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Immobilien verschieben


01.11.2017 19:01 |
Preis: 50,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von



Hallo,

mein Mann und ich haben vor, unseren beiden Kindern einen Teil unserer Immobilien unter Vorbehalt des Nießbrauchsrechts zu übertragen.
Ein Teil der Immobilen stammt je aus dem Erbe meines Mannes, ein Teil aus meinem Erbe und ein Teil aus unserem Zugewinn.

Eigentlich wollte ich von meinen Teilen zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts übertragen, sondern lediglich mein Mann wollte aus seinem Erbe überschreiben.

Um vom Wert her eine ausgeglichene Lösung zu finden, war nun die Idee, dass ich meinen hälftigen Zugewinnsanteil an einer Eigentumswohnung in Höhe von ca. 100 000€ ( mein Anteil abzüglich Nießbrauch) an die Kinder abgebe, dafür im Gegenzug die Hälfte des selbstgenutzten Familienhauses ( 1/2 habe ich mit meinem Erbe bezahlt, gehört also mir und die 2. Hälfte ist unser Zugewinn) aus dem Zugewinn, also 1/4 des Hauses im Wert von ca. 150 000.- von meinem Mann übertragen bekomme, so dass das EFH ganz in meinen Besitz übergeht.
Hat diese Vorgehensweise steuerliche Nachteile?

Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank für Ihre Antwort!

Einsatz editiert am 02.11.2017 06:40:39
03.11.2017 | 16:14

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Den von Ihnen geschilderten Sachverhalt verstehe ich so, dass Sie erstens im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben und zweitens keinen vorzeitigen Zugewinnausgleich vornehmen wollen. Sollten dies anders sein, bitte ich um kurze Mitteilung mittels der Nachfrageoption.

Der "Tausch" zweier Immobilien hat zunächst nur den steuerlichen Nachteil, dass für den Erwerb jedes Grundstücks die Grunderwerbssteuer gesondert anfällt. Übertragen Sie eine Immobilie (ohne Gegenleistung eines anderen Grundstücks) an Ihre Kinder fällt nur einmal Grunderwerbssteuer an.

Je nachdem wie Sie die Verträge gestalten wollen kann sogar ein Drittes Mal Grunderwerbssteuer anfallen. (Beispiel: 1. Sie übertragen Ihre Anteile an Ihren Mann; 2. Ihr Mann überträgt Anteile an Sie; 3. Ihr Mann überträgt an Ihre Kinder).

Bei der Übertragung ist außerdem an Schenkungssteuer zu denken. Sie und Ihr Mann können innerhalb von 10 Jahren an jedes Kind je 400.000 € steuerfrei verschenken. Verschenkt ihr Mann die Immobilie alleine, so ist der gesamte Wert bei ihm anzusetzen. (Bei den von Ihnen angegebenen Werten ist das unproblematisch. Mangels Kenntnis über Ihr sonstiges Vermögen und zukünftige Planung sollte es nur kurz erwähnt werden).

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfrageoption.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 05.11.2017 | 18:41

Sehr geehrter Herr Krueckemeyer,

vielen Dank für Ihre Antwort!

Überrascht hat mich, dass anscheinend bei der Schenkung zwischen Verwandten ersten Grades Grunderwerbssteuer anfallen soll, dazu hatte ich bisher andere Informationen. Können Sie mir bitte mitteilen, auf welcher Rechtsgrundlage dies beruht?

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.11.2017 | 19:38

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Grundlage für die Grunderwerbssteuer ist das Grunderwerbssteuergesetz.

Die Grunderwerbssteuer fällt auf Grundlage des Erwerbs an. Das heißt auf Grundlage der Gegenleistung. Insofern habe ich mich missverständlich ausgedrückt, ich bitte dies zu entschuldigen. Wenn Sie Grundstücke (oder Anteile) verschenken, gibt es keine Grundlage für den Anfall von Grunderwerbsteuer. Wenn Sie allerdings Grundstücksanteile tauschen fällt der jeweilige Gegenwert als Grundlage für die Versteuerung an. Die Möglichkeit dies in separaten Verträgen zu erledigen (wodurch jedenfalls die Notargebühren steigen würden) besteht zwar, es dürfte sich hierbei aber um Umgehungsgeschäfte handeln (es ist fraglich ob der Notar hier tätig wird).

Ich bitte, meine missverständliche Ausdrucksweise zu entschuldigen.
Sollten weitere Nachfragen bestehen, können Sie mich gerne via Email kontaktieren. Anderenfalls freue ich mich über eine positive Bewertung.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 06.11.2017 | 07:17

Sehr geehrter Fragesteller,

es macht für Sie keinen Unterschied, da die angegebenen Werte aufgrund der Schenkungsfreibeträge ohnehin nicht steuerbar sind trotzdem will ich nochmal ganz klar sagen, dass aufgrund des Verwandtschaftsverhältnisses hier keine Grunderwerbssteuer anfällt, dies unabhängig vom jeweilig zu übertragenden Wert.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
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