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Informationspflicht über Arbeitsweise bei Suchmaschinenanmeldungen

30.11.2010 21:53 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Einen schönen guten Abend,

ich habe eine Firma über MyHammer damit beauftragt, eine Blogseite für mich zu erstellen. Darunter zählte lt. Auftragstext auch die Anmeldung bei Suchmaschinen. Nach Beendigung der Zusammenarbeit meinerseits, weil dir Firma sehr unzuverlässig war, möchte mir diese nicht sagen, wie und wo die Anmeldung bei den Suchmaschinen erfolgte.

Der Inhaber sprach davon, dass ein Kollege das mit einem Tool gemacht hat. Da aber verschiedene Anmeldungen mit manchen Tools verboten sind, möchte ich mich da absichern. Auf mehrmaliges Nachfragen meinerseits reagiert er nicht oder meint, ich solle lange warten.

Mein Frage daher, besteht die Pflicht, dass er mir sagen muss wie das sein Kollege gemacht hat?

Für Ihre Hilfe bedanke ich mich im Voraus.

MfG

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie Ihres Einsatzes Ihre Frage wie folgt beantworten:

1. Nach meinem Kenntnisstand sperren Betreiber bestimmter search-engines wie z.B. Google den Zugriff auf einen Internet-Eintrag, wenn bestimmte SEO - Tools verwendet werden, die eine erhöhte Auslastung des Servers auf Seiten des search-engines verursachen und als unzulässig erklärt wurden (durch den Betreiber der Suchmaschine).

2. Vertragszweck bei dem Auftrag einer Suchmaschinen-Optimierung ist es, das Ranking der Homepage dauerhaft zu verbessern. Daher sind seitens des Dienstleisters alle Maßnahmen zu unterlassen, die diesen Zweck gefährden können, d.h. die nicht zugelassenen SEO-Tools zu verwenden.

3. Ein Auskunftsanspruch über die Einzelheiten bei der Ausführung der Dienstleistung ist im Gesetz nicht explizit vorgesehen.

Jedoch kann sich dieser innerhalb eines Vertragsverhältnisses aus Treu und Glauben gem. § 242 BGB ergeben. Voraussetzung ist aber, dass die Auskunft für die Geltendmachung eines weiteren (Haupt-) Anspruches nötig ist und von der Gegenseite unschwer, d.h. ohne Arbeitsaufwand geltend gemacht werden kann.

Der Auskunftsanspruch unterstützt in diesem Sinne die Geltendmachung eines weiteren Haupt-Rechtes, wie z.B. Schadensersatzansprüche, Leistungsansprüche etc.

Dies ist hier nicht ersichtlich, denn Ihr Auskunftsbegehren ist ja darauf gerichtet, dass die Dienstleistung ordnungsgemäß erbracht wurde. Zu einer ausdrücklichen Zusicherung in diesem Sinne ist aber ein Dienstleister nicht verpflichtet – er muss jedoch nach dem Gesetz natürlich dafür Sorge tragen, dass er keine mangelhafte Leistung erbracht hat, denn ansonsten setzt er sich Schadensersatzansprüchen seitens des Auftraggebers aus.

Wird Ihre Homepage von der Suchmaschine auf Grund der Verwendung unzulässiger SEO-Tools ausgeschlossen, so besteht ein Schadensersatzanspruch gegen den Dienstleister aus §§ 280 ff BGB.

4. Ich würde Ihnen empfehlen, den Dienstleister unter Hinweis auf eine evtl. Schadensersatzpflicht nochmal s anzuschreiben und zu fragen, ob von z.B. Google untersagte Tools verwendet wurden – welche (zulässigen) Tools im Einzelnen verwendetet wurden, muss der Dienstleister jedoch nicht angeben. Der Hinweis auf Ersatzansprüche vermag den Dienstleister evtl. zu motivieren – einen rechtlichen Anspruch auf diese Information sehe ich, wie gesagt, dagegen nicht.

Durch die Verwendung untersagter Tools besteht gegen Sie auch kein Schadensersatzanspruch, da Sie mit dem Suchmaschinen-Betreiber in keinem Vertragsverhältnis stehen.



Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.


Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben.


Mit freundlichen Grüßen
Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt


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