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Immobilien-'Verkauf' mit Vorsorgevollmacht

17.07.2019 15:29 |
Preis: 100,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


18:53
Meine Eltern hatten ein gemeinsames Testament. Zunächst sollte der länger Lebende alles erben und dann alles gleich unter den Kindern aufgeteilt werden. Nachdem mein Vater verstorben war, vereinbarten wir, dass mein Bruder und meine Schwester für den Notfall eine Vorsorgevollmacht bekommen sollten. Finanziell war meine Mutter gut versorgt, auch für den Pflegefall. Als meine Mutter vor 6 Jahren hilfsbedürftig wurde und in ein Pflegeheim kam, verkaufte mein Bruder heimlich das Haus an meine Schwester mit Hilfe der Vorsorgevollmacht zu rund 1/3 des Verkehrswertes. Den Vertrag durfte ich bis heute nicht sehen. Meine Schwester hatte das Haus schon vorher verwaltet und die Mieteinnahmen behalten. Sie bezahlte den geringen Verkaufspreis in Raten. Da meine Mutter trotz der Pflegekosten höhere Einnahmen als Ausgaben hatte, steht jetzt etwas mehr als der Verkaufspreis als Erbmasse zur Verfügung.

Es liegt der Verdacht nahe, dass meine Schwester meinen Bruder für seine Unterschrift unter den Vertrag gut bezahlt hat. Denn dass er unentgeltlich auf einen erheblichen Teil seines Erbes verzichtet, halte ich für ausgeschlossen. Beweisen kann ich das allerdings nicht.

Muss ich diesen " Verkauf" akzeptieren? Habe ich eine Möglichkeit, die Differenz einzufordern?
17.07.2019 | 15:52

Antwort

von


(288)
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63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können .

Wenn ihre Geschwister grundsätzlich zur Alleinverfügung berechtigt waren und eine Befreiung von In-Sich Geschäften bzw Geschäften untereinander in der Vollmacht enthalten waren, so ist der Kauf zunächst wirksam zustande gekommen. Sie mussten dafür auch nicht informiert werden.

Voraussetzung ist allerdings dass ein regulärer kaufpreis geflossen ist. Als Erbe haben sie nunmehr ein Auskunftsanspruch gegenüber den Vermögensverwaltern der letzten 10 Jahre. Diesen Anspruch können Sie gegen jeden ihrer Geschwister voll geltend machen. Teil dieses Anspruches wäre auch eine Vorlage des Kaufvertrages, sowie der Nachweis dass die Zahlungen geflossen sind. Ist der Kaufpreis unverhältnismäßig gering, so ist er als gemischte Schenkung zu betrachten. Diese Schenkung wäre dann auf die Erbmasse aufzuschlagen und entsprechend auszugleichen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Für Rückfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 17.07.2019 | 16:22

Eine ausdrückliche "Befreiung von In-Sich Geschäften bzw Geschäften untereinander" ist in der Vorsorgevollmacht nicht enthalten. Es handelt sich aber um eine Generalvollmacht. Beide wurden - jeweils einzeln - bevollmächtigt "... mich in allen meinen Angelegenheiten in jeder rechtlich zulässigen Weise zu vertreten,..."

War der nicht notwendige Verkauf eine rechtlich zulässige Vertretung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.07.2019 | 18:53

Sehr geehrter Fragesteller,

Die alleinige Vertretungsbefugnis ist ausreichend für die Zulässigkeit dieses Verkaufs.

Entscheidend ist auch nicht ob der Verkauf notwendig war. Wichtig ist ob der Kaufpreis, dem Preis entspricht der in freihändigen Verkaufs zu erzielen gewesen wäre.

Sollten Sie weitere Rückfragen haben, können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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