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Immobiliendarlehen frühzeitig kündigen


14.06.2017 13:23 |
Preis: 30,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger (außerordentlicher) Kündigung eines Immobiliendarlehensvertrages.


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe aktuell ein Immobilienkredit mit (anfänglich) gebundenem Sollzins laufen, der Sollzinssatz ist mit 10 Jahren gebunden. Kredit aufgenommen im Jahre 2015.

Nun möchte ich diesen Kredit frühzeitig kündigen und habe dieses der Bank mitgeteilt mit dem Antrag zur Abrechnung der Vorfälligkeitsentschädigung. Nun bekam ich die Rückmeldung, dass dies nur möglich sei, wenn ich die Immobilie verkaufe.

Meine Fragen wären nun

1) Ist das wirklich nur im Falle eines Verkaufs möglich?
2) Muss der Kaufvertrag der Bank vorgelegt werden, wenn es frühzeitig
3) Wenn 1) nein, welche außerordentlichen Gründe wären noch möglich?
4) Darf die Vorfälligkeitsentschädigung in meinem Falle nur 1% der zu ablösendem Kreditsumme betragen?

Besten Dank im Voraus!

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Die ordentliche Kündigung eines Darlehensvertrages mit gebundenen Sollzins ist in § 489 BGB geregelt. Danach kann eine Kündigung zum Ende der Sollzinsbindung erfolgen.

2. Eine außerordentliche Kündigung des Darlehensvertrages nach § 490 BGB erfordert ein berechtigtes Interesse. Ein solches berechtigte Interesse liegt dann vor, wenn Sie die Sicherheit in Form einer Grundschuld anderweitig verwerten möchten, z.B. durch einen Verkauf des Grundbesitzes. Dann ist eine außerordentliche Kündigung des Darlehens möglich.

Ein weiteres berechtigte Interesse wäre dann anzunehmen, wenn bei einem anderen Darlehensgeber ein dringend benötigtes höheres Darlehen gewährt wird. Kein berechtigtes Interesse liegt vor, wenn der Darlehensbertrag aufgrund eines unerwarteten Geldzuflusses vorzeitig abgelöst werden könnte.

3. Das berechtigte Intresse muss nachgewiesen werden, was in der Regel durch eine Übersendung eines Kaufvertragsentwurfes erfolgt, welcher von einem Notar erstellt wurde.

4. Die 1 % Regelung des § 502 Abs. 1 Nr. 1 BGB findet auf Darlehensverträgen mit einer dinglichen Besicherung leider keine Anwendung, § 503 Abs. 1, Satz 1 BGB.

Bei der Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung sind aber Sondertilgungsrechte nach der BGH Rechtsprechnung entsprechend zu berücksichtigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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