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In Probezeit (letzter Tag) 6 Monate im vorraus gekündigt. Welche Kündigungsfrist?

29.09.2016 17:46 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Guten Tag,

ich habe am 01.04.2016 den Job angetreten. Die Probezeit endet morgen, 30.09.2016. Da man sich nicht 100% sicher ist erhielt ich heute die schriftliche Kündigung zum 31.03.2017. Ich darf mich als erneut 6 Monate "beweisen". Da man die Probezeit ja per Gesetz nicht verlängern kann wählt man diesen Weg.

"Wir kündigen den zwischen uns zum 1. April 16 geschlossenen Anstellungsvertrag innerhalb der vereinbarten Probezeit zum 31.März 2017, unter Ansatz einer längeren Kündigungsfrist (gemeint ist hierbei die Zeit vom 29.09. bis zum 31.3.2017) als der vertraglich vereinbarten Frist von 4 Wochen zum Monatsende. Diese Verlängerung der Kündigungsfrist dient der weiteren Erprobung. Sollten wir innerhalb der genannten Zeit zur Erkenntnis kommen, das eine dauerhafte Zusammenarbeit sinnvoll ist, werden wir Ihnen gerne die Wiedereinstellung anbieten."

Im Arbeitsvertrag steht, das nach der Probezeit (also ab 01.10.2016) die Kündigungsfrist 3 Monate zum Monatsende besteht. Währende der Probezeit 4 Wochen zum Monatsende.

Frage: Welche Kündigungsfrist ist für den Arbeitgeber ab 01.10.2016 gültig?

Und welche Kündigungsfrist gilt für mich ab 01.10.2016 (wenn ich jetzt ein neues Jobangebot finde)? 3 Monate zum Monatsende oder per sofort, da ich ja quasi schon gekündigt bin? Oder 4 Wochen zum Monatsende, da während der Probezeit gekündigt wurde?

Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Durch die verlängerte Kündigungsfrist verlängert sich nicht automatisch auch die Probezeit. Mit Ablauf der ursprünglich vereinbarten Probezeit gelten daher unabhängig von der bereits jetzt erklärten Kündigung die im Arbeitsvertrag festgelegten Kündigungsfristen von 3 Monaten zum Monatsende, und zwar auch für Sie als Arbeitnehmer.
Wenn sich Ihr Arbeitgeber aber z.B. am 5.10.2016 entschließt, Sie doch früher unter Einhaltung der vertraglichen Frist zum 31.01.2017 zu kündigen, würde bereits das Kündigungsschutzgesetz greifen und der Arbeitgeber müsste die Kündigung entsprechend begründen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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