Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Informationspflicht bei Hausverkauf

03.08.2015 16:05 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Zusammenfassung: Ihre Frage betrifft den Kaufvertrag (Immobilienkauf, Immobilienverkauf). Sie fragen als Verkäufer nach Aufklärungspflichten bei einem Schädlingsbefall des Hauses bzw. des Gartens mit Schnecken sog. spanische Wegschnecke )oder Nacktschnecke).

Wir wollen unser Grundstück (Haus und Garten) verkaufen. Seit zwei Jahren sind auch wir, wie viele Gartenbesitzer von der spanischen Wegschnecke betroffen, die wir fleissig absammeln, da es keine anderen wirksamen Bekämpfungsmöglichkeiten gibt. Sind wir verpflichtet Kaufinteressenten auf diese Tatsache hinzuweisen?

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im hiesigen Format (www.frag-einen-anwalt.de) wie folgt beantworten möchte:


Ihre Frage betrifft den Kaufvertrag (Immobilienkauf, Immobilienverkauf). Sie fragen als Verkäufer nach Aufklärungspflichten bei einem Schädlingsbefall des Hauses bzw. des Gartens mit Schnecken sog. spanische Wegschnecke )oder Nacktschnecke).


Zunächst einmal ist anzumerken, dass z.B. ein Schädlingsbefall bzw. auch Pilzbefall (Stichwort „Hausschwamm") auslösen kann, so z.B. ein Befall mit dem sog. „Holzbock" oder „Hausbock" vgl. OLG München · Urteil vom 9. November 2011 · Az. 20 U 3106/11. In diesem Fall musste der Verkäufer Kosten für eine Schadlimgsbekämpfung erstatten.

Nach meinem Verständnis bedroht die Schneckenplage die u.a. von der Witterung abhängt allerdings eher den Garten bzw. die dortigen Pflanzen, als die Substanz der Immobilie selbst. Zur Frage, ob ein "ästhetischer Mangel" (Unansehnlichkeiten, Ekel) als Sachmangel gelten kann ist betreffend üblicher Schädlinge im Garten auf den ersten Blick keine Rechtsprechung ersichtlich.

Im Rahmen üblicher Haftungsausschlüsse im notariellen Kaufvertrag haftet der Verkäufer kaum für die Freiheit von ortsüblichen Schneckenplagen. Diese Problematik ist m.E. allgemein bekannt, weshalb auch nicht unbedingt darauf hinzuweisen ist. „Schnecken kommen in fast jedem Garten vor. In feuchten Jahren oder nach milden Wintern treten sie oft in Massen auf und verursachen zum Teil erhebliche Schäden an Zierpflanzen, Erdbeeren und an Gemüse" - Quelle Website der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Zur Darlegungs- und Beweislasten bei arglistigem Verschweigen von Mängeln einer Immobilie vgl. BGH V ZR 181/09. Es ist aber schon fraglich ob ein Mangel der Kaufsache vorliegt. Ich meine Hinweispflichten hier würden ggf. ausufern, weil es im Garten unzählige Schädlinge und Gefahren z.B. giftige Pflanzen für Kinder oder Allergiker gibt. Notfalls sollte allgemeiner Hinweis oder ein allgemeiner Haftungsausschluß ausreichend sein. Eine entsprechende Formulierung könnte m.e. auch deshalb in den Vertrag aufgenommen werden, weil ein Hauskauf kaum an der Frage der Schädlings- und Schneckenbekämpfung scheitern sollte.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Gerne weise ich Sie darauf hin, dass Sie die kostenlose Nachfragefunktion nutzen können.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.08.2015 | 10:10

Wie könnte so ein allgemeiner Hinweis oder allgemeiner Haftungsausschluss formuliert sein?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.08.2015 | 18:06

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),


ich bitte um Verständis, dass ich ich hiesigen Forum keine Formulierungsvorschläge geben kann, die sich ggf. aus sogenannten Musterformularbüchern (die Notare verwenden) ergeben.

Ein üblicher Haftungsausschluss wäre sinngemäß, dass die Immobilie einschließlich der Freiflächen verkauft wird "wie besichtigt".



Mit freundlichen Grüßen

RA P. Lautenschläger

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69672 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnell, präzise, sachlich - perfekt. Ganz herzlichen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Frage ausführlich beantwortet keine weitere Nachfrage. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
vielen Dank für die rasche und gründliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER