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Immobilienschenkung-Wohnrecht


17.12.2008 03:25 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Ab 1.1.2009 gilt bei Schenkung von Immobilien der Verkehrswert.
Bis 31.12.2008 gilt bei der Schenkung der Marktwert (ca. 60 Prozent des Verkehrswertes). Richtig?
Bis 31.12.2008 gilt der Freibetrag 205.000EURO (Kind).,ab 1.1.2009 der Freibetrag 400.000EURO.
Sachverhalt: 90jähr. Vater ist Witwer und möchte selbstgenutzte Immobilie an (vollj.) Einzelkind mit eigenen Einkünften schenken. Wohnrecht soll notariell beurkundet werden mit Eintragung ins Grundbuch. Kind wird die Wohnung nach Ableben des Vaters nicht selber nutzen.
Frage:Wird mit Übertragung der Immobilie vor dem 31.12.2008 der Anspruch auf den höheren Freibetrag ab 1.1.2009 verwirkt?
Die Wohnung hat einen Verkehrswert von ca. 150.000 EURO,
d.h. Marktwert ca. 80.000 EURO. Absehbar ist, dass das darüberhinaus zu vererbende Vermögen mehr als 400.000 EURO betragen wird. Wird durch den Übertrag der Wohnung vor dem 31.12.2008 in Zukunft nur ein Freibetrag von 205.000 EURO insgesamt beanspruchbar sein oder gilt im Todesfall nach dem
1.1.2009 der Freibetrag von insgesamt 400.000EURO (wovon dann ca. 80.000EURO Marktwert für die Wohnung bei Übertragung in 2008 als Schenkung bei den 400.000EURO angerechnet werden, d.h restlicher Freibetrag wäre dann 320.000 EURO.)
Wie ist das Wohnrecht steuerlich zu sehen?Als geldwerter Vorteil?
Muß der Vater oder das Kind dafür Steuern zahlen?
Der Vater soll in der Wohnung verbleiben. Die Wohnung soll zu Lebzeiten nicht verkauft werden, nicht vermietet und auch nicht beliehen werden.Wohnung auch nicht erforderlich für Finanzierung eines evt. Pflegeheimplatzes.
Sehr geehrte Rechtsratssuchende,
sehr geehrter Rechtsratssuchender,

gerne nehme ich zu Ihren Fragen Stellung:


1.Ab 1.1.2009 gilt bei Schenkung von Immobilien der Verkehrswert. Bis 31.12.2008 gilt bei der Schenkung der Marktwert (ca. 60 Prozent des Verkehrswertes). Richtig?

Ja, wobei der Begriff in Ihrer Anfrage mit Marktwert bezeichnete Wert im Bewertungsgesetz und im Erbschaftssteuerrecht korrekt mit „Grundbesitzwert“ bezeichnet wird. In der Sache ist aber Ihre Aussage bezogen auf den Grundbesitzwert - in etwa 60% des Verkehrswertes – richtig.


2.Wird mit Übertragung der Immobilie vor dem 31.12.2008 der Anspruch auf den höheren Freibetrag ab 1.1.2009 verwirkt?

Nein, siehe hierzu Antwort zu Frage 3.


3.Wird durch den Übertrag der Wohnung vor dem 31.12.2008 in Zukunft nur ein Freibetrag von 205.000 EURO insgesamt beanspruchbar sein oder gilt im Todesfall nach dem 1.1.2009 der Freibetrag von insgesamt 400.000EURO (wovon dann ca. 80.000EURO Marktwert für die Wohnung bei Übertragung in 2008 als Schenkung bei den 400.000EURO angerechnet werden, d.h restlicher Freibetrag wäre dann 320.000 EURO.)

Ja. Beim Erbanfall ab dem 01.01.2009 wirkt sich der höhere Freibetrag von 400 TEUR auch auf die Schenkung von vor 2009 aus, sofern zwischen Schenkung und Erbanfall nicht mehr als 10 Jahre liegen.


4.Wie ist das Wohnrecht steuerlich zu sehen?Als geldwerter Vorteil?

Das zugunsten des Schenkenden vorbehaltene Wohnrecht mindert die Bereicherung des Beschenkten, ist also nach den Grundsätzen des Bewertungsgesetzes (ortsübliche Miete*12*Lebenserwartung gem. Anlage 9 zum Bewertungsgesetz, siehe unter
http://bundesrecht.juris.de/bewg/anlage_9_198.html
von der Bereicherung durch die Schenkung in Abzug zu bringen.

Das Wohnrecht wirkt daher nicht als geldwerter Vorteil, sondern vermindert den Wert der erhaltenen Schenkung.


5.Muß der Vater oder das Kind dafür Steuern zahlen?

Für das Wohnrecht fallen keine Steuern an. Denn der Vater ist nicht bereichert, da er im Gegenzug sein werthaltigeres Eigentum verliert. Das Kind ist ebenfalls nicht bereichert durch das Wohnrecht, sondern das Eigentum des Kindes wird mit dem Wohnrecht belastet, was zu einer Minderung des Wertes der erhaltenen Schenkung führt.


Ich hoffe, Ihre Rechtsfragen hiermit beantwortet zu haben, und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin
Fachanwältin für Steuerrecht
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