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Immobilienkaufvertrag vom Notar


08.05.2007 20:42 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Habe folgendes Problem.Vor gut 8 Jahren hat mein Vater(81,italienischer Staatsbürger)mir(damals italienischer jetzt deutscher Staatsbürger) seine Wohnung in Italien überschrieben. Waren beide bei einem Notar in Italien wegen dem Vertrag. Da ich aber der italienischen Sprache nicht mächtig bin und sie nicht verstehe, habe ich mich auf mein Vater verlassen. Die daraus folgenden Kosten (Notar, Finanzamt, Grundbuch usw.) wurden von meinem Vater in Italien beglichen. Er wollte nicht das mir dadurch Kosten entstehen. Aufgrund eines jetzigen Streites mit meinem Bruder (italienischer Staatsbürger) habe ich vor kurzem den Vertrag vom Notar von italienisch ins deutsche übersetzen lassen. Erst jetzt musste ich heraus lesen, daß ich die Wohnung zwar geschenkt bekommen habe aber ein Kaufpreis von damals 85 Millionen Lire im Vertrag eingetragen wurde. Weiter steht das die Summe vor Erstellen der Urkunde vollständig an den Verkäufer bezahlt wurde. So das mein Vater keinerlei Ansprüche mehr stellen würde, nur vom Wohnrecht auf Lebzeiten. Des weiteren wurde im Vertrag meine Wohnhaft in Italien eingetragen. Bin dort gemeldet habe aber meinen Hauptwohnsitz in Deutschland. Mein Bruder droht mir falls ich eine bestimmte Summe nicht zahle mit einer Anzeige wegen nach seiner Meinung falscher Angaben. Kommt Er mit seinem Vorhaben durch oder wie soll ich mich verhalten.
08.05.2007 | 20:56

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Wenn laut Vertrag ein Kaufpreis gezahlt wurde, der tatsächlich nicht gezahlt wurde, dann handelt es sich um eine verdeckte Grundstücksschenkung. Wenn Ihr Bruder also den italienischen Steuerbehörden mitteilt, dass damals kein Geld geflossen ist, laufen Sie Gefahr, dass die italienischen Behörden ein entsprechendes Steuerermittlungsverfahren gegen Sie einleiten.

Wenn Sie zu dem Zeitpunkt bereits in Deutschland gelebt und hier Steuern gezahlt haben, müssen Sie damit rechnen, dass auch die deutschen Finanzbehörden sich für die möglicherweise entgangene Schenkungssteuer interessiert und gegen Sie ermittelt.

Ich kann daher nur anregen, sich mit der Angelegenheit umgehend an einen Anwalt mit Erfahrung im deutsch-italienischen Steuerrecht wenden.

Den Bruder können Sie übrigens wegen Erpressung anzeigen.

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Nachfrage vom Fragesteller 09.05.2007 | 06:53

Sehr geehrter Herr Weber,

was ich nicht verstehe ist, wurden alle Steuern in Italien von meinem Vater für mich bezahlt. Bin doch alls Eigentümer eingetragen. Hätte ansonsten doch in den 8 Jahren mal ein Schreiben von der italienischen Steuerbehörde wegen offener Zahlungen erhalten müssen. Was nie der Fall war. Wegen dem Punkt der Schenkungssteuer, waren doch zu diesem Zeitpunkt beide italienische Staatsbürger. Soweit ich mich informiert habe gibt es in Italien keine Schenkungssteuer. Für ihre Antwort bedanke ich mich im voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.05.2007 | 14:16

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie zu der Zeit in Deutschland gelebt. Dementsprechend wäre das deutsche Schenkungsteuerrecht anwendbar. Die italienische Staatsbürgerschaft ist hierbei unbeachtlich.

Dass die italienischen Behörden Ihnen keinen Steuerbescheid o.ä. zugeschickt haben, kann daran liegen, dass Sie dort keine Steuerschulden haben, aber auch daran, dass die ihre aktuelle Adresse nicht kennen. Zudem weisen italienische Behörden oftmals Arbeitsweisen auf, die Rückschlüsse von an deutsche Behörden gewohnte Bürger zu Trugschlüssen werden lassen.

Sie sollten auf jeden Fall prüfen lassen, ob Ihr Vater ALLE Steuern in Italien UND Deutschland bezahlt hat UND ob die italienischen Steuerbehörden nicht doch einen Steuerbescheid versandt haben, der nur nicht angekommen ist.

Ich bedaure, aber ohne eine nähere Untersuchung der Umstände inklusive einer konkreten Akteneinsicht kann ich keine detaillierteren Auskünfte geben.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

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