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Indiskutable Handwerkerleistung

08.06.2007 13:06 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Nach einem Sturmschaden haben wir eine Firma beauftragt, die Rückwand unseres Carports zu erneuern bzw. zu reparieren. Der Kostenvoranschlag belief sich auf 1000 Euro. Nach Fertigstellung wurden allerdings Mängel entdeckt und von unserer Seite die benutzten Materialien für minderwertig eingestuft, so daß wir telefonisch den Auftrag zurücknahmen und der Firma die verwendeten Materialien wierder abbauten und zur Verfügung stellten. Es wurde sich telefonisch darauf geeinigt nur den Abtransport der alten beschädigten Teile und die nicht mehr verwendbaren Materialien zu erstzen. Nun kam eine erneute Rechnung in Höhe von 800 Euro!!! in der zusätzlich alle angefallenen Arbeitsstunden sowie die Reparatur unserer ebenfalls defekten Doppeltoranlage in Rechnung gestellt wurde. Diese Reparatur war allerdings nie Bestandteil unseres schriftlichen Auftrages und wurde von der Firma aus Kulanz repariert.
Im Endeffekt würden wir jetzt also 800 Euro zahlen für rein gar nichts, weil seit diesem Zeitpunkt die Rückwand unseres Carports nicht mehr existiert!!!
Nun meine Frage: Habe ich als Kunde nicht jederzeit die Möglichkeit einen Auftrag rückgängig zu machen, wenn die Arbeiten unzureichend ausgeführt worden sind? Und ist die Dinstleistungsfirma überhaupt berechtigt, mir trotzdem jegliche Posten und Arbeiten in Rechnung zu stellen?

Sehr geehrter Ratsuchender,



sofern Sie die telefonische Einigung nachweisen können, brauchen Sie auch nur die dann vereinbarten Leistungen zu zahlen.

Hier wäre eine schriftliche Einigung zwar besser gewesen, gleichwohl sollten Sie nun auf Einhaltung dieser Einigung bestehen (und dann auch den vereinbarten Betrag zahlen).

Das "Rückgängigmachen" eines Vertrages ist einseitig nicht möglich; möglich wäre allenfalls die Kündigung gewesen, wonach Sie dann den Aufwand zu ersetzen hätten, der bis zur Kündigung tatsächlich angefallen ist.

Nach Ihrer Darstellung agb es aber eben diese Vereinbarung offenbar mit einem Pauschalbetrag. Daran muss der Handwerker sich dann auch halten. Die aus "Kulanz" gelesitete Reparatur müssen Sie dann - wegen der Einigung - auch nicht zahlen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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