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Informationspflicht Anwalt

| 13.05.2018 08:35 |
Preis: 40,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Wir (Firma) werden vor dem Landgericht von einem Anwalt vertreten, den unsere Haftpflichtversicherung (Betriebshaftpflicht) mandatiert hat.
Es geht zum einen um Schadensabwehr (und für uns auch um die Beweisführung des Betrugsversuches des Klägers inkl. versuchter Prozessbetrug des gegnerischen Anwaltes -falscher Sachvortrag eingereicht-)
Der Anwalt unserer Versicherung betreibt eigentlich nur die Schadensabwehr an der Betrugsaufdeckung hat er kein Interesse.
Eine wichtige Zeugenbefragung sieht er nicht als zielführend, weil die Zeugin lügen würde und bestimmen dürfen wir nicht, weil wir nicht Auftraggeber seines Mandats sind.
Wir haben den Anwalt und unsere Versicherung nun mehrmals zum prozessualen Vorgehen und den vorbereiteten Anträgen gefragt und bekommen keine Antwort.
Ich bin als GF der Beklagte. Habe ich ein Anrecht von meiner Versicherung oder "dem" (nicht mein!) Anwalt Auskunft zum prozessulalen Vorgehen und den vorbereiteten Anträgen zu bekommen.
Ich bin nicht bereit als ahnungsloser über das Vorgehen "des" Anwaltes (nicht mein Anwalt - ich hätte ihm längst gekündigt, wenn er mein Anwalt wäre) in die Verhandlung einzutreten.
Ich habe meine Versicherung auch damit konfrontiert, dass ich einen eigenen Anwalt hinzuziehen möchte. Dies wird mir untersagt.
Gibt es eine Rechtsgrundlage (§) wonach meine Versicherung oder der von der Versicherung beauftragte Anwalt zur Information über das prozessuale Vorgehen und die vorbereiteten Anträge mich informieren m u s s .
Danke.

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Sehr geehrte Ratsuchende,


die Informationspflicht des Kollegen ergibt sich aus § 11 BORA und aus § 675, 666 BGB.


Sicherlich wird der Kollege gegenüber dem Gericht auch Ihre Vertretung (neben der Vertretung der Haftpflichtversicherung) angezeigt haben (auchen Sie einman auf das Rubrum der Schriftstücke, welche Prozessparteien aufgezeigt worden sind), so dass Sie sehrwohl Mandant sind und demgemäß auch die entsprechende Informationsrechte haben. Lassen Sie sich nicht davon abbringen.


Notfalls können Sie natürlich Ihr Mandat kündigen und selbst einen "eigenen" Rechtsanwalt beauftragen, werden allerdings die Kosten dafür dann auch selbst tragen müssen, da die Betriebshaftpflichtversicherung - abhängig vom jeweiligen Versicherungsvertrag - in der Regel nur die Kosten des Vertragsanwaltes übernimmt.


Ob und inwieweit Sie ordnungsgemäß vertreten werden, lässt sich son natürlich nicht beurteilen; da es nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung aber nicht der Fall sein dürfte, sollten Sie daher die Kündigung und Mandatsvergabe an einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens in der Tat prüfen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 13.05.2018 | 10:15

Vielen lieben Dank für Ihre Antwort.
Könnten Sie mir noch sagen, wenn das Verhältnis nun so ist:

Versicherung mandatiert Anwalt und hat die Prozessführung
Ich bin lediglich Beklagter
Kann ich Auskunft erzwingen bei meiner Versicherung bzw. bei dem Anwalt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.05.2018 | 11:07

Sehr geehrte Ratsuchende,


als Beklagte sindd Sie Mandant des Anwaltes, der Sie nach außen hin vor Gericht vertritt. Daher haben Sie den Auskunftsanspruch gegen den Anwalt.

Auch gegenüber der Versicherung haben Sie den Auskunftsanspruch, was sich aus der vertraglichen Nebenpflicht des Versicherungsvertrages ergibt.


Sie können also bei Beiden die Auskunft erzwingen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 13.05.2018 | 13:02

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FRAGESTELLER 13.05.2018 5/5,0
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