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Immobilien Verkauf / Käufer zieht zurück

06.05.2014 11:14 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Wir haben unser Elternhaus über eine Online Plattform angeboten. Mindestpreis vorgegeben, Preis VB, bei mehreren gleichlautenden Angeboten sollte das Los entscheiden. Der so ausgeloste "Gewinner" (der uns auch schon im Vorfeld dringlichst gebeten hatte "ich zahle auch gerne mehr" ihm das Haus zu verkaufen) hat uns darauf hin schriftlich eine verbindliche Kaufzusage mit den von uns geforderten Bankunterlagen zugesandt. Notar Termin wurde vereinbart, Käufer hat diesen bestätigt. Darauf hin haben wir allen anderen Interessenten abgesagt. 10 Tage vor dem Notar Termin kommt nun der Käufer und tritt von seiner Zusage zurück, da er sich wohl parallel für einen Bauplatz beworben hatte und diesen nur zugesagt bekommen hat.

Was tun? Auf uns kommen ja jetzt Kosten zu und u. U. auch Verluste da ev. die Immobilie nicht mehr zum ursprünglichen Preis verkauft werden kann.
Haben wir in diesem Fall die Möglichkeit den Käufer in Regress zu nehmen?

Einsatz editiert am 06.05.2014 11:20:08

Einsatz editiert am 06.05.2014 11:26:07

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Zusage ist unwirksam.

Nach <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/311b.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 311b BGB: Verträge über Grundstücke, das Vermögen und den Nachlass">§ 311 b BGB</a> bedürfen Rechtsgeschäfte ein Grundstück betreffend immer der notariellen Form.

Diese Kaufzusage ist also unwirksam und entfaltet keine Gültigkeit.

Weder Sie noch der Interessent können daraus auf Erfüllung klagen und verlangen, dass der Kaufvertrag geschlossen wird.

Es kann dennoch mitunter nach § 311 BGB ein Schadensersatzanspruch bestehen.

Der Interessent hat den Eindruck erweckt, dass er die Immobilie erwerben will.

Es wurde darauf hin alles veranlasst. Insoweit kann man durchaus Mehrkosten, die nur anfallen, weil der Verkauf nicht zustande kommt, als Vertrauensschaden geltend machen.

Es besteht aber auch eine Schadensminderungspflicht. Sie können keine Kosten geltend machen, die ohnehin bei einem Verkauf entstehen würden. Auch müssen Sie sich bemühen, die Immobilie anderweitig zu verkaufen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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