Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
490.902
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

In Privatinsolvenz, momentan arbeitslos & Airbnb nicht angegeben


05.05.2018 16:18 |
Preis: 35,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Steuerstraftat


Sehr geehrte Rechtsanwältin,
sehr geehrter Rechtsanwalt,

ich befinde mich in einer recht vetrakten Situation. Ich bin nun mitten im vierten Jahr in der Privatinsolvenz (Selbstständigkeit als Einzelunternehmer mit einem eigenen Laden hat leider nicht geklappt) und bin in der sog. Wohlverhaltensphase.
Die Restschuldbefreiung erhalte ich geplant Mitte Dezember 2019. Die erste Zeit in meiner Privatinsolvenz war ich erwerbstätig und alles war soweit in Ordnung und meine Fixkosten konnten bewerkstelligt werden, da ich zu zweit mit meiner Ex-Partnerin (nicht verheiratet o.ä.) gewohnt habe und einige Fixkosten geteilt werden konnten.
Da ich aber nun schon knapp 2 Jahre nicht mehr mit ihr zusammen bin und wohne, alle Kosten nun alleine tragen muss und ich zusätzlich seit 1,5 Jahren leider keinen Job habe und finden kann (ich musste krankheitsbedingt leider meine Arbeit auf Rat meines Arztes beilegen - Aufhebungsvertrag) und konnte die laufenden Kosten leider NICHT durch mein Anspruch ALG I oder ALG II Bezug decken. Dieser beträgt nun knapp 1050€, bei rund 1250€ Fixkosten. Das kann nicht funktionieren.
Ich habe diesen Sachverhalt meinem Arbeitsamt mitgeteilt und war natürlich dazu auch persönlich vorstellig, doch das Jobcenter konnte auf mehrmaligen Antrag keine Aufstockung erreichen bzw. ermöglichen. Ich habe darauf erklärt, dass ich dann ja meine Miete zB nicht zahlen könnte. Dann bekam ich als Antwort, dass sie erst bei dreimonatiger Nichtzahlung der Miete eingreifen könnten. Da habe ich aber Angst, eine Kündigung vom Vermieter zu bekommen.
Im persönlichen Gespräch empfahl mir die Mitarbeiterin vom Jobcenter doch meine Wohnung ab und zu bei AirBnB zu vermieten. Dies habe ich dann auch gemacht. Leider habe ich diese Auskunft nur mündlich erhalten und dadurch keinen Nachweis. Durch die Vermietung konnte ich aber meine fehlenden 250€ Fixkosten monatlich seitdem ausgleichen.
Ich habe diese Einnahmen bisher auch nicht beim Jobcenter, Finanzamt oder Insolvenzverwalter angegeben (habe auch die letzten Jahre keine Steuererklärung abgegeben), da ich mir auch nicht sicher war, ob ich dieses versteuern muss oder nicht, da es sich ja um meine private Wohnung handelt und ich selbst auch darin wohne und dies keine Arbeit oder Regelmäßigkeit aufweist. Wenn ich sie vermietet habe, habe ich bei Freunden geschlafen, die mir das kostenlos und aufgrund meiner Lage, ermöglicht haben.
Jetzt habe ich heute in der Presse lesen können, dass das Finanzamt Deutschland bei AirBNB in Dublin, Irland die Listen der letzten 8 Jahre der "Hosts"/Vermieter in Deutschland angefordert hat ( http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/steuern-fuer-airbnb-vermieter-koennte-es-jetzt-richtig-teuer-werden-1.3968483 )Jetzt weiß ich wirklich nicht, was ich tun soll und was wirklich die realistischen Konsequenzen seien könnten. Ich möchte in keinem Fall eine Versagung der Restschuldbefreiung erreichen. Es gilt ja nun "nur" noch die § 295 InsO und nicht mehr § 290 InsO. Meine Stadt erlaubt generell die Vermietung über AirBnB im bestimmten Rahmen,

Was soll ich nun tun? Noch ist es ja nicht sicher, ob AirBnB die Daten rausgibt. Dennoch frage ich, ob ich eine sogenannte Heilung der Obliegenheitsverletzung mit unverzüglicher Meldung erreichen kann und überhaupt muss. Andererseits kann ich ohne die Vermietung und nur mit dem ALG II Satz meine Fixkosten (Miete, Zusatzversicherungen, Unkündbare Fitness und Vereinsverträge etc) nicht decken. Ich weiß, dass mein Verhalten nicht korrekt war, jedoch war dies für mich die einzige Möglichkeit überhaupt meine Wohnung halten zu können. In jedem Fall brauche ich einen Plan B um aus meiner Situation zu kommen. Ich habe dies auch nur aus meiner wirtschaftlichen Notlage getan. Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn Sie mir persönlich (!) weiterhelfen könnten und nicht im Interesse (meines/des) Insolvenzverwalters argumentieren. Ich hoffe Sie können meine Situation nachvollziehen und hoffe auf eine positive Antwort und Zukunftsaussicht.

Wichtig: Wie müssten die nächsten Schritte konkret aussehen?

Herzlichen Dank!


Einsatz editiert am 05.05.2018 21:32:30
07.05.2018 | 01:45

Antwort

von


345 Bewertungen
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wie Sie richtig schreiben, könnte ggf. eine Steuerhinterziehung vorliegen. Sie können nur Straffreiheit erlangen, wenn die Tat noch nicht entdeckt worden ist und Sie noch die Möglichkeit einer strafbefreienden Selbstanzeige haben.

Sie sollten daher schnellstmöglich anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen und besprechen, ob so eine Selbstanzeige noch möglich ist.

Sollten Sie verurteilt werden, so wäre auch die Restschuldbefreiung ggf. in Gefahr. Daher sollten Sie unbedingt mit offenen Karten spielen.

Bedenken Sie, dass ein Abwarten Ihnen die Möglichkeit der strafbefreienden Selbstanzeige nimmt und daher die Situation nur schlimmer wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
ANTWORT VON

345 Bewertungen

Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Internet und Computerrecht, Fachanwalt Familienrecht, Fachanwalt Strafrecht, Kaufrecht, Urheberrecht, Verkehrsrecht, Tierrecht, Ordnungswidrigkeiten, Zivilrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 62411 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,4/5,0
Die erste Antwort etwas an der Frage vorbei beantwortet; dann aber selbst bemerkt und für mich eindeutig und verständlich beantwortet. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Frage wurde umfangreich und vollständig beantwortet. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER