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Immobilienverkauf, Maklerprovision

| 21.01.2008 10:22 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


10:45

Guten Tag.
Ich habe mit einem Immobilienmakler einen Alleinvertrag als Verkäufer geschlossen. Er erklärte mir beim 1. Gespräch es sei Usus, dass der Käufer die Provision ( in seinem Fall: 6 % zuzügl. 19 % MwSt.) zahlt. Zu seiner Sicherheit gestalte er es aber so, dass Kaufpreis plus Provision auf das Anderkonto gezahlt werden soll. Er ließ sich nach Abschluß des Kaufvertrages noch im Notarbüro von mir unterschreiben, dass ich mich einverstanden erkläre, dass er die Provision in Höhe von rund 4.300 Euro vom Anderkonto ausgezahlt bekommt.
Im Maklervertrag legten wir einen zu erzielenden Kaufpreis von 55.000 Euro fest.
Es fand sich ein Käufer,der Kaufvertrag wurde geschlossen. Beide Seiten (Käufer und Verkäufer) gingen davon aus, die Provision von 6 % + MwSt. sei einmalig als Gesamtprovision zu zahlen.
Im Nachhinein hat sich nun herausgestellt, dass der Käufer ebenfalls per Unterschrift vor Zustandekommen des Kaufvertrages zur Zahlung von (nochmals !!!) 6 % + MwSt. verpflichtet wurde.
Der Kaufpreis ist lt. Kaufvertrag 60.000,- Euro.
Von diesem Preis wurde mir also die Maklerprovision in Rechnung gestellt ( zahle also auf den Kaufpreis zuzügl. Provision eine Provision ??? ) und dem Käufer ebenfalls.
Beide Parteien wurden nicht über die Gesamtprovision in Höhe von nunmehr sage und schreibe 12 % ( + MwSt.) informiert !!!
Auch weist der Makler ( der auch die Finanzierungsangelegenheiten begleitet hat ) in seinen Exposes diese nicht transparent aus. Ich konte bei Immoscout in seinen Angeboten z. B. keinen Hinweis auf die Höhe oder den Zahlungspflichtigen finden.
Der Käufer erhielt seine Rechnung mit selbiger Rech.- Nr. wie ich nur dass bei ihm Schrägstrich K und bei mir schrägstrich V vermerkt sit.
was können wir tun ?
Beide Rechnungsbeträge wurden noch nicht gezahlt.
Gibt es noch eine Chance auf Minderung ?
Kann man den Makler belangen, weil er im Vertrag nicht detailliert dargelegt hat, wieviel er insgesamt an dem Geschäft verdient ?
Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen!
Mit freundlichem Gruß,

21.01.2008 | 11:16

Antwort

von


(452)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
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Sehr geehrte Ratsuchende!
Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte.

Sie haben gem. § 652 I BGB mit dem Makler einen Vertrag geschlossen, aus dem er nach Vermittlung der Immobilie einen Vergütungsanspruch hat.
Diese Provision wird laut Ihrem Vertrag vom Käufer der Immobilie gezahlt.

Sofern in diesem Vertag nicht die Höhe der Maklerprovision ausgewiesen ist, so ist gem. § 653 II BGB bei Bestehen einer Taxe der taxgemäße Lohn, in Ermangelung einer Taxe der übliche Lohn als vereinbart anzusehen.

Meist wird eine Regelung getroffen, bei der Käufer und Verkäufer die Provision zu gleichen Teilen tragen, zumeist 3 % + 3 % plus MwSt.
Wird jedoch wie in Ihrem Fall durch Parteivereinbarung bestimmt, dass der Käufer die Provision alleine zu zahlen hat, sind bis zu 6 % des Kaufpreises plus MwSt. üblich.

Da Sie im Maklervertrag vereinbart hatten, dass der Käufer die Provision zu zahlen hat, sind Sie zu deren Zahlung nicht verpflichtet. Sie können hier Ihre Rechte aus dem Vertrag geltend machen.
Lediglich der Käufer hat hier die Provision in Höhe von bis zu 6 % plus MwSt. zu zahlen.

Ich hoffe, Ihnen mit der Antwort geholfen zu haben.


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Mit freundlichem Gruß,

Rechtsanwältin Wibke Schöpper.


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Rechtsanwältin Wibke Türk

Rückfrage vom Fragesteller 21.01.2008 | 19:51

Das Problem ist: im Makler- Alleinvertrag steht nicht ausdrücklich WER die Provision zu zahlen hat.Nur dass sie 6 % + MwSt. beträgt.
Im notariell beglaubigten Kaufvertrag ist gar nichts von der Provision vermerkt, schon gar nicht von wem sie zu zahlen ist.
Ist ein solch mißverständlicher Vertrag überhaupt rechtsgültig?
Mir wurde heute empfohlen, das Anderkonto bis zur Klärung zu pfänden, bzw. es darauf ankommen zu lassen, dass der Makler seine Provision einklagt.
Was halten Sie davon ?
Im Voraus vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Mit freundlichem Gruß,

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.01.2008 | 10:45

Sehr geehrte Ratsuchende!
Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten.

Sie haben mit dem Makler per Individualabrede mündlich vereinbart, dass die Provision vom Käufer zu tragen ist.
Diese Vereinbarung hat auch rechtsgeschäftliche Wirkung, da auch mündliche Verträge bindend sind. Zudem ist im Alleinvertrag hierüber keine Aussage getroffen worden.
Dies sollten Sie dem Makler vorhalten.
Im Prozess müßte der Makler die Vereinbarung, hier also die vereinbarte Höhe und die Person des Schuldners beweisen.
Dies geht aus § 653 BGB i. V. m. § 632 BGB hervor.
Sie sollten jedoch keinesfalls an den Makler zahlen, bevor die Situation geklärt ist.
Der Makler wird sich jedenfalls im Prozess schwer tun, die Provision von Käufer und Verkäufer einklagen zu wollen, da eine beiderseitige Provision in der Höhe völlig unüblich ist.
Üblich wäre allenfalls die schon angesprochene 3% + 3% plus MwSt.-Regelung.

Dass die Provision nicht im notariell beglaubigten Kaufvertrag vermerkt ist, macht den Vertrag jedenfalls nicht unwirksam.

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