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Immobilienmakler, ist hier eine Provision fällig?

03.11.2016 14:49 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Immobilien Makler!
Ohne erkennbarem Motiv verkauft der Erblasser noch 4 Tage vor seinem Ableben sein letztes Mehrfamilienhaus in Mecklenburg-Vorpommern, dem Wohnsitz des Maklers W.
Im Kaufvertrag, der am Sterbebett in einer Klinik in Schleswig-Holstein von einem Notar verhandelt wurde, ist u. a. festgelegt dass dem Makler W eine Vermittlungsgebühr in Höhe von
3 % des Kaufpreises vom Käufer zustehe, fällig beim Zustandekommen des Kaufvertrages.
Eine Verkäufer-Courtage bzw. -Provision wurde im Kaufvertrag nicht vereinbart.
Auf Anforderung zur Abgabe eines Bestands Verzeichnisses erklärt der Rechtsanwalt der
Lebensgefährtin des Erblassers 2 Monate nach Eintritt des Erbfalles gegenüber der Vertretung
der Erbin, dass u. a. eine Nachlass Verbindlichkeit in Höhe von 22.000,00 € für den Makler W
bestehe, ohne diese Behauptung zu belegen. Tags darauf überwies die Lebensgefährtin des Erblassers diesen Betrag mit Vollmacht vom Konto des Erblassers, ohne der Erbin die Möglichkeit eines Widerspruches einzuräumen.
Der Makler W ist Jahre langer Vertrauter des Erblassers, ausgerüstet mit Kontovollmacht
von Geschäftskonto des Erblassers, als Architekt veranlasst und leitet der Makler W die Umbau- und Sanierungs-Arbeiten des Mehrfamilienhauses. Dieses verwaltet er auch geschäftsmäßig gegen
ein monatliches Entgelt!
Darf hier der Makler W überhaupt oder bereits wegen eines solchen Interessenkonflikts überhaupt eine Provision für die Vermarktung von seinem Auftraggeber bzw. nach seinem Ableben von der Erbin fordern?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Grundsätzlich kann ein Architekt und Verwalter auch als Makler tätig sein, da insofern berufsrechtlich kein Interessenkonflikt besteht. Selbst für einen Verwalter einer WEG wäre eine Maklertätigkeit unproblematisch ist, wenn der Kaufvertrag ohne Zustimmung des Verwalters geschlossen werden kann. Bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 652 BGB oder entsprechender vertraglicher Vereinbarung kann er somit auch die Provision verlangen.

Hier kann jedoch nicht nachvollzogen werden, weshalb die Lebensgefährtin des Erblassers die Zahlung veranlasst hat, wenn doch Ihren Angaben zufolge der Käufer die Provision tragen sollte. Es sollte geprüft werden, ob sich diese gegenüber den Erben nicht schadenersatzpflichtig gemacht hat und der Betrag in Höhe von € 22.000,00 nicht zurückverlangt werden kann. Für eine abschließende Beurteilung müssen alle Dokumente des Falls geprüft werden, weshalb ich Ihnen rate, hiermit einen Rechtsanwalt vor Ort zu beauftragen, der dann auch Ihre Interessen vertreten kann.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


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