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In welchem Umfang darf ich als Angestellt eine Nebentätigkeit betreiben?

| 12.07.2011 11:28 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich bin seit über 20 Jahren im öffentlichen Dienst beim selben Arbeitgeber beschäftigt.
Ich möchte auf Grund meiner finanziellen Situation außerhalb meiner Arbeitszeit (40 Stunden wöchentlich) eine entgeltliche Nebentätigkeit annehmen.
In welchem Umfang (zeitlich und finanziell) darf ich als Angestellte eine solche Nebentätigkeit betreiben?

Sehr geehrter Ratsuchender,
unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und des mitgeteilten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworten:


Gemäß § 3 S. 1 ArbZG darf die werktägliche Arbeitszeit eines Arbeitnehmer acht Stunden nicht überschreiten.

Pausen zählen dabei nicht mit (§ 2 Abs. 1 ArbZG).

Die tägliche Arbeitszeit kann gemäß § 3 S. 2 ArbZG auf bis zu zehn Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

Da die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer grds. acht Stunden nicht überschreiten darf und am Sonntag und an gesetzlichen Feiertagen gemäß § 9 Abs. 1 ArbZG grds. nicht gearbeitet werden darf, beträgt die wöchentliche Höchstarbeitszeit im Regelfall 48 Stunden.

Diese Stundenzahl darf daher an "Werktagen", zu denen auch der Samstag zählt, gearbeitet werden.

Da § 3 S. 2 ArbZG eine vorübergehende Verlängerung der werktäglichen Arbeitszeit auf bis zu zehn Stunden erlaubt, ist sogar eine Arbeitswoche von 60 Stunden erlaubt. Beachten Sie dabei allerdings den o.g. gesetzlichen Ausgleichszeitraum.

Hinweis:

Beachten Sie folgende Regelungspunkte, die für Beschäftigte im öffentlichen Dienst gelten:

- Entgeltliche Nebentätigkeiten sind dem Arbeitgeber anzuzeigen.

- Die Anzeige hat schriftlich und vor Aufnahme der Nebentätigkeit zu erfolgen.

- Der Arbeitgeber kann die Nebentätigkeit nur untersagen oder mit Auflagen versehen, wenn durch die Nebentätigkeit seine berechtigten Interessen oder die arbeitsvertraglichen Pflichten des Beschäftigten beeinträchtigt werden.

Vgl. hierzu § 3 TVöD, § 3 TV-L

Bewertung des Fragestellers 14.07.2011 | 06:29

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