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Immobilienkredit - Kündigung seitens der Bank wegen Selbstständigkeit?

25.02.2019 17:13 |
Preis: 53,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning


Hallo,

mein Mann und ich haben im Januar ein Haus gekauft. Schlüsselübergabe ist am 1. April, die erste Rate des Kredits wird am 30.4. fällig. Wir sind beide angestellt, mein Mann in Vollzeit, ich in Teilzeit.
Unser gemeinsames Netto-Einkommen liegt derzeit bei 3.500€.
Ich überlege mich zusätzlich zu meiner Festanstellung noch nebenbei mit einem Einzelunternehmen selbstständig zu machen. Mein Anteil der Kreditraten sowie meine sonstigen Lebenshaltungskosten sind dabei durch die angestellten Tätigkeit voll abgedeckt. Die Einkünfte aus der Selbstständigkeit werden also nicht für die Finanzierung benötigt.

Nun meine Fragen:
1. Muss ich die Selbstständigkeit bei der Bank melden? Diese vergibt ausdrücklich keine Kredite an Selbstständige, allerdings besteht der Kreditvertrag ja bereits.

2. Wäre die nebenberufliche Selbstständigkeit ein Grund für die Bank den Kreditvertrag zu kündigen obwohl ich die Raten weiterhin von meinem Lohn zahlen kann? Falls ja, könnte sich dies ändern, wenn wir den Kredit erstmal eine bestimmte Zeit bedienen bevor ich mich selbstständig mache, um so unsere "Zahlungsmoral" gegenüber der Bank zu beweisen?

Vielen Dank für die Hilfe!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Für die Gewährung des Darlehens waren/sind nur Ihre damaligen wirtschaftlichen Verhältnisse relevant. Da Sie damals nicht nebenberuflich tätig waren, ist die Aufnahme einer solchen Tätigkeit für die Bank von keinem erkennbaren Interesse und muss daher nicht gemeldet werden. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem Geschäftsfeld der Bank: Nachdem das Darlehen der privaten Finanzierung eines Hauses dient, ist die spätere Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit nicht geeignet,
aus dem Verbraucher- ein gewerbliches Darlehen zu machen.

Die Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit stellt auch grds. keinen Kündigungsgrund dar. Explizit ist ein solcher in den Vertragswerken nicht vorgesehen; eine solche Klausel wäre wohl auch unwirksam. Etwas anderes kann dann gelten, wenn die aufzunehmen Tätigkeit besonders gefahrgeneigt ist und dadurch die Rückzahlung des Darlehens in Frage gestellt ist. In diesem Fall ist aber auch die Bescherung zu berücksichtigen. Ist das Darlehen also voll werthaltig besichert, würde eine Kündigung aufgrund der veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse daran scheitern.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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