Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

In Ungarn selbstständig und in Deutschland arbeiten

16.05.2011 11:04 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.


Hallo, ich bräuchte mal wieder eure Hilfe!

Zum Sachverhalt:

In Ungarn geboren, verheiratet und selbstständig als Freiberufler, seit einem halben Jahr arbeitet er für eine Agentur in Deutschland als Ing., die er monatlich seine Rechnung schreibt. Jetzt möchte die Agentur, dass er sich in Deutschland anmeldet und hier die Steuern entrichten muss.

Dies möchte er aber nicht, da sein zu Hause Ungarn ist und bleibt. Nun meine Frage muss er dass, als Selbstständiger??? Die Agentur will seine Rechnung nicht mehr bezahlen!!!

Sehr geehrter Fragesteller:

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:

Maßgeblich hier ist es, ob er die Tätigkeit doch in Deutschland ausgeübt wird.

Wenn er von Ungarn aus arbeitet, muss er sich nicht in Deutschland "anmelden".

Übt er die Tätigkeit in Deutschland, ohne hier ansässig zu sein, muss er dies nachholen, wenn er hier über eine "feste Einrichtung" verfügt, denn laut Art. 14 Doppelbesteuerungsabkommens mit Ungarn gilt folgendes:

"Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus einem freien Beruf oder aus sonstiger selbständiger Tätigkeit ähnlicher Art bezieht, dürfen nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, daß die Person für die Ausübung ihrer Tätigkeit in dem anderen Vertragsstaat regelmäßig über eine feste Einrichtung verfügt. Verfügt sie über eine solche feste Einrichtung, so dürfen die Einkünfte in dem anderen Staat besteuert werden, jedoch nur insoweit, als sie dieser festen Einrichtung zugerechnet werden können.
Der Ausdruck ,,freier Beruf`` umfaßt insbesondere die selbständig ausgeübte wissenschaftliche, literarische, künstlerische, erzieherische oder unterrichtende Tätigkeit sowie die selbständige Tätigkeit der Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure, Architekten und Zahnärzte."

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.
Mit freundlichen Grüßen.

Nachfrage vom Fragesteller 16.05.2011 | 11:42

Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort. Was ist mit fester Einrichtung gemeint? Der Firmensitz ist in Ungarn, er wohnt hier in einem Hotel und fährt jedes 2. Wochenende nach Hause. Er arbeitet hier für eine Agentur und ist für Vodafone eingesetzt. Also Vertrag mit der Agentur. Die Agentur meinte das die 183 Tage verstrichen sind und somit die Anbmeldung in Deutschland erfolgen muss, dies konnte ich aber nur bei Arbeitnehmer nachlesen. Danke schön nochmals Britt Schröder

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.05.2011 | 11:50

Dies ist mehr eine Frage der Registrierung als der Verpflichtung, Steuer in D zu entrichten.

Nach § 9 AO gilt in Deutschland folgendes:

"Den gewöhnlichen Aufenthalt hat jemand dort, wo er sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, dass er an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend verweilt. Als gewöhnlicher Aufenthalt im Geltungsbereich dieses Gesetzes ist stets und von Beginn an ein zeitlich zusammenhängender Aufenthalt von mehr als sechs Monaten Dauer anzusehen; kurzfristige Unterbrechungen bleiben unberücksichtigt. Satz 2 gilt nicht, wenn der Aufenthalt ausschließlich zu Besuchs-, Erholungs-, Kur- oder ähnlichen privaten Zwecken genommen wird und nicht länger als ein Jahr dauert."

Darauf beruft sich wahrscheinlich die Agentur.

In dem Sinne ist es davon auszugehen, dass er den gewöhnlichen Aufenthalt in D hat mit der Folge, dass er den deutschen Finanzbehörden meldepflichtig ist. Ob er tatsächlich in D Steuer entrichten muss, muss gesondert geklärt werden. Dies würde jedoch auf jeden Fall den Rahmen einer Erstberatung und des eingesetzten Einsatzes sprengen.

Gerne bin ich in Rahmen einer weiteren Mandatierung zur weiteren Hilfe bereit.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71806 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke für die gute Erklärung:-) ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Schnelle und qualifizierte Bearbeitung meines Anliegens. Alles prima ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Lieber Herr Müller, vielen Dank für Ihre so schnelle und helfende Antwort! Zum einen tut es einfach nur gut, dass Sie mir "zugehört" haben resp. die "Methoden" der KM ähnlich kritisch sehen wie ich. Zum anderen haben ... ...
FRAGESTELLER