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Immobilienerbe mit Schulden übernehmen?


13.07.2007 08:54 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Folgende Probleme liegen vor:

Meine Eltern haben 1989 ein Einfamilienhaus gekauft, welches damals einen Wert von 280.000 DM hatte. 1998 verstarb plötzlich meine Mutter, danach bewohnten mein Vater und ich das Haus alleine, da mein Bruder bereits schon vorher ausgezogen war.
Nun bin ich in der Überlegung, ob ich von meinem Vater das Haus, welches noch mit 72.000 € Schulden belastet ist, übernehmen soll, da mein Vater bei seiner Freundin wohnt und ich das Haus gerne umbauen möchte und komplett nutzen will.
Das Haus hat einen momentanen VW von 220.000 € abzgl. den Schulden von 72.000 € verbleiben 148.000 €. Davon gehören meinem Vater 3/4 und uns jeweils 1/8.
Wenn ich nun die 72.000 € Schulden von meinem Vater übernehme, wie hoch ist dann später der Anteil von meinem Bruder, wenn mein Vater stirbt? Muss ich ihm jetzt schon einen Anteil auszahlen?
Im Grundbuch ist übrigens noch keine Änderung vorgenommen worden. Hausbesitzer laut Grundbuch sind immer noch meine Eltern!

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Ihren Bruder müssten Sie jetzt noch nicht ausbezahlen. Ein Anspruch bestünde erst im Erbfall (Tod des Erblassers).
Sofern Sie das Haus jetzt von Ihrem Vater abkaufen, so ist das ein normales Geschäft unter lebenden.
Lediglich im Todesfall könnte Ihr Bruder unter Umständen ein Ausgleich fordern, sofern ein Pflichtteilsanspruch bestünde und die Übertragung eher eine Schenkung war (erheblich unter Wert). Dies aber auch nur innerhalb von 10 Jahren ab der Übertragung/Schenkung.

Aus der von Ihnen genannten Quote geht hervor, dass anscheinend nur Sie und Ihr Bruder als Abkömmlinge vorhanden sind. Daher würde auf Ihren Bruder (und auf Sie) je eine Erbquote von ½ des väterlichen Anteils entfallen. Wird das Haus vor dem Tode, wie oben erwähnt, durch Rechtsgeschäft veräußert, so ist es unter Berücksichtigung der genannten Ausnahme nicht mehr Bestandteil der Erbmasse.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 13.07.2007 | 10:49

Sehr geehrter Herr Boukai,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Aber, mein Bruder hat durch den Tod meiner Mutter schon einen Anteil (1/8) geerbt und hat doch dadurch schon Anspruch auf einen Teil der Immobilie. Wenn mein Vater mir das Haus nun überträgt, muss doch mein Bruder auch seinen Anteil abbekommen, oder liege ich da falsch?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.07.2007 | 11:34

Sehr geehrter Fragesteller,

das sehen Sie richtig. Der Anspruch Ihres Bruders besteht selbstverständlich in der bereits geerbten Quote. Die Antwort bezieht sich jedoch auf Ihre Frage ("...wie hoch ist dann später der Anteil von meinem Bruder, wenn mein Vater stirbt? Muss ich ihm jetzt schon einen Anteil auszahlen?"). Der Bruder ist momentan Miteigentümer. Entpsrechend kann er sich von Ihnen oder dem Vater seinen Anteil auszahlen lassen. Dies betrifft aber nur den ererbten Anteil. Nicht die Aussicht auf den weiteren Erbteil den er von dem Vater erhalten würde! Der Vater kann Ihnen nur seinen Anteil am Haus übertragen.

Sie sollten sich in jedem Fall einmal mit Vater und Bruder zusammen setzen und die Angelegenheit besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

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