehlen ...
FRAGESTELLER