Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Immobilien und Steuerrecht - Deutschland und Spanien

| 25.04.2016 10:05 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Anfallende Steuern bei einer Übertragung oder Veräußerung einer Wohnimmobilien in Deutschland, wenn der Eigentümer im Ausland wohnhaft ist.

Ich bin Eigentümerin einer Eigentumswohnung in Deutschland, bereits seit 10 Jahren. Nun habe ich ein gutes Angebot zum Verkauf der Wohnung erhalten. In Deutschland würde aufgrund der 10 Jahre keine Zugewinnsteuer anfallen. Ich lebe aber, und zahle auch meine Steuern, in Spanien. Hier würde gemäß des Doppelbesteuerungsabkommens aber Zugewinnsteuer von 19-23% anfallen.
Die Eigentumswohnung in Deutschland gehört mir, meine Eltern haben aber beide für die Wohnung das lebenslange Niessbrauchrecht.

Nun wüsste ich gerne folgende Sachverhalte:
1. wie kann ich es vermeiden eine so hohe Steuerzahlung auf den Zugewinn in Spanien machen zu müssen? Kann ich die Wohnung eventuell meinen Eltern schenken oder übertragen? Was würden dann für Steuern anfallen (in beiden Ländern)? Und was wäre zu tun?
2. Oder kann ich bspw. mit meinem Vater, der auch in der Wohnung lebt, die ETW gegen ein Haus in Spanien tauschen? Was würden dann für Steuern anfallen (in beiden Ländern)? Und was wäre zu tun?
3. Oder kann ich die Wohnung auf meinen in Deutschland lebenden Bruder übertragen? Was würden dann für Steuern anfallen (in beiden Ländern)? Und was wäre zu tun?

Für eine möglichst ausführliche Auskunft wäre ich sehr dankbar!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Eine Übertragung der Wohnung auf Ihre Eltern ist grundsätzlich möglich. Grunderwerbsteuer fällt hierbei anders als bei einer Übertragung auf Ihren Bruder nicht an, § 3 Nr. 6 GrEStG.

2. Für die Schenkung an die Eltern oder den Bruder besteht nur ein kleiner Freibetrag von EUR 20.000,-, § 16 Abs. 1 Nr. 5 ErbStG. Die Schenkung ist mit einem Steuersatz von mindestens 15 % zu versteuern und richtet sich nach dem Wert des zu übertragendenden Grundbesitz. Die Steuersätze finden sich in § 19 ErbStG.

3. Bei der Ermittlung, der in Spanien zu zahlenden Steuern, werden die in Deutschland anfallende Steuer angerechnet. Da die Schenkungssteuer in Spanien je nach Wert des Grundbesitzes bei 7,65 % beginnt, dürfte hier keine zusätzliche Schenkungssteuer anfallen, Freibträge werden allerdings nicht gewährt.

4. Im Ergebnis ist die Übertragung an die Eltern sinnvoller, als die Übertragung auf Ihren Bruder, da hier keine Grunderwerbsteuer anfällt. Allerdings fällt gleichermaßen Schenkungssteuer an.

5. Im Falle einer Veräußerung fällt in Deutschland keine Einkommenssteuer an, wenn die Wohnung selbst genutzt wurde oder eine Haltsfrist von 10 Jahren vorgelegen hat. In Spanien richtet sich die Steuer nach dem Ertrag und liegt zwischen 19 % und 27 %. Zur Ermittlung der konkret anfallenden Einkommenssteuer in Spanien sollten Sie dennoch einen Steuerberater anfragen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 25.04.2016 | 12:11

Herzlichen Dank für die Antwort. Eine kurze Nachfrage habe ich noch, da diese nur grob beantwortet wurde: die Möglichkeit des Immobilientauschs mit meinem Vater käme grundsätzlich noch in Frage, da die ETW in Deutschland und das Haus in Spanien ziemlich genau den gleichen Wert haben. Würde das dann einem Kauf/Verkauf entsprechen? Oder wäre das nur vertraglich beim Notar zu regeln und die Grunderwerbssteuer zu zahlen. Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.04.2016 | 12:16

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Ein Tausch der Immobilien wäre wie ein Kauf bzw. Verkauf zu behandeln. In Deutschland würde hier keine Grunderwerbsteuer anfallen und auch ein zu versteuernder Gewinn aus der Haltefrist nicht anfallen. In Spanien wäre hingegen eine Besteuerung auf den Gewinn einzurechnen.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 25.04.2016 | 12:42

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 25.04.2016 4,8/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70910 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Besten Dank für eine aussagekräftige Beantwortung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Raab hat alle Fragen zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet, bedanke mich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Antwort für mich zwar nicht zufriedenstellend aber da kann der Anwalt ja nichts für. Antwort kam recht zügig. Ich kann die Seite empfehlen. Mfg ...
FRAGESTELLER