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Immobilienkauf - Privatimmobilie - Preiserhöhung / Vorkaufsrecht / Maklercourtage

06.04.2008 11:02 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ich befinde mich gerade dabei eine Immobilie zu erwerben.
Leider hat man aber hier immer mehr den Eindruck der Spielball von Makler und Verkäufer zu sein und man ist machtlos dagegen.

Das derzeitige Objekt ist unsere absolute Wunschimmobilie, die wir seit gut 1.5 Jahren Suche endlich finden konnten. Das Objekt war Ende Dezember 2007 auf Immobilienscout24 mit 695 TDEUR angeboten.
Wir hatten als erste einen Besichtigungstermin erhalten und uns nach wenigen Tagen dazu entschlossen das Haus noch einmal sehen zu wollen und unser ernsthaftes Interesse kund getan und um eine Reservierung des Objekts gebeten.

Irgendwie ging das dann dem Verkäufer alles zu schnell und er hat dann erst einmal den weiteren Fortgang des Verkaufes komplett gestoppt. Wir haben danach dann fast Woche für Woche mit der Maklering von unserer Seite aus Kontakt aufgenommen und immer wieder nachgehakt um an dieses Objekt zu gelangen. Das Ergebnis war erst einmal 3 Monate nichts. Jetzt - genau seit gestern - scheint der Verkäufer wieder den Verkauf fortsetzen zu wollen, teilte aber gleichzeitig mit - das der Preis jetzt aber bei ca. 750 TDEUR liegen würde und die Maklerin teilte uns "der Ordnung halber" mit, dass es noch einen zweiten Interessenten gibt.

Abgesehen davon das dies so oder so kein guter Stil weder von Verkäufer noch Maklerin ist, stellen sich mir hier doch folgende Fragen:

- Wenn ein Verkaufsangebot mit 695TDEUR vorlag - und ich hierauf mehrfach mein Interesse geäußert hatte und meine Bereitschaft zum Kauf - kann dann der Verkäufer einfach nochmal den Preis erhöhen, oder ist das erste Verkaufsangebot in irgend einer Weise verbindlich?

- Wie verhält sich das mit den "weiteren Interessenten" - ist beim Immobilienkauf normalerweise ein "First come - first serve" nur ein Gentleman Aggreement oder habe ich - wenn ich nachweislich der vor dem anderen Interessenten mein Interesse geäußert habe automatisch eine Art Vorkaufsrecht?

- Die Maklerprovision - ist diese grundsätzlich verhandelbar oder gibt es eine gesetzliche Mindestgrenze für die Maklerprovision?

- Um dieses Haus besichtigen zu können, müssen wir jede Mal ca. 250 km Anfahrt in Kauf nehmen - beim ersten Besichtigungstermin konnten wir leider nicht das ganze Haus besichtigen. Beim nächsten anberaumten Termin habe ich extra darum gebeten, sicher zu stellen, das wir das ganze Haus besichtigen können da wir hierzu auch einen Gutachter bitten werden der das Objekt mit bewertet. Sollte an diesem Tag das Haus wider erwarten
doch nicht komplett und uneingeschränkt besichtigt werden können - kann ich gegenüber der Maklerin und/oder dem Verkäufer dann eine Art "Schadensersatz" oder "Aufwandsentschädigung" geltend machen?

Für die Beantwortung meiner Fragen bedanke ich mich bereits schon im voraus.

Für eventuell weitere Hinweise, wie ich die Situation dieses Immobilienkaufes für mich rechtlich absichern könnten (in Bezug auf Sicherstellung, dass ich das Objekt zuerst kaufen kann und/oder weitere rechtliche Tipps bezüglich des weiteren Fortgangs bspw. Notarvertrag etc.) bin ich auch sehr dankbar.

Sollte der angebotene Einsatz meinerseits zu gering bewertet sein, dann bitte ich um eine kurze Information.


-- Einsatz geändert am 08.04.2008 16:07:49

Sehr geehrter Ratsuchender,

solange kein formbedürftiger Vorvertrag gemacht worden ist, ist das Angebot nicht bindend.

Die Maklerprovision unterliegt (von einigen Ausnahmen abgesehen, die aber hier nicht zum Tragen kommen) keinen gesetzlichen Preisvorschriften und ist frei verhandelbar.

Das Vorkaufsrecht gibt es in der von Ihnen geschilderten Art nicht; gibt es tatsächlich weitere Interessenten, könnte auch mit denen der Vertrag geschlossen werden.

Einen Schadensersatz könnten Sie ggfs. nach §§ 311, 280 BGB (nachzulesen über meine homepage) geltend machen, sollten aber schriftlich dann für diesen termin dauarf hinweisen, dass die Besichtigung des gesamten Hauses mit Sachverständigem gewünscht ist.


Sicherstellen können Sie es letztlich nur mit einem notariellen Vorvertrag, wobei es hier die Frage ist, ob es wirklich nur ein schlechter Stil des Verkäufers ist, oder versucht wird, bei Ihnen den Preis zu erhöhen. Denn wenn drei Monate nichts geshen ist, wundert einen das Verhalten schon. Ob Sie letztlich die höheren Preis ausgeben wollen, bleibt Ihnen überlassen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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