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In Probezeit unentschuldigt ferngeblieben - fristlose Kündigung?

| 19.10.2018 16:11 |
Preis: 73,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Ein Arbeitnehmer hat nach gefestigter Rechtsprechung einen Anspruch auf 5 Tage Freistellung (unter Lohnfortzahlung) bei einem erkrankten Kind. Wenn er sich aber einfach auf Berufen auf eine Erkrankung des Kindes 10 Tage (wiederholt ggf.) krankschreiben lässt, ist dies ein fristloser Kündigungsgrund.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben eine Mitarbeiterin zum 01.09.2018 eingestellt und eine 6-monatige Probezeit vereinbart.
Sie bliebt der Arbeit mittlerweile öfters entschuldigt fern. Gründe waren ein defektes Auto und die Tochter ist krank. Dafür habe ich grundsätzlich auch Verständnis.

Am 18.10.2018 blieb sie jedoch den ganzen Tag unentschuldigt fern. Am Abend des 18.10.2018 teilte sie per WhatsApp mit, dass sie vom 18.10.2018 bis 26.10.2018 krankgeschrieben ist. Ihre Tochter muss am 22.10.2018 stationär ins Krankenhaus. Man kann hier vermuten, warum sie angeblich kranggeschrieben wurde.

Die Arbeitsleistung war bisher auch nicht überragend. Zugegeben, der Zeitraum der Beschäftigung auch kurz.
Wir möchten uns daher auch von der Mitarbeiterin trennen. Gibt es wegen des unentschuldigten Fernbleiben die Möglichkeit der fristlosen Kündigung innerhalb der Probezeit oder müssen wir uns bzw. ist es sinnvoll uns an die 14 Tage Frist halten?

Auf eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
19.10.2018 | 18:27

Antwort

von


(282)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Auch wenn hier aufgrund des Vorrangs der Abmahnung eine fristlose Kündigung nachrangig wäre, dürften die besonderen Umstände des Verhaltens der Mitarbeiterin grds. zwar hinreichend sein, um aufgrund des fehlenden Vertrauens eine sofortige Kündigung auszusprechen. Denn bei derartigen kurzen Beschäftigungsverhältnissen tritt das Erfordernis der Abmahnung in den Hintergrund. Allerdings hat die Arbeitnehmerin einen Anspruch auf Freistellung wegen des Kindes. Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts gelten fünf Arbeitstage als angemessen für die ­sogenannte "vorübergehende Verhinderung". Wenn sie sich nunmehr 10 Tage krank schreiben lässt und damit auch versucht den vollen Lohn zu erhalten, ist dies schlichtweg dreist. Nach meiner Auffassung ist eine Kündigung Rechtens.

Ich würde fristgerecht hilfsweise kündigen. Die Gefahren eines Prozesses sind marginal. Interessant wäre dabei noch kurz die Frage, ob die Mitarbeiterin beim zweiten Sachverhaltskomplex denn ein Attest einreichte.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 19.10.2018 | 18:45

Sehr geehrter Herr Hellmann,

vielen Dank für Ihre rasche Antwort.

Damit ich das jetzt nicht falsch verstanden habe.
Sie empfehlen zur fristlosen Kündigung mit dem Beisatz hilfsweise zum nächstmöglichen Termin?

Das Kind ist übrigens 15 Jahre alt. In dem Alter benötigt man nun wirklich nicht mehr 24 Stunden die Mutter.
Wir haben heute ein Attest bekommen das vom 18.10.2018 bis zum 26.10.2018 ausgestellt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.10.2018 | 19:00

Guten Abend!

Da gebe ich Ihnen ganz Recht! Zumal eine Erkrankung wegen des kranken Kindes zudem absolut nicht der richtige und wahrhafte Ansatz wäre. Im Übrigen, dies werde ich immer mal wieder gefragt, ist eine Sittenwidrigkeit bei einer Kündigung während einer Erkrankung nicht gegeben.

ja, genau das war und ist mein Ansatz. So kann nichts anbrennen.

mfg

Bewertung des Fragestellers 19.10.2018 | 19:12

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