Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
493.144
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Indexmiete berechnen, aktuelle Mieterhöhung (Gewerbemietvertrag)


16.11.2016 09:36 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Bei einer Indexvereinbarung in einem gewerblichen Mietvertrag kann eine Mieterhöhung dann vereinbart werden, wenn der Verbraucherpreisindex um 10 % im Verhältnis zu einem vereinbarten Eingangstermin steigt. Die Miete wird dann meist prozentual zum Ansteig des Verbraucherpreisindexes ansteigen.


Wir haben einen gewerblichen Mietvertrag von 2012 mit einem Passus zur Indexmiete wie folgt:

"..ergeben sich im Laufe der Mietzeit Veränderungen des Verbraucherpreisindex für Deutschland um mehr als 10 v.H. ....maßgebend ist der der vom statistischen Bundesamt veröffentlichte Verbraucherpreisindex (Basisjahr 2005 - 100 Punkte).

Wir zahlen derzeit 2.100€ Nettomiete zzgl. 500€ Betriebskostenvorauszahlung zzgl. Mehrwertsteuer.

Frage: Wenn der Vermieter ab Januar 2017 erstmalig eine Mieterhöhung aufgrund gestiegenen Index umsetzen möchte, wie hoch ist dann unsere neue Miete?

Sehr geehrter Fragestellerin,

bedauerlicherweise zitieren Sie die Klausel nur unvollständig, ggf. möchten Sie mir den Passus im Rahmen der Nachfragefunktion vollständig zitieren.

Es ist etwas befremdlich, dass in einem Mietvertrag aus 2012 auf den Verbraucherpreisindex mit Basisjahr 2005 verwiesen wird, obwohl es schon den mit Basisjahr 2010 gab. Ich vermute, dass hier ein altes Vertragformular verwendet wurde und die Mieterhöhung erst ab 2012 gerechnet werden soll. In 2012 war im Januar der Verbraucherpreisindex am geringsten mit 102,8 Punkten, eine Erhöhung von 10 v.H. würde voraussetzen, dass der Index bei 113,08 liegt. Im Oktober 2016 lag er bei 107,9, es ist wohl auch nicht zu rechnen, dass er bis Januar auf 113,08 steigt.

Ihr Vermieter ist also aufgrund der Klausel gar nicht berechtigt, die Miete zu erhöhen.

Wenn die Miete erhöht werden kann, vermute ich dass dies dann mindestens 10 % sind. Die entsprechenden Klauseln sind meist so formuliert, von Ihnen allerdings wie eingangs erläuert nicht vollständig zitiert. Die 10 % beziehen sich auf Kaltmiete und die naturgemäß auch die Umsatzsteuer. Ggf. soll die ung auch so hoch sein wie der prozentuale Anstieg des Verbraucherpreisindexes und kann dann ggf. sogar mehr 10 % betragen, wenn der Index irgendwann einmal mehr als 10 % steigt.
Mit freundlichen Grüßen


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie sind Vermieter einer oder mehrerer Immobilien und sorgen dafür, dass alle immer ein trockenes und warmes Dach über dem Kopf haben?

Mehr Informationen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 62789 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Antwort war verständlich, klar und ausführlich. ...
FRAGESTELLER
3,6/5,0
Da ich den Sachverhalt relativ ausführlich beschrieben habe fand ich die erste Antwort etwas oberflächlich. Ich bin da von vorherigen Konsultationen ausführlichere Antworten gewohnt. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Mehr als 5 Sterne kann ich leider nicht vergeben, sonst würde ich es tun. Herzlichen Dank, Herr Munz, für diese ausführliche, kompetente, verständliche und schnelle Information, die mir sehr weiterhilft. Herr Munz hat sogar ... ...
FRAGESTELLER