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In vormals vermietetes Haus ziehen Eltern ein, die keine Miete zahlen

| 20.07.2011 14:05 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


In den letzten 10 Jahren hatte ich Einnahmen durch Vermietung eines Hauses. Diese Mieteinnahmen habe ich ordungsgemäß beim Finanzamt angegeben. In das Haus werden ab Mitte August meine Eltern einziehen. Sie sollen mir keine Miete zahlen. Sie werden alle mit dem Haus zusammenhängenden Kosten selber zahlen. Ich werde also keine Einnahmen mehr durch Vermietung und Verpachtung haben.

Frage:
Wie wird das Finanzamt reagieren, da es auf Steuereinnahmen verzichten wird: Könnte es vom Finanzamt als eine Art geldwerter Vorteil interpretiert werden, so dass doch Steuer-Zahlungen zu leisten sind?

Anmerkungen die ggf für die Sache wichtig sind:
1. Das Haus wurde mir im Mai 2001 durch meine Eltern im Rahmen einer Schenkung überlassen. Die Übertragung des Grundbesitzes erfolgte unter Vorbehalt und Bestellung einer Rückauflassungsvormerkung zugunsten der Schenkenden. Ein Nießbrauch wurde allerdings nicht festgelegt.
2. Nach der Schenkung im Jahr 2001 wurde das Haus modernisiert und dafür ein Kredit aufgenommen. Während der letzten 10 Jahre wurden die Mieteinnahmen größtenteils für den Schuldendienst verwendet.

Sehr geehrter Fragesteller,

nein, falls Sie zukünftig keine Einnahmen haben aufgrund mangelnder Mietzahlungen haben, haben Sie auch nichts zu versteuern. Ein geldwerter Vorteil gibt es nur bei der Überlassung von Wohnraum vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer.
Im Gegenzug können Sie sodann aber keine Ausgaben für das Haus und Afa mehr geltend machen.
GGfs. wird Ihnen aber die Gewinnerzielungsabsicht aus der Vergangenheit abgesprochen.

Mit besten Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 20.07.2011 | 16:50

Guten Tag Herr Hermes,
vielen Dank für die Antwort. Es würde mir helfen, wenn Sie kurz die Konsequenzen erläutern würden zu dieser Aussage: "GGfs. wird Ihnen aber die Gewinnerzielungsabsicht aus der Vergangenheit abgesprochen."
Das klingt nach erheblichen steuerlichen Nachteilen.
Besten Gruß.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.07.2011 | 17:02

Die Einkünfteerzielungsabsicht, auch Gewinnerzielungsabsicht genannt, muss grundsätzlich für alle Einkunftsarten vorliegen. Nur wer bestrebt ist, Gewinn zu erzielen, soll auch das Recht in Anspruch nehmen dürfen, entsprechende Betriebsausgaben/Werbungskosten geltend zu machen. Fehlt eine solche Gewinnerzielungsabsicht, spricht man von Liebhaberei, weil die entsprechenden Tätigkeiten häufig auch aus persönlichen Neigungen ausgeübt werden. Falls Sie also in der Vergangenheit Verluste gemacht haben und die Bescheide unter Vorbehalt der Nachprüfung stehen,können Ihnen die Verluste nachträglich aberkannt werden; aber auch nur dann. Falls Sie Gewinne erzielt haben, besteht diese Gefahr nicht.

Bewertung des Fragestellers 20.07.2011 | 17:08

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