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Immobilienverkauf als Generalbevollmächtigter vs. Erbrecht


22.11.2017 18:12 |
Preis: 40,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Unsere Mutter ist seit vielen Jahren dement, deshalb haben 3 Geschwister je eine notariell beurkundete Generalvollmacht. Der Vater verstarb schon vor vielen Jahren.
Das Pflegeheim, in dem die Mutter seit Jahren ist, verschlingt langsam ihr ganzes Vermögen. In wenigen Monaten ist ihr mobiles Vermögen aufgebraucht, sie hat dann nur noch ihr Haus und landwirtschaftliche Grundstücke.
Wir sind 5 Kinder, ein Sohn würde gerne ihre Immobilien übernehmen. Wir alle nehmen an, dass die Mutter ihn auch im Testament als Haupterben eingesetzt hat und festgelegt hat, welchen Betrag er an uns Geschwister zu zahlen hat. Doch um zahlungsfähig für das Pflegeheim zu bleiben, müssen wir nun handeln und mindestens einen Teil ihrer Immobilien verkaufen. Der Kaufinteressent ist weiter ihr Sohn und unser Bruder. Uneins sind wir hier, ob wir dies nun Stück für Stück verkaufen, oder gleich alles auf einmal.

Zwei Fragen habe ich dazu:
1) Wissend, dass ein Testament vermutlich eine andere Lösung vorsieht, sind wir dadurch als Generalbevollmächtigte angehalten nur Grundstück für Grundstück zu verkaufen, oder dürfen wir hier alles auf einmal verkaufen?
2) Angenommen der Bruder hat die Immobilien zum Marktwert gekauft (Gutachten liegt vor), kurz danach stirbt die Mutter und laut ihrem Testament hätte er alle Immobilien vererbt bekommen. Wie teilt sich das Erbe nun auf?
- Die Immobilien sind weg, deshalb vererbt sich das Vermögen aus dem Erlös zu gleichen Teilen an uns Kinder, oder
- Da der Erlös aus den Immobilien entstand, wird so geteilt als ob die Immobilien noch vorhanden wären. Wir vier Kinder bekommen nur unseren Teil laut dem Testament, der Rest geht an den Bruder zurück der die Immobilien gekauft hat?

Gibt es noch eine weitere Handlungsmöglichkeit. Welchen Weg würden Sie empfehlen?
22.11.2017 | 19:30

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Auch nach Errichtung eines Testaments kann der Erblasser frei über sein Vermögen verfügen. das gleiche gilt demnach auch für die Bevollmächtigten.
Ob Sie das Testament kennen oder nicht, spielt insoweit keine Rolle. Etwas anderes könnte gelten wenn Sie das Testament kennen und, um Verfügungen vornehmen gerade um einen Erben zu schädigen.
Ein aus dem Hausverkauf stammender Erlös ist zum Geldvermögen zu rechnen. Die testamentarische Verfügung über die Immobilie geht ins Leere.
Sollte das Testament auslegungsbedürftig sein, kann es vom Gericht so ausgelegt werden, dass der Erlös aus dem Hausverkauf gemäß der Aufteilung verteilt wird, die für das Haus vorgesehen. Dies allerdings nur wenn die Regelung im Testament mehrdeutig ist.

1. In welcher Reihenfolge oder ob Sie die Grundstücke als Ganzes veräußern dürfen ist von den Umständen abhängig. Ist Sinn der Veräußerung den Bruder um "sein" Erbe zu bringen, so ist eine Veräußerung als Ganzes sicher sittenwidrig. Sind die Gründe für einen en bloc Verkauf andere (beispielsweise sind die Grundstücke wirtschaftlich nur als Einheit nutzbar; der Bruder hat nur Interesse an einem Gesamterwerb) so steht dem nichts im Wege.

2. siehe Vorwort

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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