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Immobilienverkauf oder Überschreibung

06.07.2009 20:09 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Ich habe eine kleine Ferienhausimmobilie, die etwa 35 T Euro wert ist. Sie gehört allein mir und ist schuldenfrei. Ich möchte diese Immoblie an eine gute Freundin in England überschreiben lassen (keine Verwandte), mit einer Vertragsklausel, das ich dort Wohnrecht habe - möglichst lange.

Nun fallen bei einer Schenkung ja Kosten an und eine Schenkung in dem Sinne ist es ja auch nicht.

Wie müsste ich verfahren und welche Kosten kommen auf mich zu. Ich habe daran gedacht es günstig zu verkaufen, weiß aber nicht ob das möglich ist.

Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe.

Guten Tag!

Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Eine "Überschreibung" kennt das deutsche Recht nicht. Ihnen bleiben im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, die Immobilie zu übertragen. Sie können diese verschenken oder verkaufen.

Bei einer Schenkung an eine nicht verwandte Person fallen 30 % Schenkungssteuer an. Ihnen steht in diesem Fall ein Freibetrag von 20.000 EUR zu. Es fallen also 4,500 EUR Schenkungssteuer an. Hinzu kommen die Notar- und Grundbuchkosten.

Bei einem Verkauf, der auch an ein lebenslanges Wohnrecht geknüpft werden kann, fällt in jedem Fall Grunderwerbssteuer an. Diese beträgt im Regelfall 3,5%.

Wie die erzielten Einnahmen darüber hinaus zu versteuern sind, vermag ich an dieser Stelle nicht einzuschätzen.

Zur "Einsparung" von Steuern und Notarkosten einigen sich die Parteien häufig darauf, lediglich einen geringeren Kaufpreis als eigentlich vereinbart beurkunden zu lassen und den Restbetrag "schwarz" zu begleichen. Hiervon ist jedoch tunlichst abzuraten, da dies zum einen eine Steuerhinterziehung darstellt, zu am anderen erhebliche zivilrechtliche Risiken birgt, falls das Geschäft fehl schlägt.

Ich rate daher dazu, das Grundstück regulär zu verkaufen. Dabei sind Sie natürlich nicht an den Wert der Immobilien gebunden. Wenn Sie meinen, ein niedriger Wert sei angemessen, dann unterfällt dies Ihrer Vertragsfreiheit. Insbesondere Ihr lebenslanges Wohnrecht stellt einen erheblichen Minderwert für die Immobilien dar.

Für Notar- und Grundbuchkosten sind etwa 2% zu veranschlagen.

Um die steuerlichen Auswirkungen prüfen zu lassen, sollten Sie in jedem Fall noch einen Steuerberater konsultieren.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Biernacki
Rechtsanwalt

www.anwalt-naumburg.de

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